Kulm­ba­cher MdL Mar­tin Schöf­fel und Alex­an­der Flierl: „CSU-Land­tags­frak­ti­on setzt wich­ti­ge Ände­run­gen im Jagd­ge­setz durch“

Martin Schöffel, MdL
Martin Schöffel, MdL

Das Baye­ri­sche Jagd­ge­setz wird in zwei Punk­ten ange­passt. Der Baye­ri­sche Land­tag hat sich nach Ände­rungs­an­trä­gen der CSU-Land­tags­frak­ti­on im Rah­men der Haus­halts­ver­hand­lun­gen sowohl für eine rechts­si­che­re Rege­lung für die Gele­ge­be­hand­lung als auch für die revier­über­schrei­ten­de Nach­su­che durch aner­kann­te Nach­su­chen­ge­span­ne ausgesprochen.

„Die Gele­ge­be­hand­lung hat sich im Rah­men eines For­schungs­pro­jekts der Lan­des­an­stalt für Land­wirt­schaft (LfL) als wirk­sa­me, effi­zi­en­te und tier­schutz­ge­rech­te Form der Regu­lie­rung erwie­sen,“ betont der agrar­po­li­ti­sche Spre­cher der CSU-Frak­ti­on im Baye­ri­schen Land­tag Mar­tin Schöf­fel. „Neben der Jagd ist die Gele­ge­be­hand­lung ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein des Gän­se­ma­ne­ge­ments. Hier­für gibt es eine ein­mü­ti­ge Hal­tung im ober­sten Jagd­bei­rat und unter den betrof­fe­nen Jägern und Grundeigentümern.“

Was die Nach­su­chen angeht, so ist eine Ermäch­ti­gungs­norm erreicht wor­den. „Alle Fra­gen zur Wild­fol­ge durch anzu­er­ken­nen­de Nach­su­chen­ge­span­ne sol­len in einer Ver­ord­nung des StMELF nach einer Dis­kus­si­on im ober­sten Jagd­bei­rat erar­bei­tet wer­den,“ erklärt der jagd­po­li­ti­sche Spre­cher der Frak­ti­on, Alex­an­der Flierl, der das The­ma in die Gre­mi­en der Frak­ti­on ein­ge­bracht hat­te. Dadurch wer­de eine von Prak­ti­kern und Nach­su­chen­füh­rern seit lan­gem gefor­der­te Rege­lung für die revier­gren­zen­über­schrei­ten­de Nach­su­che ermög­licht. „Das Staats­mi­ni­ste­ri­um für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und For­sten wird ermäch­tigt, durch Rechts­ver­ord­nung abwei­chend von den Abs. 1, 2 und 3 Vor­schrif­ten zur Wild­fol­ge durch aner­kann­te Nach­su­chen­ge­span­ne zu erlas­sen. Es kann ins­be­son­de­re die Anfor­de­run­gen, die Aner­ken­nung und die Befug­nis­se von Nach­su­chen­ge­span­nen ein­schließ­lich des Füh­rens von und des Schie­ßens mit Schuss­waf­fen regeln.“ Wir freu­en uns, dass mit dem Koali­ti­ons­part­ner noch recht­zei­tig Kon­sens erzielt wer­den konn­te und damit der Weg für eine Ver­ab­schie­dung im Land­tag frei­ge­macht war.

„Wir dan­ken unse­rem Kol­le­gen Eric Beiß­wen­ger als zustän­di­gen Arbeits­kreis­vor­sit­zen­den für den Bereich Tier­schutz für sei­ne Bemü­hun­gen um einen Kom­pro­miss unter den betei­lig­ten Ver­bän­den. Unser Vor­schlag, der stets auch von Bau­ern- und Wald­be­sit­zer­ver­band mit­ge­tra­gen wur­de, lag seit dem 4. März 2022 bei allen betei­lig­ten Ver­bän­den und wur­de in die­ser Woche schließ­lich unver­än­dert vom Ple­num des Baye­ri­schen Land­ta­ges beschlos­sen“, so Mar­tin Schöf­fel und Alex­an­der Flierl abschliessend.

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