Bay­reuth Tigers: Töl­zer erkämp­fen sich den Serienausgleich

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Tölz legt drei Tore vor

Zunächst ging es gut los für die Tigers, wel­che auf den ange­schla­ge­nen Bin­dels ver­zich­ten muss­ten, aber die durch Hudecek und kurz dar­auf durch Jäveläi­nen, der mit frei­er Schuss­bahn aus der Halb­di­stanz abzie­hen konn­te, zu ersten Mög­lich­kei­ten kamen. Als der Bay­reu­ther Tor­jä­ger weni­ge Augen­blicke spä­ter auf die Straf­bank muss­te, folg­te die kal­te Dusche für die Bay­reu­ther. McNee­ly stand gold­rich­tig im Slot und konn­te eine her­ein­ge­brach­te Schei­be zur Füh­rung ver­wer­ten. Als Spi­ro nach vier Minu­ten Her­den teste­te und die­ser stark reagier­te, befrei­ten sich die Tigers lang­sam aus der anfäng­li­chen Sturm- und Drang­pha­se der Töl­zer. Hoh­mann such­te in der ach­ten Spiel­mi­nu­te den Abschluss – die zurück­sprin­gen­de Schei­be lan­de­te bei Caba­na, der das lee­re Tor – Hölzl war in der kom­plett ande­ren Rich­tung unter­wegs – verpasste.

Auch eine Minu­te spä­ter war der Bay­reu­ther Rou­ti­nier mit­ten drin, als man mit Gewalt ver­such­te die Schei­be über die Linie zu arbei­ten. Das Aus­las­sen die­ser Chan­cen räch­te sich kurz vor dem Drit­telen­de. Zunächst ließ Kolb zwei Mann ste­hen, pro­bier­te es und schei­ter­te – den Nach­schuss setz­te Aquin übers Tor.

Nur weni­ge Augen­blicke spä­ter lief Schla­ger über die lin­ke Sei­te in die Angriffs­zo­ne, ver­zö­ger­te geschickt und fand Ott im Slot lau­ernd, der auf 2:0 erhöh­te. Dem nicht genug, fiel in der 20. Spiel­mi­nu­te noch der drit­te Tref­fer, als man die Schei­be in der eige­nen Zone nicht unter Kon­trol­le bekam. Schla­ger bedien­te von hin­ter dem Tor den heu­te ins Lin­eup zurück­ge­kehr­ten Spi­ro, der sich die­se Chan­ce nicht ent­ge­hen ließ.

Tigers kämp­fen sich zurück ins Spiel

Tölz am Drücker, drei Tore Rück­stand – nicht die besten Vor­aus­set­zun­gen für den Start in den Mit­tel­ab­schnitt. Eine erste Stra­fe, die gegen Tölz nach 25 Minu­ten aus­ge­spro­chen wur­de brach­te kei­nen Erfolg, auch wenn Davis, Jär­veläi­nen und Caba­na in aus­sichts­rei­chen Posi­tio­nen Mög­lich­kei­ten hat­ten. Es dau­er­te bis in die 32. Spiel­mi­nu­te, bis es gefähr­lich vor dem Tor von Hölzl wur­de. Davis ver­län­ger­te einen Pass von Mei­sin­ger auf den in Rich­tung offen­si­ver Zone lau­fen­den Hudecek, der mit einem platz­ier­ten Flach­schuss den Töl­zer Tor­ste­her erst­mals über­win­den konn­te. Als anschlie­ßend, noch wäh­rend der Unter­bre­chung und dem Bay­reu­ther Tor­ju­bel, der Töl­zer Eber­hardt sei­ne Ner­ven nicht im Griff hat­te und den völ­lig unvor­be­rei­te­ten Schu­ma­cher nie­der­streck­te, war für den Ver­tei­di­ger der Arbeits­tag beendet.

