Der Natur­park Fran­ken­wald stellt sich vor

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Die Land­schaft im Natur­park Fran­ken­wald wird durch sei­nen Wald­reich­tum, sei­ne tief ein­ge­schnit­te­nen, bunt blü­hen­den Wie­sen­tä­ler mit den plät­schern­den Floß­bä­chen und die schie­fer­ver­klei­de­ten Gebäu­de auf den gero­de­ten Hoch­flä­chen geprägt.

Erst spät wur­de der undurch­dring­li­che Urwald im 12. Jahr­hun­dert besie­delt. Der Wald­reich­tum war das Kapi­tal der Regi­on. Das Flö­ßer­hand­werk, Köh­lerei und Berg­bau, aber auch die klein­tei­li­ge Land- und Forst­wirt­schaft form­ten über vie­le Jahr­hun­der­te hin­weg Land und Leute.

Die bunt blühenden Wiesentäler, wie hier in der Langenau, sind charakteristisch für die Landschaft im Naturpark Frankenwald. © Gerhard Rank

Die bunt blü­hen­den Wie­sen­tä­ler, wie hier in der Lan­ge­nau, sind cha­rak­te­ri­stisch für die Land­schaft im Natur­park Fran­ken­wald. © Ger­hard Rank

Der Natur­park Fran­ken­wald e. V. wur­de 1973 gegrün­det, die Regi­on in den 1980er Jah­ren als Natur­park aus­ge­wie­sen. Eine natur­schutz­fach­li­che Unter­su­chung der arten­rei­chen Wie­sen­tä­ler des Fran­ken­walds führ­te zur Grün­dungs­idee. Vor­aus­set­zung für die Aus­wei­sung war, dass 50% der Natur­park­flä­che als Natur- oder Land­schafts­schutz­ge­biet fest­ge­schrie­ben waren. Mit einem Anteil von 50,34% wird die­se Schwel­le knapp über­schrit­ten. 41 Städ­te, Märk­te und Gemein­den sind Mit­glie­der des Natur­parks, der sich auf einer Flä­che von 1.022 km² über Teil­be­rei­che der drei Land­krei­se Kro­nach, Kulm­bach und Hof erstreckt. Im Süden wird das Natur­park­ge­biet von der Frän­ki­schen Linie, einer mar­kan­ten geo­lo­gi­schen Ver­wer­fung begrenzt. Im Nor­den stößt er an die ehe­ma­li­ge inner­deut­sche Gren­ze, die heu­te als „Grü­nes Band“ bekannt ist.

Auch wenn man sofort an die aus­ge­dehn­ten Wäl­der denkt, sind es auch die klein­tei­li­ge Kul­tur­land­schaft und die viel­fäl­ti­gen Wie­sen, die den beson­de­ren Charme unse­res Natur­parks aus­ma­chen. Den natür­li­chen Stand­ort­be­din­gun­gen geschul­det, fin­det sich hier eine Viel­falt an arten­rei­chen Wie­sen, die bay­ern­weit beson­ders ist. Sie sind Lebens­raum und Nah­rungs­bio­top für vie­le geschütz­te Pflan­zen und Tie­re wie die sel­te­ne Arni­ka oder den scheu­en Schwarz­storch, der zu den Cha­rak­ter­ar­ten des Fran­ken­walds zählt.

„Die­se Zusam­men­hän­ge von Natur und Kul­tur, die sel­te­nen Lebens­räu­me, geschütz­te Tier- und Pflan­zen­ar­ten, die beson­de­re Geo­lo­gie sowie die tra­di­tio­nel­len, die Land­schaft prä­gen­den Gewer­be machen die Ein­zig­ar­tig­keit unse­rer Regi­on aus. Und es muss uns ein beson­de­res Anlie­gen sein, eben die­se zu erhal­ten“, betont Land­rat Klaus Löff­ler, der vor die­sem Hin­ter­grund gera­de auch die Wich­tig­keit der Arbeit der im Natur­park täti­gen Ranger/​innen herausstellt.

In vielfältigen Grüntönen zeigt sich der Frankenwald im Frühjahr am Lamitzblick. © Anja Wunder

In viel­fäl­ti­gen Grün­tö­nen zeigt sich der Fran­ken­wald im Früh­jahr am Lami­tz­blick. © Anja Wunder

Der Natur­park Fran­ken­wald liegt weit­ab gro­ßer Städ­te und war wäh­rend der inner­deut­schen Tei­lung das „Ende der west­li­chen Welt“. Die­se Abge­schie­den­heit ist auch heu­te noch erleb­bar. Weit­blick und Ruhe stel­len sich hier ein. Ver­wan­deln sich die arten­rei­chen Wie­sen im Früh­som­mer in duf­ti­ge Blü­ten­mee­re und zieht ein bunt schil­lern­der Schwarz­storch sei­ne Krei­se, zeigt sich der Fran­ken­wald von sei­ner besten Seite.

Auf abwechs­lungs­rei­chen Wan­der­we­gen und Lehr­pfa­den kann jeder Inter­es­sier­te die Natur­schön­hei­ten und kul­tu­rel­len Beson­der­hei­ten unse­res Natur­parks drau­ßen vor Ort ken­nen­ler­nen und die Ruhe fern­ab gro­ßer Men­schen­mas­sen genie­ßen. Noch span­nen­der las­sen sich Natur und Kul­tur bei einer geführ­ten Tour mit unse­ren Natur­park-Ran­gern erkunden.

Die Land­schaft im Natur­park Fran­ken­wald ist viel­fäl­tig. Mit einer Zei­tungs­rei­he wol­len wir in den näch­sten Wochen zu einer Ent­deckungs­tour durch die­se Viel­falt ein­la­den. Sicher­lich wird man Ecken sei­ner Hei­mat ken­nen­ler­nen kön­nen, die bis­her unbe­kannt geblie­ben sind. Sei­en Sie gespannt!


Natur­park Frankenwald

Die gesetz­li­che Grund­la­ge für die Natur­par­ke in Bay­ern bil­det Arti­kel 15 des Baye­ri­schen Natur­schutz­ge­set­zes. Dem­nach sind Natur­par­ke groß­räu­mi­ge Gebie­te, die eine gro­ße Arten- und Bio­top­viel­falt und eine durch viel­fäl­ti­ge Nut­zun­gen gepräg­te Land­schaft auf­wei­sen. Die über­wie­gen­de Gebiets­flä­che muss als Land­schafts­schutz­ge­bie­te oder Natur­schutz­ge­bie­te fest­ge­setzt sein.

Die wert­vol­le Kul­tur­land­schaft der Natur­par­ke soll durch eine dau­er­haft umwelt­ge­rech­te Land­nut­zung bewahrt und gleich­zei­tig umwelt­ver­träg­lich tou­ri­stisch ver­mark­tet wer­den, eine nach­hal­ti­ge Regio­nal­ent­wick­lung soll geför­dert werden.

In Bay­ern sind 19 Regio­nen als Natur­par­ke aus­ge­wie­sen, in ganz Deutsch­land gibt es 106 Naturparke.

Das Gebiet des Natur­parks Fran­ken­wald erstreckt sich über Teil­be­rei­che der drei Land­krei­se Kro­nach, Kulm­bach und Hof.

Über­sichts­kar­te Fran­ken­wald (PDF, 3.2MB)

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