Aus­stel­lung von Mari­ne­ma­ler Olaf Rahardt im Neu­en Rat­haus Bayreuth

Vom 4. bis 28. April sind die Arbeiten Rahardts in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses zu sehen.
Vom 4. bis 28. April sind die Arbeiten Rahardts in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses zu sehen. (Foto: Stadt Bayreuth)

Anläss­lich des 20-jäh­ri­gen Bestehens der Städ­te­part­ner­schaft zwi­schen Bay­reuth und Rudol­stadt in Thü­rin­gen war im Früh­jahr 2020 eine Aus­stel­lung von Arbei­ten des Rudol­städ­ter Mari­ne­ma­lers Olaf Rahardt geplant. Die­se muss­te sei­ner­zeit auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie abge­sagt wer­den. Jetzt wird sie nach­ge­holt. Vom 4. bis 28. April sind die Arbei­ten Rahardts in der Aus­stel­lungs­hal­le des Neu­en Rat­hau­ses, Luit­pold­platz 13, zu sehen. Ober­bür­ger­mei­ster Tho­mas Ebers­ber­ger und der für die Städ­te­part­ner­schaf­ten zustän­di­ge 3. Bür­ger­mei­ster Ste­fan Schuh wer­den die Aus­stel­lung am Frei­tag, 1. April, um 18 Uhr, gemein­sam mit dem 1. Bei­geord­ne­ten der Stadt Rudol­stadt, Mir­ko Schrei­ber, offi­zi­ell eröffnen.

Als sich Rahardt 1983 vom Eltern­haus ver­ab­schie­de­te, ahn­te nie­mand, dass damit eine Rei­se begann, die den damals 18-Jäh­ri­gen bis in die heu­ti­gen Tage an See­fahrt, Mee­re und Ozea­ne bin­det. Die näch­sten Jah­re an Bord eines Schif­fes gestal­te­ten sich denn auch als rich­tung­wei­send für eine Ent­wick­lung die ihres­glei­chen in Thü­rin­gen kaum fin­det. Denn es ist nicht die See­fahrt an sich, die Rahardt zum Lebens­in­halt wur­de, son­dern deren künst­le­ri­sche Dar­stel­lung in Form von Gemäl­den und Zeichnungen.

Seit der Mit­te der 1990er Jah­re ist Olaf Rahardt frei­schaf­fend als Mari­ne­ma­ler tätig. Sei­ne Arbeit prä­sen­tiert er Inter­es­sier­ten in einem offe­nen Ate­lier nebst eige­ner Gale­rie. Vie­le Aus­stel­lun­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum, vor­zugs­wei­se in den mari­tim gepräg­ten Regio­nen des Lan­des, Illu­stra­tio­nen für Modell­bau­fir­men, Zeit­schrif­ten und Bücher mach­ten ihn bekannt. Sei­ne Gemäl­de fin­den sich in allen gro­ßen, deut­schen Schiff­fahrts­mu­se­en und Privatsammlungen.

Als Anhän­ger der vor­bild­ge­treu­en, tra­di­tio­nel­len Mari­ne­ma­le­rei rich­te­te er sein Augen­merk dar­auf, Schif­fe live zu erle­ben, Wet­ter, Wind und See unter den eige­nen Füßen zu spü­ren, um danach deren Wie­der­ga­be auf der Lein­wand zu ver­bes­sern. Im Janu­ar 2000 ging er erst­mals mit Pin­sel, Far­ben und Skiz­zen­buch an Bord einer Fre­gat­te der Deut­schen Mari­ne, um auf See zu malen. Seit­dem war er schon häu­fig gern­ge­se­he­ner Gast an Bord und beglei­te­te auf Ein­la­dung des Flot­ten­kom­man­dos deut­sche Schif­fe zu ver­schie­de­nen Anläs­sen. Dabei sind gro­ße Flot­ten­pa­ra­den und See­rei­sen von Afri­ka bis zu den Lofo­ten nur eini­ge der bis­he­ri­gen Höhepunkte.

Als die kana­di­sche Mari­ne 2010 ihr 100-jäh­ri­ges Bestehen mit einer Flot­ten­pa­ra­de in Hali­fax fei­er­te, war auch der Rudol­städ­ter Mari­ne­ma­ler Olaf Rahardt an Bord der Fre­gat­te „Karls­ru­he“ dabei. Dass ein däni­scher Admi­ral und der Befehls­ha­ber der kana­di­schen Mari­ne aus die­sem Anlass ein Rahardt­sches Gemäl­de über­eig­net beka­men, zeigt, wel­che Wert­schät­zung sei­ne Arbei­ten fin­den. Der dama­li­ge Besuch in Kana­da brach­te dem Mari­ne­ma­ler neben einem Fest­emp­fang auf dem bri­ti­schen Flug­zeug­trä­ger und Flot­ten­flagg­schiff „Ark Roy­al“ auch eine wei­te­re Begeg­nung mit der bri­ti­schen Köni­gin, die zu Ehren der Kana­di­er die Flot­ten­pa­ra­de abnahm. Es ist daher auch nicht ver­wun­der­lich, dass neben vie­len Mari­ne­dienst­stel­len selbst im Dienst­zim­mer des Inspek­teurs der Mari­ne im Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­ri­um in Ber­lin, sowie in deren Aller­hei­lig­sten, der Aula der Mari­ne­schu­le Mür­wik, Gemäl­de von Olaf Rahardt die Wän­de schmücken.

Zahl­rei­che Aus­stel­lun­gen gaben bis­her Ein­blicke in die Erleb­nis­se auf See. Dabei stel­len jene in Lon­don und Oslo beson­de­re Höhe­punk­te dar. 2017 blick­te eine gro­ße Jubi­lä­ums­aus­stel­lung an Bord des Ham­bur­ger Muse­ums­schif­fes „Rick­mer Rick­mers“ auf 20 Jah­re als selbst­stän­di­ger Mari­ne­ma­ler zurück. Eini­ge der hier gezeig­ten Gemäl­de hat­ten in der Ver­gan­gen­heit welt­wei­te Ver­brei­tung erfah­ren, denn seit 1999 zie­ren die Gemäl­de von Olaf Rahardt die Titel­bil­der der Revell-Schiffsmodellbaukästen.

Öff­nungs­zei­ten der Aus­stel­lung: Mon­tag bis Don­ners­tag von 9 bis 17 Uhr, Frei­tag von 9 bis 14.30 Uhr.

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