Aus­wärts­sieg des FC Ein­tracht Bam­berg bei der SpVgg Ansbach

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Abwehr­spie­ler Felix Popp: „Haben nie vie­le Chan­cen zugelassen“

Mit sei­nem Tor zum 1:0 mach­te Felix Popp am letz­ten Wochen­en­de den Aus­wärts­sieg des FC Ein­tracht Bam­berg bei der SpVgg Ans­bach per­fekt. Ein wich­ti­ger Sieg war das im Spit­zen­spiel der Fuß­ball Bay­ern­li­ga Nord, als der Zwei­te beim Drit­ten spiel­te. Lust, Tore zu erzie­len, hat der Innen­ver­tei­di­ger nicht nur in Top­spie­len: „Also, Lust hat­te ich schon die gan­ze Zeit, aber bis zu den letz­ten Spie­len war ich wohl ein­fach etwas zu blind vor dem Tor. Aber Spaß bei­sei­te: Es ist natür­lich immer schön, Tore zu schie­ßen. Wich­ti­ger ist mir jedoch der mann­schaft­li­che Erfolg und die Null auf unse­rer Sei­te der Anzei­ge­ta­fel. Trotz­dem wer­de ich natür­lich alles dafür machen, dass noch wei­te­re Tore auf mein Kon­to gehen.“ Mit gera­de ein­mal 17 Gegen­tref­fern stellt der FC Ein­tracht nach wie vor die bes­te Defen­si­ve der Bay­ern­li­ga Nord. Aller­dings gab es bis in den letz­ten drei Spie­len fünf Gegen­to­re. Bei der SpVgg Ans­bach am letz­ten Wochen­en­de stand dann aller­dings wie­der die Null. Felix Popp: „Das stimmt schon. Die ers­ten Spie­le nach der Win­ter­pau­se waren in der Tat nicht gera­de von der von uns gewohn­ten defen­si­ven Sta­bi­li­tät geprägt, wobei wir nie son­der­lich vie­le Chan­cen zuge­las­sen haben. Man muss auch die Qua­li­tät der Geg­ner im Abschluss her­vor­he­ben, wenn man sich noch­mal an die­se Gegen­to­re erin­nert. Aber gera­de gegen Ans­bach sind wir wie­der zur Höchst­form im Ver­tei­di­gen auf­ge­lau­fen – vor allem im gesam­ten Mann­schafts­ver­bund. Genau­so wie wir es vor­her bespro­chen hat­ten, jeder bügelt die Feh­ler sei­nes Neben­man­nes aus. Von daher sehe ich uns sehr gut gerüs­tet für die nächs­ten Wochen. Auch wenn mal ein ver­meint­li­cher Stamm­spie­ler aus­fällt, springt halt ein ande­rer für ihn ein. Die­se mann­schaft­li­che Geschlos­sen­heit sehe ich als unse­ren größ­ten Pluspunkt.“

Jeder kennt den Spruch: Die Offen­si­ve gewinnt Spie­le, die Defen­si­ve Meis­ter­schaf­ten. Dann schaut das doch gut aus für den Schluss­spurt um den Titel, könn­te man mei­nen. Felix Popp jedoch warnt: „Der Weg dahin ist noch lang, so viel muss uns allen klar sein. Wir haben gese­hen, wie schnell man auch gegen ver­meint­lich schlag­ba­re Mann­schaf­ten ver­lie­ren kann. Aber wir ste­hen gut da und haben alle Mög­lich­kei­ten. Des­we­gen: Na klar, wenn es am Ende zum Auf­stieg reicht, wür­den wir lie­bend ger­ne die­sen Satz unter­schrei­ben.“ Der fast zwei Meter gro­ße Stu­dent agiert mit Chris­to­pher Kett­ler mal in der Vie­rer­ket­te, mal in der Drei­er­ket­te. Und dabei „har­mo­nie­ren wir Zwei auf jeden Fall sehr gut. Es ist ein Leich­tes, mit dem Ket­te zusam­men zu spie­len – man kann schon sagen, er macht vie­le Din­ge ein­fa­cher. Aber die Abwehr bil­den ja nicht nur wir zwei. Dazu zäh­len natür­lich auch unse­re Außen­ver­tei­di­ger und die Tor­hü­ter, die bei­de einen guten Job machen. Del­le sowie­so schon seit Jah­ren. Und Ben hat gera­de gegen Ans­bach gezeigt, dass er ein Top­tor­hü­ter sein kann.“

