Burg­kunst­adter Tho­mas Mül­ler wie­der in den ÖDP-Bun­des­haupt­aus­schuss gewählt

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de fand in Lands­hut der mit über 250 Dele­gier­ten best­be­such­te Lan­des­par­tei­tag in der Geschich­te der Öko­lo­gisch-Demo­kra­ti­schen Par­tei (ÖDP) in Bay­ern statt. Dabei wur­de erst­mals eine Dop­pel­spit­ze gewählt, näm­lich Agnes Becker (Pas­sau) und Tobi­as Ruff (Mün­chen).

Oberfranken gratulieren den neuen Vorständen : Th. Büchner, Simone Wohnig (Bad Rodach, KV Vorsitzende Coburg-Kronach), Agnes Becker, Tobias Ruff, Th. Müller, Erich Wohnig (B.R., oberfränkischer Bezirksvorsitzender). © ÖDP

Ober­fran­ken gra­tu­lie­ren den neu­en Vor­stän­den : Th. Büch­ner, Simo­ne Wohnig (Bad Rodach, KV Vor­sit­zen­de Coburg-Kro­nach), Agnes Becker, Tobi­as Ruff, Th. Mül­ler, Erich Wohnig (B.R., ober­frän­ki­scher Bezirks­vor­sit­zen­der). © ÖDP

Die Tier­ärz­tin Agnes Becker war im Jahr 2019 Initia­to­rin des Volks­be­geh­ren „Ret­tet die Bie­nen“ und ist Kreis­rä­tin in Pas­sau. Tobi­as Ruff hat als Gewäs­ser­öko­lo­ge fach­lich maß­geb­lich an dem Gesetz­ent­wurf für das Volks­be­geh­ren mit­ge­ar­bei­tet und ist Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der ÖDP im Stadt­rat von Mün­chen. Aus Ober­fran­ken wur­de Tho­mas Büch­ner ( Neu­stadt b. Coburg ) als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der wie­der­ge­wählt. Ins­ge­samt wer­den fünf Frau­en und vier Män­ner in den kom­men­den zwei Jah­ren die Geschicke der ÖDP Bay­ern len­ken. So eine Quo­te gibt’s bei der ÖDP Bay­ern ganz ohne Quotenregelung!

Die ÖDP ver­zeich­net im Frei­staat Bay­ern einen kon­ti­nu­ier­li­chen Zuwachs auf inzwi­schen fast 5000 Mit­glie­der und will nun den Ein­zug in den Land­tag schaf­fen. „Wir sind die poli­tisch erfolg­reich­ste Oppo­si­ti­ons­par­tei in Bay­ern. Wir sind die ein­zi­ge Oppo­si­ti­ons­par­tei, die gegen den Wil­len der CSU Geset­ze durch­bringt. So wie es zwei Par­tei­en gibt, die so tun als ob sie um das „Sozi­al“ in ihrem Par­tei­na­men kon­kur­rie­ren, so muss es unbe­dingt zwei Öko-Par­tei­en geben, die sich tat­säch­lich in einem posi­ti­ven Wett­be­werb um die besten öko­lo­gi­schen Wei­chen­stel­lun­gen befin­den. Wir wer­den dar­auf ach­ten, dass auf dem Weg zur sozi­al­öko­lo­gi­schen Trans­for­ma­ti­on nichts weich­ge­spült wird“, erklär­ten Becker und Ruff. Der bis­he­ri­ge baye­ri­sche ÖDP-Vor­sit­zen­de Klaus Mra­sek, der nach elf­jäh­ri­ger Amts­zeit nicht mehr zur Wahl antrat, skiz­zier­te in sei­ner Abschieds­re­de die Gefahr, dass sich selbst in der gegen­wär­ti­gen schwe­ren Ener­gie­kri­se nichts ändert. Mra­sek erin­ner­te dar­an, dass vor genau 50 Jah­ren Dr. Den­nis Mea­dows in sei­nem Wis­sen­schafts­klas­si­ker „Die Gren­zen des Wachs­tums“ auf­ge­zeigt habe, „dass es auf einem begrenz­ten Pla­ne­ten kein unbe­grenz­tes Wachs­tum geben kann. In die­sen letz­ten fünf­zig Jah­ren habe sich aber der Kon­sum ver­viel­facht. Die öko­lo­gi­schen Bedin­gun­gen der Welt hät­ten sich dra­stisch ver­schlech­tert. „Die ÖDP ist die ein­zi­ge Par­tei, die sich dazu bekennt, dass wir unse­re Ansprü­che an den Pla­ne­ten begren­zen müs­sen. Alle ande­ren Par­tei­en wol­len den Wäh­le­rin­nen und Wäh­lern die­se Här­te der Wahr­heit erspa­ren. Dem muss sich jemand ent­ge­gen­stel­len. Und das ist der Job der ÖDP“, sag­te Mra­sek unter dem Bei­fall der Delegierten.

Nach dem Vor­stand wähl­ten die baye­ri­schen Par­tei­tags­de­le­gier­ten noch 20 Dele­gier­te für den ÖDP-Bun­des­haupt­aus­schuss. Wie­der­ge­wählt wur­de auch Tho­mas Mül­ler aus Burg­kunst­adt, der 1. Vor­sit­zen­der des Kreis­ver­ban­des Kulm­bach-Lich­ten­fels und stell­ver­tre­ten­der Bezirks­vor­sit­zen­der ist.

In einer Reso­lu­ti­on for­der­ten die Dele­gier­ten die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung auf, die geplan­te Still­legung des Atom­kraft­wer­kes Isar 2 zum Jah­res­en­de nicht län­ger in Fra­ge zu stel­len und die Sicher­heit der bestehen­den Zwi­schen­la­ger vor dem Hin­ter­grund einer ver­än­der­ten sicher­heits­po­li­ti­schen Lage zu ver­bes­sern. „11 Mil­li­ar­den kWh pro­du­ziert Isar 2 pro Jahr. Wenn jede und jeder Deut­sche 132 kWh im Jahr ein­spart, ist die Abschal­tung aus­ge­gli­chen. Das ist erreich­bar und es wäre auch ohne Putins Kriegs­ver­bre­chen sinn­voll“, so Ruff. Außer­dem star­tet die ÖDP eine Peti­ti­on „Stimm­kreis­re­form statt XXL-Landtag“.

Auf der Home­page der ÖDP Bay­ern ist ein Yuo­tu­be ‑Video vom Par­tei­tag und ein Film zum The­ma : 50 Jah­re Gren­zen des Wachs­tums zu sehen.

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