Fünf Minu­ten + Match­stra­fe war die Fol­ge die­ser völ­lig unak­zep­ta­blen und unnö­ti­gen Akti­on. Dass es aus­ge­rech­net Schu­ma­cher war, der nach lan­gem Anlauf und bis Dato über­schau­ba­ren Über­zahl­spiel der Tigers, doch noch die­se Stra­fe mit einem Tref­fer aus halb­lin­ker Posi­ti­on nut­zen konn­te, war der nega­ti­ve Höhe­punkt für die Töl­zer Löwen, des­sen Akteur sei­nem Team einen Bären­dienst erwie­sen hatte.

Dop­pel­te Über­zahl ent­schei­det die Begegnung

Den „Dri­ve“ aus dem vor­an­ge­gan­ge­nen Abschnitt nah­men die Tigers mit und konn­ten durch Jär­veläi­nen und Rat­mann erste Mög­lich­kei­ten ver­zeich­nen. Die­ser erhielt nach eini­gen Minu­ten einen Dämp­fer, als die Schieds­rich­ter zunächst Caba­na und weni­ge Augen­blicke spä­ter Kret­sch­mann – für Aktio­nen, die sicher nicht immer gepfif­fen wer­den – auf die Straf­bank schick­ten. Die Über­zahl­ge­le­gen­heit mit zwei Mann mehr auf der Eis­flä­che nutz­ten die Löwen in Per­so­na von Aquin der das 4:2 für sei­ne Far­ben schrei­ben konnte.

Nicht auf­ge­ben war im Anschluss das Mot­to der Tigers, die nun Druck aus­üb­ten und durch Jär­veläi­nen, Davis und erneut durch den Bay­reu­ther Top-Tor­jä­ger zu guten Chan­cen kamen. Drei Minu­ten und 22 Sekun­den vor dem Ende nahm May­er Her­den vom Eis um mit einem sech­sten Feld­spie­ler mehr Druck aus­üben zu kön­nen. Dies soll­te bedingt zum Erfolg füh­ren. Jär­veläi­nen war es, der den Anschluss­tref­fer setz­te, als noch knapp zwei Minu­ten zu spie­len waren. Aller­dings gelang der Aus­gleich – auch wenn die Tigers das Tor der Gast­ge­ber regel­recht bela­ger­ten und durch Hoh­mann ein­mal die Lat­te anvi­sier­ten – am Ende doch nicht mehr.

Wei­ter geht’s am Sonn­tag mit Spiel fünf der Serie. Ab 17.00 Uhr geht es dann im Bay­reu­ther Tiger­kä­fig gegen die Löwen.

Töl­zer Löwen vs. Bay­reuth Tigers 4:3 (3:0, 0:2, 1:1)

  • Tölz: Hölzl, Baron – Hor­schel (2), Eber­hardt (25), Leit­ner, Bra­dy, Bohac – Engel, Brandl, Ott, Spi­ro, Kolb, Dibel­ka, Aquin, Schla­ger, Gißibl, McNeely
  • Bay­reuth: Her­den, Stein­hau­er – Gabri­el, Poko­vic, Pru­den, Kolozva­ry, Mei­sin­ger, Davis, Schug, Men­ner – Hoh­mann, Rat­mann, Jär­veläi­nen (2), Hudecek, Kret­sch­mann (2), Schu­ma­cher, Mei­er, Kunz, Caba­na (2)
  • Zuschau­er: 1901
  • Schieds­rich­ter: Brill, Schütz – Kozi­ol, Merk
  • Stra­fen: Tölz: 27 Bay­reuth: 6 PP: Tölz: 2/3 Bay­reuth: 1/4
  • Tor­fol­ge: 1:0 (3.) McNee­ly (Aquin, Spi­ro) PP1, 2:0 (18.) Ott (Schla­ger, Aquin), 3:0 (20.) Spi­ro (Schla­ger, Aquin), 3:1 (32.) Hudecek (Mei­sin­ger, Davis) 3:2 (36.) Schu­ma­cher (Kret­sch­mann, Pru­den) PP1, 4:2 (49.) Aquin PP2, 4:3 (59.) Jär­veläi­nen (Kret­sch­mann, Poko­vic) (6/5)

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