Bam­ber­ger Frak­ti­on BaLi-Die PAR­TEI: „Bes­se­re ÖPNV-Anbin­dung des Klinikums?“

Die Frak­ti­on BaLi-Die PAR­TEI begrüßt die für Sep­tem­ber 2022 vor­ge­se­he­ne Ein­rich­tung von Anruf­li­ni­en-Taxis, damit Beschäf­tig­te auch zu frü­hen Wochen­end-Zei­ten mit dem Öffent­li­chen Per­so­nenn­ah­ner­kehr (ÖPNV) das Bam­ber­ger Kili­ni­kum errei­chen kön­nen. Die Frak­ti­on hat­te dies beantragt.

Dar­über­hin­aus sei die Reak­ti­on der Stadt­wer­ke auf die­sen Antrag mehr als ent­täu­schend. Die Frak­ti­on hat­te eini­ge wei­te­re Maß­nah­men bean­tragt, mit denen das ÖPNV-Ange­bots zum und vom Kli­ni­kum attrak­ti­ver gemacht wer­den soll­te. So soll­ten die Stadt­bus­se beson­ders zu den Zei­ten des Schicht­wech­sels häu­fi­ger ver­keh­ren. Es soll­ten Direkt- oder „Express“-Verbindungen ein­ge­rich­tet wer­den, die das Kli­ni­kum von ver­schie­de­nen Stadt­tei­len aus ohne Umstie­ge und ohne Zeit­ver­lust anfah­ren las­sen. Das Kli­ni­kum soll­te die Nut­zung des ÖPNV anstel­le von ein­zel­nen Pri­vat-PKWs mit den sog. Job­tickets finan­zi­ell noch höher för­dern als bis­her. Die städ­ti­schen Betrie­be wol­len sich die­ser Ideen nicht anneh­men: Auf­wand und Nut­zen stün­den, so die Stadt­wer­ke, in kei­nem ver­tret­ba­ren Verhältnis.

Der Antrag woll­te fer­ner anre­gen, Kli­ni­kums­be­schäf­tig­te und dor­ti­ge Anwohner*innen nach ihren Bedar­fen zu fra­gen und sie als poten­ti­el­le neue ÖPNV-Nutzer*innen bei der Kon­zep­ti­on einer bes­se­ren Aus­ge­stal­tung der ÖPNV-Ver­bin­dung zu betei­li­gen. Es sei bis­her nicht erkenn­bar, dass die Stadt­ver­wal­tung die­ser Idee am Bei­spiel der Kli­ni­kums­an­bin­dung nahe­tre­ten will.

Mit den bean­trag­ten Maß­nah­men soll­te eine stär­ke­re Nut­zung des Öffent­li­chen Nah­ver­kehrs zum Kli­ni­kum ange­regt wer­den, dies soll­te zu einer bedeut­sa­men Min­de­rung des städ­ti­schen CO2-Aus­sto­ßes, zur Bam­ber­ger Ver­kehrs­wen­de und zur Begren­zung der goba­len Erd­er­wär­mung beitragen.

Hein­rich Schwimm­beck, Spre­cher der BaLi-Die PAR­TEI-Frak­ti­on im Mobi­li­täts­se­nat, for­dert ein stär­ke­res Enga­ge­ment der Poli­tik in die­ser Sache: „Wir wer­den in Kür­ze einen Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan 2030 ver­ab­schie­den und dar­in auch so heh­re Zie­le beschlie­ßen wie einen höhe­ren Ver­kehrs­an­teil des ÖPNV, ein Aus­wei­tung des Ange­bots des ÖPNV, Direkt­li­ni­en usw. – wenn sol­che Erklä­run­gen ernst gemeint sind und einen Wert haben sol­len, dann kön­nen wir kon­kre­te Vor­schlä­ge nicht so stief­müt­ter­lich behan­deln!“ Er erin­nert an den Beschluss der Kli­ma-Son­der­sit­zung vom Okto­ber 2020, nach wel­chem der Stadt­rat in der „Ein­däm­mung der Kli­ma­kri­se … als Auf­ga­be von höch­ster Prio­ri­tät aner­kennt“. „Die aktu­el­le Ver­kehrs­po­li­tik sieht über­haupt nicht danach aus!“ Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­rer Jan Jae­gers bemän­gelt, dass die Stadt­wer­ke mit den Anruf­ta­xis ledig­lich den Teil der Vor­schlä­ge auf­grei­fen, der gegen­über den ande­ren kaum eine Min­de­rung der Ver­kehrs- und CO2-Bela­stung bringt. Stadt­rä­tin Ali­na Acht­zi­ger ergänzt: „Es ist natür­lich sehr wei­se von den Stadt­wer­ken, zu behaup­ten, ein Aus­bau der Ver­bin­dun­gen wür­de sich nicht loh­nen, weil sie nicht aus­rei­chend genutzt wür­den – ist halt auch schwie­rig, Sachen zu nut­zen, die es nicht gibt.“ Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Ste­phan Kett­ner ergänzt: „Der Nut­zen einer Ver­kehrs­maß­nah­me kann nicht nur öko­no­misch gemes­sen wer­den. In die­sem Fall zählt jeder m3 ein­ge­spar­tes CO2 und jeder Liter nicht benö­tig­tes rus­si­sches Öl!“.

Die Frak­ti­on will und wird wei­ter­hin nach Mög­lich­kei­ten suchen, im Rah­men der Ver­kehrs­wen­de auch den Öffent­li­chen Ver­kehr attrak­ti­ver zu machen.

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