Hof: Streit zwi­schen zwei Klein­grup­pen eska­liert und endet mit Mes­ser­sti­chen im Rücken

symbolbild festnahme

Drei Tat­ver­däch­ti­ge in Untersuchungshaft

HOF. Nach­dem am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de zwei Per­so­nen­grup­pen anein­an­der gerie­ten und in des­sen Ver­lauf ein 18-jäh­ri­ger Mann aus Hof schwer mit einem Mes­ser ver­letzt wur­de, führ­ten die umfang­rei­chen Ermitt­lun­gen der Kri­mi­nal­po­li­zei Hof nun zu drei Tat­ver­däch­ti­gen. Die Her­an­wach­sen­den sit­zen auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Hof in Untersuchungshaft.

In der Nacht von Frei­tag, 29. April, auf Sams­tag, 30. April, sol­len zwei 18 und 25 Jah­re alte Män­ner aus Hof im Bereich der dor­ti­gen Luft­brücke auf eine drei­köp­fi­ge Per­so­nen­grup­pe getrof­fen sein. Zusam­men lie­fen sie um kurz nach 1 Uhr nachts in Rich­tung Bahn­hofs­vor­platz. Weni­ge Zeit spä­ter ent­brann­te unter den jun­gen Män­nern eine zunächst ver­ba­le Strei­tig­keit, die schnell in eine hand­greif­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mün­de­te. In des­sen Ver­lauf sol­len drei Män­ner, zwei afgha­ni­sche Her­an­wach­sen­de und ein 18-Jäh­ri­ger mit alba­ni­scher Her­kunft, auf die Hofer ein­ge­schla­gen und die­se zu Boden gesto­ßen haben. Der 18-Jäh­ri­ge steht im Ver­dacht, anschlie­ßend zu einem mit­ge­führ­ten Mes­ser gegrif­fen und mehr­mals auf den am Boden lie­gen­den gleich­alt­ri­gen Hofer ein­ge­sto­chen zu haben.

Der Geschä­dig­te erlitt durch die Sti­che lebens­be­droh­li­che Ver­let­zun­gen im Rücken, da ins­be­son­de­re die Lun­ge ver­wun­det wor­den war. Erst­ver­stän­dig­ten Kräf­ten der Bun­des­po­li­zei gelang es, die Blu­tun­gen unter Kon­trol­le zu brin­gen, bis der Ret­tungs­dienst den Geschä­dig­ten vor Ort sta­bi­li­sie­ren und in ein Kran­ken­haus brin­gen konn­te. Er wur­de noch in der Nacht ope­riert und befin­det sich aktu­ell auf dem Weg der Besserung.

Wäh­rend­des­sen fahn­de­te eine Viel­zahl an Poli­zei­kräf­ten nach den geflüch­te­ten Män­nern, deren Iden­ti­tät zunächst nicht bekannt war. Über eine Stun­de krei­ste zudem ein Poli­zei­hub­schrau­ber über dem Bahn­hofs­vier­tel und unter­stütz­te die Ein­satz­kräf­te am Boden – in der Nacht jedoch ohne Erfolg. Erst durch die kri­mi­nal­po­li­zei­li­chen Ermitt­lun­gen und Erkennt­nis­se aus den zahl­rei­chen Ver­neh­mun­gen, kamen die Kri­mi­nal­be­am­ten im Wochen­ver­lauf auf die Spur der drei Tatverdächtigen.

Zusam­men mit Spe­zi­al­ein­satz­kräf­ten aus Mit­tel­fran­ken und dem Baye­ri­schen Lan­des­kri­mi­nal­amt konn­te der Auf­ent­halts­ort der drei jun­gen Män­ner loka­li­siert wer­den. In der Nähe des Bahn­hofs in Markt­red­witz schlu­gen die Ein­satz­kräf­te am Don­ners­tag schließ­lich zu und nah­men alle drei Ver­däch­ti­gen fest.

Am heu­ti­gen Frei­tag­vor­mit­tag erging gegen sie, auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Hof, Unter­su­chungs­haft­be­fehl wegen des Ver­dachts des gemein­schaft­lich began­ge­nen ver­such­ten Tot­schlags. Sie befin­den sich nun in unter­schied­li­chen Haftanstalten.

Indes gehen die Ermitt­lun­gen der Kri­mi­nal­po­li­zei Hof wei­ter. Ins­be­son­de­re die Fra­ge nach dem Motiv hin­ter dem Angriff und war­um die­ser der­art aus dem Ruder gelau­fen ist, beschäf­tigt die Kri­mi­nal­be­am­ten sowie Staats­an­walt­schaft Hof.

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