Beim Blick zurück darf die schwe­re Knie­ver­let­zung nicht ver­ges­sen wer­den, die Felix Popp beim Lan­des­li­ga­spiel in Groß­schwar­zen­lo­he 2019 erlitt. Sie hat ihn ein kom­plet­tes Jahr zurück­ge­wor­fen, dann kam die Coro­na-Pau­se. Wenn man Popps Leis­tun­gen auf dem Spiel­feld sieht, ist nichts mehr davon zu spü­ren: „An die schwe­re Ver­let­zungs­zeit muss ich natür­lich auch noch oft den­ken. Gera­de wenn wir auf dem Kunst­ra­sen spie­len und trai­nie­ren, da mer­ke ich schon ab und zu die Gelen­ke. Aber alles in allem habe ich glück­li­cher­wei­se kaum mehr Schmer­zen. Ich kann also aktu­ell sagen, ich füh­le mich so fit wie nie.“ Mit 24 Jah­ren gehört Felix Popp im blut­jun­gen Dom­rei­ter-Team übri­gens – oder bereits – zu den erfah­re­nen Spie­lern. Von der SpVgg Bay­reuth 2017 zum FCE gekom­men, ist Popp von der Bezirks­li­ga in die Bay­ern­li­ga auf­ge­stie­gen. Man sieht, er fühlt sich wohl im Ver­ein: „Das kann man schon so sagen. Ich wur­de von Tag eins beim FCE immer super behan­delt und habe mich wert­ge­schätzt gefühlt. Dass die­ses neue fuß­bal­le­ri­sche Kapi­tel dann natür­lich ein so erfolg­rei­ches wird, hät­te ich mir nur schwer erträu­men kön­nen. Aber dadurch fühlt man sich natür­lich umso woh­ler.“ Jeder denkt an die Zukunft, auch Felix Popp. Kurz­fris­tig gese­hen möch­te der Abwehr­spie­ler, und auch die gesam­te Mann­schaft, ver­su­chen, den Auf­stieg in die Regio­nal­li­ga Bay­ern zu schaf­fen: „Dann wird sich zei­gen, was die nächs­ten Jah­re so brin­gen und wo mich mein Beruf hin ver­schlägt. Mit mei­nem Stu­di­um wer­de ich vor­aus­sicht­lich 2023 fer­tig. Sport­lich gese­hen war bis jetzt natür­lich der Auf­stieg in die Bay­ern­li­ga das Größte.“

Wenn Felix Popp wie­der ein Tor erzielt, dann möch­te er im Sta­di­on am liebs­ten „Holi­day von Lil Nas hören.“ Da liegt es dann an Sta­di­on DJ Alex, die­sen Wunsch zu erfül­len. Erfül­len kann sich Felix Popp das Ziel, den nächs­ten Sieg zu lan­den, am kom­men­den Sams­tag (26. März). Im Fuchs-Park-Sta­di­on hat der FC Ein­tracht Bam­berg die DJK Geben­bach zu Gast. Anstoß ist um 14:00 Uhr. Das Inter­es­se an den Heim­spie­len ist in Bam­berg und Umge­bung rie­sen­groß. Vor­stands­vor­sit­zen­der Jörg Schmal­fuß: „Das Fie­ber bei den Bam­ber­ger Fans steigt, das merkt man bereits jetzt am Kar­ten­vor­ver­kauf. Für die rest­li­chen Heim­spie­le sind jeweils schon 300 Tickets ver­kauft wor­den. Unse­re Dom­rei­ter dür­fen sich also auf statt­li­che Kulis­sen zum Sai­son­fi­na­le freu­en.“ Der FCE macht daher auf den Vor­ver­kauf auf­merk­sam und rät, sich schon jetzt Kar­ten für die Heim­spie­le zu sichern. Die Ter­mi­ne: 26. März gegen die DJK Geben­bach, 9. April gegen die DJK Ammer­thal, 23. April gegen die DJK Vil­z­ing, 7. Mai gegen den ASV Neu­markt, 14. Mai gegen den SC Feucht. Tickets gibt es fol­gen­den Vor­ver­kaufs­stel­len: bvd Kar­ten­ser­vice Bam­berg (Lan­ge Stra­ße 39/41), Kar­ten­ki­osk Bam­berg an der Bro­se Are­na (Forch­hei­mer Stra­ße), Lot­to Hüm­mer Hall­stadt (Emil-Kem­mer-Stra­ße 19), Rei­se­bü­ro Ebern (Rit­ter-von-Schmitt-Stra­ße 8), Annett´s Rei­se­bü­ro Hirschaid (Kirch­platz 5) oder online im Ticket­shop des FC Ein­tracht unter www​.fce2010​.de. Der Zugang in das Sta­di­on ist mög­lich nach den 2G-Regeln, also für geimpf­te oder gene­se­ne Per­so­nen. Zudem gilt im Sta­di­on die Pflicht zum Tra­gen einer FFP2-Mas­ke. Locke­run­gen der Regeln wer­den für Anfang April erwartet.