Stadt­kir­che St. Jobst in Rehau: Öku­me­ni­sche Eröff­nung der „Woche für das Leben“

Leben mit Demenz

Regio­nal­bi­schö­fin Dr. Doro­thea Grei­ner aus Bay­reuth und Erz­bi­schof Dr. Lud­wig Schick aus Bam­berg eröff­nen am 29. April 2022 um 14.30 Uhr mit einem öku­me­ni­schen Got­tes­dienst in der Stadt­kir­che St. Jobst in Rehau gemein­sam die „Woche für das Leben“ in Ober­fran­ken. In die­sem Jahr steht die bun­des­wei­te Akti­on unter dem Mot­to „Mit­ten­drin. Leben mit Demenz“. Der Got­tes­dienst ist des­halb bewusst demenz­freund­lich gestal­tet: mit kur­zen Wor­ten, star­ken Sym­bo­len, ver­trau­ter Musik und begrenz­ter Dau­er. So kön­nen auch von Demenz betrof­fe­ne Men­schen mit ihren Ange­hö­ri­gen mit­fei­ern und sind herz­lich eingeladen.

Im Anschluss fin­det in einem eige­nen zwei­ten Teil um 16.00 Uhr in der Kir­che ein mode­rier­tes Podi­ums­ge­spräch statt. Die Krank­heit Demenz und der Umgang mit ihr wird aus ärzt­li­cher, dia­ko­ni­scher, ehren­amt­li­cher und per­sön­li­cher Per­spek­ti­ve beleuch­tet. Die neu­ge­grün­de­te Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken infor­miert außer­dem über ihr Beratungsangebot.

Regio­nal­bi­schö­fin Doro­thea Grei­ner ermu­tigt, demenz­sen­si­ble Got­tes­dien­ste anzu­bie­ten. Sie sagt: „Men­schen mit Demenz gehö­ren zu unse­ren Gemein­den und wir ver­ste­hen sie als lie­bens­wer­te Glie­der unse­rer Gemein­den.“ Die Kir­chen­ge­mein­den im Kir­chen­kreis Bay­reuth erhal­ten dafür kon­kre­te Unter­stüt­zung durch eine von der Regio­nal­bi­schö­fin neu her­aus­ge­ge­be­ne Arbeits­hil­fe. Das 30seitige Heft wur­de in Koope­ra­ti­on mit Fach­leu­ten eigens erar­bei­tet; es gibt Hin­wei­se und Text­bei­spie­le für die Got­tes­dienst­ge­stal­tung. Sie wird bei der Eröff­nung der Woche für das Leben vor­ge­stellt und ist dort erhältlich.

Zum Hin­ter­grund:

In der Woche für das Leben enga­gie­ren sich evan­ge­li­sche und katho­li­sche Chri­sten seit 1991 gemein­sam für den Schutz des mensch­li­chen Lebens und machen die unan­tast­ba­re Wür­de jedes ein­zel­nen Men­schen bewusst. Wer erlebt, dass ein nahe­ste­hen­der Mensch an Demenz erkrankt, sieht sich kon­fron­tiert mit einer Viel­zahl von wach­sen­den Her­aus­for­de­run­gen. Nicht sel­ten kommt es rasch zu Über­for­de­rung inner­halb der betrof­fe­nen Fami­lie. Umso wich­ti­ger sind die zahl­rei­chen Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te, die es inzwi­schen gibt. Die Woche für das Leben 2022 will das The­ma Demenz ins Gespräch brin­gen und auf Bera­tungs- und Hilfs­mög­lich­kei­ten für Betrof­fe­ne und ihre Ange­hö­ri­gen im fami­liä­ren All­tag auf­merk­sam machen.

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