Ein­satz­be­richt: Befrei­ung ein­ge­klemm­te Per­son in Bai­ers­dorf am 15.04.2022

Eine per­fekt funk­tio­nie­ren­de Ret­tungs­ket­te sorg­te am Abend des Kar­frei­tags dafür, dass eine zwi­schen einer Haus­wand und ihrem PKW ein­ge­klemm­te Frau rasch aus einer bedroh­li­chen Zwangs­la­ge befreit wer­den konn­te. Gegen 19:40 Uhr hat­ten auf­merk­sa­me Nach­barn Hil­fe­ru­fe aus dem Innen­hof des gegen­über­lie­gen­den Anwe­sens wahr­ge­nom­men, konn­ten auf­grund des Schie­be­to­res, das den gesam­ten Tor­bo­gen ver­schloss, jedoch zunächst nichts erken­nen. Auf Nach­fra­ge erfuh­ren sie von der Betrof­fe­nen, dass sie in ihrem Auto ein­ge­schlos­sen sei. Die Erst­hel­fer set­zen sofort einen ent­spre­chen­den Not­ruf ab, die Inte­grier­te Leit­stel­le Nürn­berg alar­mier­te die Feu­er­wehr und die First Respon­der Bai­ers­dorf, Not­arzt, Ret­tungs­dienst und Poli­zei. Wäh­rend sich die Ret­tungs­kräf­te auf der Anfahrt befan­den, teil­te die Frau den Erst­hel­fern mit, dass im 1.Obergeschoss ein Fen­ster offen sei. Dar­auf­hin hol­ten die­se eine Lei­ter, ein jun­ger Mann klet­ter­te durch das Fen­ster in die Woh­nung, lief durch das Haus in den Innen­hof, konn­te zeit­gleich mit dem Ein­tref­fen der Feu­er­wehr das schwe­re Holz­tor von innen öff­nen und den Ret­tungs­kräf­ten den schnel­len Zugang ermöglichen.

Die­se fan­den die Frau dann im PKW gut ansprech­bar, jedoch mit einem Bein in einem schma­len Tür­spalt ein­ge­klemmt vor. Wäh­rend durch den First Respon­der-Dienst ein erster Check der Fah­re­rin erfolg­te, wur­de durch die Feu­er­wehr die tech­ni­sche Ret­tung vor­be­rei­tet. Dazu wur­de das Fahr­zeug zunächst gegen unbe­ab­sich­tig­te Bewe­gun­gen gesi­chert, dann am Heck mit einem Luft­he­be­kis­sen samt Hin­ter­ach­se mini­mal ange­ho­ben, um Metall­schau­feln unter den Rädern posi­tio­nie­ren zu kön­nen. Die­se sorg­ten dafür, dass das Fahr­zeug dann nach der ret­tungs­dienst­li­chen Erst­ver­sor­gung der Frau erschüt­te­rungs­frei mit einem hydrau­li­schen Ret­tungs­sprei­zer und einem Ret­tungs­zy­lin­der seit­lich von der Mau­er weg­ge­drückt wer­den konn­te. Anschlie­ßend wur­de die Frau mit­tels eines Ret­tungs­bret­tes scho­nend aus ihrem Auto zum Ret­tungs­wa­gen gebracht, mit dem sie zur wei­te­ren Behand­lung in eine Kli­nik trans­por­tiert wurde.

Nach rund einer hal­ben Stun­de konn­te die Ret­tungs­kräf­te die Ein­satz­stel­le wie­der zu las­sen, nicht ohne sich bei den Erst­hel­fern für ihr vor­bild­li­ches Han­deln bedankt zu haben. War­um sich das Fahr­zeug plötz­lich bewegt und die Frau ein­ge­klemmt hat­te, ist noch unklar. Die Poli­zei Erlan­gen-Land nahm hier­zu die Ermitt­lun­gen auf.

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