Bay­reuth: MdB Dr. Sil­ke Lau­nert kri­ti­siert geplan­te Novel­lie­rung des Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Geset­zes (EEG)

Am 06. April 2022 wur­de im Bun­des­ka­bi­nett der Geset­zes­ent­wurf zur Novel­lie­rung des Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Geset­zes (EEG) 2023 behan­delt. Dem­nach droht die
Ein­spei­se­ver­gü­tung für klei­ne Was­ser­kraft­an­la­gen mit einer Lei­stung von weni­ger als 500 kW zukünf­tig zu ent­fal­len. Als ein­zi­ge erneu­er­ba­re Ener­gie­quel­le soll die Was­ser­kraft zudem nicht mehr als im öffent­li­chen Inter­es­se lie­gend defi­niert werden.

Zahl­rei­che Betrei­ber klei­ner Was­ser­kraft­wer­ke aus der Regi­on mach­ten die Bay­reu­ther Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Sil­ke Lau­nert auf die­se Schlech­ter­stel­lung der klei­nen Was­ser­kraft auf­merk­sam. Lau­nert will sich nun für eine Ver­bes­se­rung der gesetz­li­chen Rege­lun­gen ein­set­zen. „Die Ände­rungs­vor­schlä­ge sind ein völ­lig fal­sches Signal in
Anbe­tracht der aktu­el­len Ener­gie­ver­sor­gungs­la­ge in Deutsch­land und sowohl für die Was­ser­kraft, als auch für die Kli­ma­neu­tra­li­tät kontraproduktiv!“

Es sei unglaub­wür­dig auf der einen Sei­te zu sagen, dass gera­de in der jet­zi­gen Ver­sor­gungs­kri­se jede Kilo­watt­stun­de zäh­le – auf der ande­ren Sei­te stel­le der Bun­des­ge­setz­ge­ber aber rund 90 % des Was­ser­kraft­an­la­gen­be­stan­des mit sei­nen Vor­schlä­gen vor das lang­fri­sti­ge Aus. Beson­ders Bay­ern wür­den die­se Plä­ne hart
tref­fen. Hier ste­hen mehr als die Hälf­te der Was­ser­kraft­an­la­gen Deutschlands.

Das Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Wirt­schaft und Kli­ma­schutz begrün­det die Ände­rung völ­lig unver­ständ­lich mit dem Schutz der Umwelt: Klei­ne Was­ser­kraft­an­la­gen sei­en gewäs­ser­öko­lo­gisch nicht ver­träg­lich und hät­ten schäd­li­che Aus­wir­kun­gen. Für Lau­nert wäre die Abschaf­fung der Ein­spei­se­ver­gü­tung aber das genaue Gegen­teil von Umwelt­schutz. Lau­nert sieht die Was­ser­kraft­wer­ke in Bay­ern als Kul­tur­gut und boden­stän­di­ge Tra­di­ti­ons-Ener­gie­quel­le. „Die Was­ser­kraft ist eine siche­re und
grund­last­fä­hi­ge Ener­gie­quel­le, die einen wert­vol­len Bei­trag zur regio­na­len Umset­zung des Kli­ma­schut­zes und der Ener­gie­wen­de lei­stet und im Sin­ne der kli­ma­neu­tra­len Ener­gie­ge­win­nung wei­ter geför­dert wer­den muss!“

Infor­ma­ti­on: Um sich auch vor Ort mit betrof­fe­nen Besit­zern aus­zu­tau­schen, fin­det am 23. Mai 2022 ein Ter­min in Hein­ers­reuth mit Bür­ger­mei­ste­rin Simo­ne Kir­sch­ner und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Gud­run Bren­del-Fischer statt.

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