SC Mem­mels­dorf – Der Offe­ne Schlag­ab­tausch mit dem TV Mömlingen

symbolbild volleyball

Am zurück­lie­gen­den Sonn­tag rei­ste die erste Her­ren­mann­schaft des SC Mem­mels­dorf in das unter­frän­ki­sche Möm­lin­gen. Nach einer Spiel­dau­er von etwa zwei Stun­den ent­schied der TV Möm­lin­gen die Par­tie mit 3:1 (25:18; 25:22; 26:28 und 25:23) für sich. Der zuvor als Show­down beti­tel­ten Kampf um die Mei­ster­schaft wur­de somit an die­sem Nach­mit­tag vom TV Möm­lin­gen für sich entschieden.

Die Erwar­tun­gen im Vor­feld der Par­tie und der gesam­ten Trai­nings­wo­che rie­sig, nichts ande­res als der näch­ste Schritt für die Mei­ster­schafts­ent­schei­dung zu Gun­sten der Ober­fran­ken soll­te an die­sem son­ni­gen Nach­mit­tag erreicht wer­den. Mit Trai­ner Jochen Neu­mer­kel wuss­ten die Spie­ler um Kapi­tän Tobi­as Wer­ner stets einen Mann hin­ter sich, der mit allen Was­sern des Vol­ley­ball­sports gewa­schen ist und in sol­chen Momen­ten immer­zu das Beste aus sei­nen Spie­lern her­aus­zu­ho­len vermag.

Von Beginn an, der erwar­tet offe­ne Schlag­ab­tausch derer bei­der Top­teams, mit leich­ten Vor­tei­len beim Team aus dem Bam­ber­ger Vor­ort. Mit Prä­zi­se Auf­schlä­ge in die Schnitt­stel­len der Annah­me­spie­ler, knall­har­te Angriffs­schlä­ge oder aber auch cle­ve­re Angriffsfin­ten erreich­te man direkt einen klei­nen Punk­te­vor­sprung. Höchst unter­halt­sam, sicher ein über­aus pas­sen­des Prä­di­kat, unter dem die gut 100 Zuschau­er in der Möm­lin­ger Kul­tur- und Sport­hal­le den Show­down um den Mei­ster­ti­tel der Bay­ern­li­ga Nord bestau­nen konnten.

Wer sich nicht auf die 2,5‑Stündige Auto­fahrt bege­ben hat, konn­te wie­der­holt im Live-Stream bei twitch die Par­tie live verfolgen.

Oft­mals ent­schie­den Klei­nig­kei­ten zum Ende des Spiel­ab­schnit­tes den Aus­gang. Nach einem 18:25 Satz­aus­gang star­te­ten die Spie­ler um Kapi­tän Tobi­as Wer­ner wie­der aus­sichts­reich in den 2. Satz. Stän­di­ge Füh­rungs­wech­sel, immer­zu druck­vol­le Auf­schlä­ge wie auch prä­zi­se gewähl­te Aus­zei­ten von der Trai­ner­bank ver­moch­ten kei­nem Team einen grö­ße­ren Vor­sprung zu erlan­gen. Wie­der­holt muss­te die Ent­schei­dung um den Satz­aus­gang zum Ende, in der soge­nann­ten Crunch-Time fallen.

Mit 22:25 wie­der­um der Satz­ge­winn für den TVM, ver­meint­lich der näch­ste psy­cho­lo­gi­sche Dämp­fer. Weit­ge­fehlt aber die­se Annah­me, Trai­ner Jochen Neu­mer­kel zog alle Regi­ster der Moti­va­ti­on beim Sei­ten­wech­sel. Eben­so soll­te er mit gold­rich­ti­gen Spie­ler­wech­seln die Ober­hand im wei­te­ren Ver­lauf behal­ten. Nico Kracht auf Dia­go­nal, mit Mat­thi­as Hell­mich im Zuspiel der neue Dreh und Angel­punkt im Spiel der Oberfan­ken. Zuse­hends sta­bi­li­sier­ten die Annah­me­spie­ler um Steen Hickethi­er, Ste­fan Kolb und Libe­ro Marek Sta­rost die Quo­te der per­fek­ten Annah­me­bäl­le zum Zuspiel­ort. Das Resul­tat nach einem Furio­sen 8:1 Start der Ober­fran­ken, der Satz­ge­winn mit 26:28. Das Spiel und das Ren­nen um die Mei­ster­schaft waren wie­der offen. Ein Tie-Break Sieg an die­sem Sonn­tag hät­te noch eine Chan­ce auf den Titel bedeu­tet. Mit offe­nem Visier agier­te alle Mann­schafstei­le in die­sem 4. Spiel­ab­schnitt. Alle Spie­ler im Kader wuss­ten um die beson­de­re Bedeu­tung die­ses Sat­zes und gaben ihr sprich­wört­lich letz­tes Hemd. Auf­op­fe­rungs­voll kämpf­te man bis zum Ende jedes Ball­wech­sels, die Crunch-Time muss­te auch hier wie­der die Ent­schei­dung herbeiführen.

Mit einem Fehl­auf­schlag zum 23:25 muss­te die Mem­mels­dor­fer Spie­ler die­sen Satz und somit auch die Par­tie an den TV Möm­lin­gen abgeben.

Die Mei­ster­schaft lei­der nicht mehr erreich­bar, gilt es für die Spie­ler von Trai­ner Manu­el Wolz nun voll fokus­siert auf das direk­te Rück­spiel am kom­men­den Sams­tag in der Mem­mels­dor­fer See­hof­hal­le zu blicken. Wir kön­nen und müs­sen uns den zwei­ten Tabel­len­platz erar­bei­ten, appel­lier­te Kapi­tän Tobi­as Wer­ner unmit­tel­bar nach Spie­len­de an sein Team. Sicht­lich ent­täuscht ver­such­te er auch in die­sem schwe­ren Moment als Lea­der vor­an­zu­ge­hen und sein Team direkt auf die kom­men­de Auf­ga­be vor­zu­be­rei­ten. Die Revan­che für die­ses knap­pe Spiel heu­te, muss unser direk­tes Ziel am kom­men­den Sams­tag sein, gera­de auch weil es vor den eige­nen Fans in unse­rem Wohn­zim­mer ist und ich nicht wie­der extra ein­ge­flo­gen wer­den muss, so Tobi­as Wer­ner abschließend.

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