Wun­sie­del: Stei­gen­de Müll­men­gen und höhe­re Kosten in allen Berei­chen – Ab Juli wirds teurer

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Stei­gen­de Müll­men­gen und höhe­re Kosten in allen Berei­chen: KUFi kann die gel­ten­den Müll­ge­büh­ren im Land­kreis nicht län­ger kon­stant halten

„Auch Gebüh­ren unter­lie­gen einer regel­mä­ßi­gen Neu­kal­ku­la­ti­on und damit ver­bun­den auch einer Anpas­sung. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr haben wir im Ver­wal­tungs­rat des KUFI eine Gebüh­ren­er­hö­hung ange­kün­digt. Durch die Pan­de­mie und die Lage durch den Krieg in der Ukrai­ne haben sich die Rah­men­be­din­gun­gen noch ein­mal erheb­lich ver­schlech­tert, so dass eine merk­li­che Gebüh­ren­er­hö­hung unaus­weich­lich ist.“ Mit die­sen Wor­ten schil­der­te der Vor­stand des Kom­mu­nal­un­ter­neh­mens Umwelt­schutz Fich­tel­ge­bir­ge (KUFi), Kurt Ernst­ber­ger, dem Kreis­tag die aktu­el­le Situa­ti­on, die sich seit eini­gen Jah­ren bereits abge­zeich­net hatte.

Die Müll­men­gen stei­gen in allen Berei­chen, ins­be­son­de­re im Bereich Bio­müll, Sperr­müll und auch bei den Gar­ten­ab­fäl­len fal­len immer grö­ße­re Men­gen an, die durch das KUFi ent­sorgt wer­den müs­sen und die somit auch höhe­re Kosten ver­ur­sa­chen. Zudem sind die Prei­se in allen Berei­chen gestie­gen – davon ist, wie jeder Pri­vat­haus­halt und jedes Unter­neh­men, auch die Abfall­wirt­schaft betroffen.

„Die Infla­ti­ons­ra­te liegt im März 2022 bei 7,3 % und hat sich gegen­über dem Zeit­raum April/​Mai des Vor­jah­res ver­drei­facht“, erklärt Ernst­ber­ger wei­ter. Und die­se Preis­stei­ge­rung kom­me inzwi­schen aus allen Rich­tun­gen auch auf das KUFi zu. Repa­ra­tu­ren und Ein­käu­fe von Ersatz­tei­len für die elf Abfall­sam­mel­fahr­zeu­ge, sowie für wei­te­re Klein­la­ster und Bau­stel­len­fahr­zeu­ge sei­en gestie­gen, der Die­sel­preis habe sich seit Anfang 2021 um 90 % erhöht und damit fast ver­dop­pelt. Allein der hohe Die­sel­preis füh­re zu monat­li­chen Mehr­ko­sten von rund 13.000 EUR und auch die Trans­por­teu­re von Wert­stof­fen gäben ihrer­seits Preis­stei­ge­run­gen an Kun­den wie das KUFi wei­ter. Dar­über hin­aus hät­ten sich bei­spiels­wei­se seit 2017 auch die Tarif­löh­ne um mehr als 11 % erhöht.

Land­rat Peter Berek sagt dazu: „Die Abfall­wirt­schaft muss sich als kosten­rech­nen­de Ein­rich­tung aus den Gebüh­ren finan­zie­ren, ent­spre­chend haben wir zu kal­ku­lie­ren. Eine Gebüh­ren­er­hö­hung ist nie schön und sie fällt uns gera­de zum jet­zi­gen Zeit­punkt auch nicht leicht. Aller­dings hat unser KUFi immer gut gewirt­schaf­tet, sodass trotz der äußerst ange­spann­ten Rah­men­be­din­gun­gen eine noch höhe­re Gebühr ver­meid­bar ist.“

Der Kreis­tag hat der Erhö­hung zuge­stimmt. Sie liegt bei 28 Pro­zent und soll zum 01.07.2022 in Kraft treten.

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