Bam­ber­ger Kli­ma- und Umwelt­amt sorgt sich um den Eisvogel

In Bamberg sorgt man sich um den Eisvogel / Foto: Andy_Gehring
In Bamberg sorgt man sich um den Eisvogel / Foto: Andy_Gehring

Mit Sor­ge ver­folgt das Kli­ma- und Umwelt­amt der Stadt Bam­berg die zuneh­men­de Bedräng­nis des Eis­vo­gels durch unbe­dach­tes Foto­gra­fie­ren. Durch sozia­le Netz­wer­ke wie Insta­gram und Face­book ver­schärft sich die The­ma­tik noch.

Daher bit­tet die städ­ti­sche Natur­schutz­be­hör­de Vogel­be­gei­ster­te, auf sol­che Fotos zu ver­zich­ten. Teil­wei­se wer­den sogar Ein­gän­ge zu Brut­höh­len far­big gekenn­zeich­net. Oder es wer­den zum Anlocken Klang­at­trap­pen abge­spielt, die die Vögel stark irri­tie­ren, weil sie Revier­kon­kur­renz fürch­ten. Das kann bis hin zum Brut­ab­bruch führen.

Andy Geh­rig, Vogel­ex­per­te und Natur­schutz­wäch­ter im Land­kreis, sowie Dr. Jür­gen Ger­des vom Umwelt­amt for­dern Hob­by­fo­to­gra­fen nach­drück­lich auf, wäh­rend der Paa­rungs- und Brut­zeit Rück­sicht zu neh­men. Dazu gehört auch, sich der Brut­wand von Eis­vö­geln nicht zu nähern. Wege, die in der Nähe vor­bei­füh­ren und regel­mä­ßig began­gen wer­den, sind nor­ma­ler­wei­se kei­ne Stö­rung. Die Tie­re gewöh­nen sich dar­an. Sobald aber eine auf sie ziel­ge­rich­te­te Akti­vi­tät statt­fin­det, kann das ihr Ver­hal­ten erheb­lich beeinträchtigen.

Die Fotos, die die­sen Arti­kel illu­strie­ren, sind von Andy Geh­rig unter Aus­schluss jeder Stö­rung aus getarn­ten Ver­stecken auf­ge­nom­men. Man wol­le ungern Natur­er­leb­nis­se mit Stra­fen ahn­den, betont indes Dr. Jür­gen Ger­des. Doch wenn die­se auf Kosten sel­te­ner und streng geschütz­ter Arten gehen, bleibt der Natur­schutz­be­hör­de nichts ande­res übrig. Bei erheb­li­chen Stö­run­gen streng geschütz­ter Tier­ar­ten han­delt es sich aus­drück­lich nicht nur um eine Ord­nungs­wid­rig­keit, son­dern um einen Straftatbestand.

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