Eröff­nung der Wall­fahrts­sai­son im größ­ten Drei­fal­tig­keits­wall­fahrts­ort Deutschlands

Wallfahrtsführerinnen und -führen nach dem Festgottesdienst zur Eröffnung der Wallfahrtssaison in der Basilika. Der am weitesten angereiste Wallfahrtsführer Robert Göller aus Köln ist links der erste mit Anzug und Krawatte. .© Thomas Weichert
Wallfahrtsführerinnen und -führen nach dem Festgottesdienst zur Eröffnung der Wallfahrtssaison in der Basilika. Der am weitesten angereiste Wallfahrtsführer Robert Göller aus Köln ist links der erste mit Anzug und Krawatte. .© Thomas Weichert

Fest­got­tes­dienst und Wall­fahrts­füh­rer­tref­fen in der Basi­li­ka Gößweinstein

Nach zwei Jah­ren Pan­de­mie scheint in die­sem Jahr das Wall­fahr­ten wie­der in gewohn­ter Wei­se mög­lich zu wer­den. Zur Eröff­nung der Wall­fahrts­sai­son hat­te daher Pfar­rer Pater Lud­wig Mazur die Wall­fahrts­füh­re­rin­nen und ‑füh­rer der nach Göß­wein­stein wal­len­den Wall­fahr­ten zu einem eigens dafür gestal­te­ten Fest­got­tes­dienst in die Basi­li­ka zur Hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit ein­ge­la­den. Fast 40 Wall­fahrts­ver­ant­wort­li­che sind der Ein­la­dung gefolgt.

In sei­ner Begrü­ßung sprach Pater Lud­wig die Unwäg­bar­kei­ten des Lebens an, die unver­mit­telt her­ein­bre­chen kön­nen. Die Bot­schaft Got­tes lau­tet jedoch: „Hab kei­ne Angst. Ich bin mit dir. Ich bin der Emma­nu­el, der Gott mit uns. Fürch­te dich nicht!“ So unter­schied­lich wie die Lebens­si­tua­tio­nen kön­nen auch die Beweg­grün­de sein, um nach Göß­wein­stein zu gehen. Sei es aus Dank­bar­keit, im Ver­trau­en auf Got­tes Hil­fe, um Got­tes Gegen­wart zu spü­ren oder auch weil: „Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“, aus dem Lukas­evan­ge­li­um. Pater Lud­wig ist sich sicher, dass das Wall­fahr­ten die Men­schen ver­än­dert. Das Jah­res­mot­to der Wall­fahrt zum Gna­den­ort lau­tet des­halb: „Wer glaubt, sieht anders.“

„Schau doch, wie dein Leben sich verändert“

Die Hei­lung des Blind­ge­bo­re­nen am Sab­bat aus dem Johan­nes­evan­ge­li­um wähl­te er daher auch als Grund­la­ge für sei­ne Pre­digt. Die­se Geschich­te gebe auch uns Mut, wenn wir nicht sehen, wohin unser Weg uns führt oder wir Gott nicht ver­ste­hen. Dann seh­nen wir uns danach, dass einer uns die Augen öff­net, auch in Dun­kel­heit und im fin­ste­ren Tal bei uns ist. „Dann wün­schen wir uns eine Seh­hil­fe, dann wün­schen wir uns Augen des Glau­bens“, so Pater Lud­wig. „Das dür­fen wir uns hier in Göß­wein­stein gesagt sein las­sen, dass Gott uns nicht im Dun­keln und im Unge­wis­sen lässt. Er nimmt uns bei der Hand und öff­net uns die Augen des Glau­bens, damit wir sehen.“ Pater Lud­wig bat dar­um, dass wir uns dazu auf­for­dern las­sen, zu sehen wie Gott in unser Leben hin­ein­wirkt, wie er treu zu uns steht und uns liebt. „Schau doch, wie dein Leben sich ver­än­dert, wenn du dir die Augen öff­nen lässt!“ Appel­lier­te der Wallfahrtsseelsorger.

Aus Köln extra angereist

Die Lesung, die Für­bit­ten und eine Medi­ta­ti­on nach der Kom­mu­ni­on trug der wohl am wei­te­sten ange­rei­ste Wall­fahrts­füh­rer vor. Robert Göl­ler wohnt in Köln und fuhr von dort erst am Mor­gen los. Nach wie vor lei­tet er die Wall­fahrt sei­ner Hei­mat­pfar­rei St. Vitus Hirschaid. In der von ihm vor­ge­tra­ge­nen Medi­ta­tio­nen sprach er Wün­sche aus. Dazu zähl­te der Wunsch um Augen, die Men­schen ins Herz schau­en kön­nen, um zu sehen, was sie brau­chen. Oder um einen Mund, der Unrecht beim Namen nennt, wie auch ein Wort des Tro­stes und der Lie­be zur rech­ten Zeit hat. Nicht zuletzt auch um ein Herz, in dem vie­le Men­schen zuhau­se sind und das nicht müde wird, Lie­be zu üben und Schuld zu verzeihen.

Georg Schäff­ner an der Orgel

Musi­ka­lisch wur­de der Got­tes­dienst von Georg Schäff­ner an der Orgel gestal­tet. Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­de Kath­rin Heckel und Kir­chen­pfle­ger Georg Lang fei­er­ten den Got­tes­dienst eben­falls mit, um das Enga­ge­ment der Wall­fahrts­lei­te­rin­nen und ‑lei­ter zu wür­di­gen. Pater Lud­wig stand nach dem Got­tes­dienst gemein­sam mit Pfarr­se­kre­tä­rin Mari­on Kör­ber für orga­ni­sa­to­ri­sche Fra­gen zur Ver­fü­gung. Aus den Gesprä­chen war die Freu­de her­aus­zu­hö­ren, dass in die­sem Jahr das Wall­fahr­ten wie­der weit­ge­hend unter den gewohn­ten Bedin­gun­gen mög­lich sein wird. „Eine schö­ne Wall­fahrts­sai­son und Grü­ße an die Hei­mat­pfar­rei­en“, gab Pater Lud­wig nach dem Segen der fei­ern­den Got­tes­dienst­ge­mein­de mit auf den Weg.

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