Bay­reu­ther Kunst- und Kul­tur­haus: Eröff­nung der Aus­stel­lung „Wun­der­welt“

Bayreuther Kunst- und Kulturhaus NEUNEINHALB mit „WUNDERWELT“ die neue Ausstellung der Berliner Künstlerin und Illustratorin Juliane Pieper. Foto: Privat

Aus­flug in die Wunderwelt

In sei­ner neu­en Aus­stel­lung prä­sen­tiert das Bay­reu­ther Kunst- und Kul­tur­haus NEUN­EIN­HALB vom 30. April bis zum 26. Mai 2022 unter dem Titel „WUN­DER­WELT“ Wer­ke der Ber­li­ner Künst­le­rin und Illu­stra­to­rin Julia­ne Pie­per. Die Eröff­nung erfolgt am Sams­tag, dem 30. April 2022, ab 20 Uhr im Rah­men einer Ver­nis­sa­ge, an der auch die Künst­le­rin teilnimmt.

Die viel­fach aus­ge­zeich­ne­te Ber­li­ner Gra­fik­de­si­gne­rin Julia­ne Pie­per beschäf­tigt sich in ihren Wer­ken mit Frau­en- und Män­ner­bil­dern in der Gesell­schaft, ihren vor­ge­leb­ten Kli­schees und ihren Ambi­va­len­zen. Dabei lässt sie ihre far­ben­fro­hen Arbei­ten und fil­mi­schen Ani­ma­tio­nen auf den ersten Blick naiv erschei­nen. Dahin­ter ver­birgt sich jedoch ein viel­fäl­ti­ges Spiel an Bedeu­tun­gen, in dem sie die Spann­brei­te zwi­schen Kitsch und Kunst, Schräg­heit und Schön­heit aus­lo­tet. Pie­per bezieht sich auf Nip­pes eben­so wie auf Madon­nen­ver­eh­rung und stellt mit ihren bun­ten, schrä­gen und aus­la­den­den Frau­en­fi­gu­ren Schön­heits­idea­le und Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten spie­le­risch in Fra­ge. Digi­tal und ana­log ver­schmel­zen dabei eben­so wie Col­la­ge und Male­rei. In ihren Arbei­ten, in denen sie ger­ne auch Deko­ma­te­ri­al, Kon­fet­ti und Glit­ter ver­wen­det, ent­führt sie die Betrachter:innen in eine far­ben­fro­he, sub­ver­si­ve Wun­der­welt, in der sie Gewiss­hei­ten hin­ter­fragt und die Wirk­lich­keit neu vermisst.

Julia­ne Pie­per stu­dier­te Illu­stra­ti­on und Visu­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­on an der Kunst­hoch­schu­le Ber­lin-Wei­ßen­see, ehe sie ihr Weg nach New York führ­te, wo sie als Ful­bright-Sti­pen­dia­tin am Fashion Insti­tu­te of Tech­no­lo­gy drei Jah­re lang leb­te und arbei­te­te. Mitt­ler­wei­le ist Julia­ne Pie­per mit ihrer Fami­lie wie­der in Ber­lin behei­ma­tet, wo sie als Illu­stra­to­rin für deut­sche und inter­na­tio­na­le Zeit­schrif­ten, Zei­tun­gen und Ver­la­ge tätig ist – von Reclam über Ran­dom Hou­se bis zur New York Times. Neben ihrem gra­fi­schen Werk pro­du­ziert die viel­sei­ti­ge Künst­le­rin auch ani­mier­te Kurz­fil­me, die bereits mehr­fach an die Man­hat­tan Bridge in New York pro­ji­ziert wur­den. 2021 wur­de sie mit dem AOI World Illu­stra­ti­on Award aus­ge­zeich­net, einem der wich­tig­sten Prei­se der Bran­che. Im Rah­men der Aus­stel­lung sind neben zahl­rei­chen Bil­dern der Künst­le­rin auch aus­ge­wähl­te Kurz­fil­me sowie zwei lebens­gro­ße Pup­pen zu sehen, die der Ber­li­ner Näher Vol­ker Bach­mann nach den Ent­wür­fen Pie­pers gestal­tet hat.

Die Aus­stel­lung wird am 30. April 2022 um 20 Uhr mit einer Ver­nis­sa­ge in Anwe­sen­heit der Künst­le­rin eröff­net. Im Anschluss ist die Aus­stel­lung jeden Sonn­tag von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Der Ein­tritt ist frei.

Wei­te­re Infos: http://​www​.neun​ein​halb​.org

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