Zukunfts­pro­jekt „Der neue Frankenwald“

Mehr Personal für den Frankenwald: Forstministerin Michaela Kaniber und MdL Martin Schöffel zusammen mit den sieben neu eingestellten Försterinnen und Förstern. © Judith Schmidhuber/StMELF
Mehr Personal für den Frankenwald: Forstministerin Michaela Kaniber und MdL Martin Schöffel zusammen mit den sieben neu eingestellten Försterinnen und Förstern. © Judith Schmidhuber/StMELF

Forst­mi­ni­ste­rin Michae­la Kani­ber star­tet Wiederbewaldung

Im Fran­ken­wald sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gro­ße Wald­flä­chen dem Bor­ken­kä­fer zum Opfer gefal­len, die prä­gen­den Fich­ten­wäl­der der Regi­on vie­ler­orts ver­schwun­den. Mit einem gan­zen Bün­del an Maß­nah­men will Forst­mi­ni­ste­rin Michae­la Kani­ber nun die Wie­der­be­wal­dung der Kahl­flä­chen vor­an­trei­ben. Dazu hat sie am Don­ners­tag bei Pres­sig im Land­kreis Kro­nach das Zukunfts­pro­jekt „Der neue Fran­ken­wald“ gestar­tet. „Der neue Fran­ken­wald wird ein völ­lig ande­res Gesicht haben als der alte – ein weit­aus bun­te­res und viel­fäl­ti­ge­res; eines, das von sta­bi­len und kli­ma­fe­sten Misch­wäl­dern geprägt ist“, sag­te die Mini­ste­rin. Damit wer­de der Fran­ken­wald künf­tig ein ech­ter Kli­ma­wald sein – ein Wald, der auf Dau­er dem Kli­ma­wan­del stand­hält und der damit auch künf­tig CO2 bin­den und das Kli­ma schüt­zen kann. Michae­la Kani­ber: „Der Auf­bau zukunfts­fä­hi­ger Wäl­der ist für die Wald­be­sit­ze­rin­nen und Wald­be­sit­zer eine rie­si­ge Her­aus­for­de­rung. Die Staats­re­gie­rung wird sie dabei nach Kräf­ten unterstützen.“

Förster Rico Schädler stellt eine der insgesamt 14 Varianten des Wiederbewaldungsparcours vor. © Judith Schmidhuber/StMELF

För­ster Rico Schäd­ler stellt eine der ins­ge­samt 14 Vari­an­ten des Wie­der­be­wal­dungs­par­cours vor. © Judith Schmidhuber/​StMELF

Das Zukunfts­pro­jekt steht laut Kani­ber auf meh­re­ren Säu­len: auf einem für den Fran­ken­wald maß­ge­schnei­der­ten neu­en Bewal­dungs­kon­zept, auf einer noch­mals ver­bes­ser­ten finan­zi­el­len Unter­stüt­zung und auf der Bereit­stel­lung von zusätz­li­chem forst­li­chen Fach­per­so­nal. Unter ande­rem wer­den die bei­den haupt­be­trof­fe­nen Ämter für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und For­sten Coburg-Kulm­bach und Bay­reuth-Münch­berg durch sie­ben jun­ge, tat­kräf­ti­ge Revier­för­ster und ein­ein­halb Stel­len für die För­der­ab­wick­lung im Büro unter­stützt. Gleich­zei­tig wer­den die För­der­mög­lich­kei­ten für die Wie­der­be­wal­dung erwei­tert und ver­bes­sert. Für die Instand­set­zung geschä­dig­ter Forst­we­ge beträgt der För­der­höchst­satz im Pro­jekt­ge­biet grund­sätz­lich 90 Pro­zent der för­der­fä­hi­gen Kosten. Auch wer­den den Wald­be­sit­zern ein­fa­che und pra­xis­ge­rech­te Lösun­gen für die rasche Auf­for­stung der Kahl­flä­chen an die Hand gege­ben. Dafür hat die Baye­ri­sche Lan­des­an­stalt für Wald und Forst­wirt­schaft gemein­sam mit einer Exper­ten­grup­pe ver­schie­de­ne Vari­an­ten ent­wickelt, die in zwei neu ange­leg­ten Wie­der­be­wal­dungs­par­cours anschau­lich vor­ge­stellt werden.

Zu einem Zukunfts­kon­zept gehört aber auch, dass man Neu­es wagt und aus­pro­biert. Des­we­gen kün­dig­te Kani­ber zwei inno­va­ti­ve For­schungs­pro­jek­te an: Zum einen wird die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Mün­chen gemein­sam mit einem jun­gen Start-up erpro­ben, ob die Saat von Pio­nier­pflan­zen und Wald­bäu­men mit Droh­nen eine prak­ti­ka­ble Lösung für die Steil­la­gen des Fran­ken­walds wäre. Zum ande­ren wird die Hoch­schu­le Wei­hen­ste­phan-Trie­s­dorf auf den Frei­flä­chen geeig­ne­te und spar­sa­me Bewäs­se­rungs­tech­ni­ken für Forst­kul­tu­ren testen. Denn gera­de auf den flach­grün­di­gen Böden des Fran­ken­walds sind Trocken­heit und Hit­ze eine gro­ße Bedro­hung für die jun­gen Bäumchen.

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