Bam­berg: „Som­mer­zeit“ – Und wie­der wird an der Uhr gedreht. Was Sie wis­sen müssen!

Die Sommerzeit beginnt 2022 am 27. März, in der Nacht zum Sonntag wird die Uhr dann um eine Stunde vorgestellt. Urhebervermerk: © panthermedia.net / marog-pixcells
Die Sommerzeit beginnt 2022 am 27. März, in der Nacht zum Sonntag wird die Uhr dann um eine Stunde vorgestellt. Urhebervermerk: © panthermedia.net / marog-pixcells

Som­mer­zeit – Umstel­lung der Uhren

In der Euro­päi­schen Uni­on (EU) wer­den die Uhren aber­mals auf Som­mer­zeit umge­stellt. Und das, obwohl vie­le EU-Bür­ger für eine Abschaf­fung der Zeit­um­stel­lung sind. Bereits 2018 spra­chen sich bei einer Online-Befra­gung der EU-Kom­mis­si­on 84 Pro­zent der Teil­neh­men­den dafür aus, sie zu been­den. Auch im EU-Par­la­ment stimm­te im März 2019 eine deut­li­che Mehr­heit der Abge­ord­ne­ten für die Abschaf­fung der Zeit­um­stel­lung. Doch bei den Län­dern der EU gibt es noch kei­ne gemein­sa­me Posi­ti­on, ob es dau­er­haft die Som­mer- oder die Nor­mal­zeit geben soll. Daher bleibt es wei­ter­hin bei der Zeit­um­stel­lung. „So wer­den auch in die­sem Jahr wie­der in der Nacht auf Sonn­tag, den 27. März 2022, die Uhren um eine Stun­de vor­ge­stellt“, so Direk­tor Klaus Knorr von der AOK in Bamberg.

„Mini-Jet­lag“ für die inne­re Uhr

Vie­le Men­schen schla­fen durch die Zeit­um­stel­lung schlecht, füh­len sich müde, schlapp und unkon­zen­triert. „Beson­ders die Umstel­lung auf die Som­mer­zeit bringt den inne­ren Takt durch­ein­an­der“, so Klaus Knorr. Durch die Zeit­um­stel­lung auf die Som­mer­zeit ist es mor­gens schlag­ar­tig eine Stun­de län­ger dun­kel und abends eine Stun­de län­ger hell. „Wir erle­ben dadurch einen Mini-Jet­lag“, so Klaus Knorr. Der Kör­per kann sich auf die „feh­len­de“ Stun­de nicht so schnell ein­stel­len und schüt­tet Schlaf­hor­mo­ne wie Mela­to­nin zur gewohn­ten Zeit aus – der Bio­rhyth­mus kann aus dem Gleich­ge­wicht kommen.

So passt man sich schnel­ler an

Wie schnell sich Men­schen an den neu­en Wech­sel von Hel­lig­keit und Dun­kel­heit gewöh­nen, ist indi­vi­du­ell ver­schie­den. In der Regel braucht der Kör­per maxi­mal zwei Wochen, um sich an die Som­mer­zeit zu gewöh­nen. Beson­ders betrof­fen sind die „Nacht-Eulen“, also Men­schen, die spät ins Bett gehen und mor­gens ger­ne län­ger schla­fen. Mit ein paar ein­fa­chen Tipps klappt es bes­ser mit der Zeit­um­stel­lung. „Wer sich bei Tages­licht viel drau­ßen auf­hält, gewöhnt sei­ne inne­re Uhr schnel­ler an den neu­en Tages­rhyth­mus“, emp­fiehlt Klaus Knorr. Üppi­ge Mahl­zei­ten am Abend und zu viel Alko­hol und Kof­fe­in soll­ten ver­mie­den wer­den. Schlaf­ex­per­ten war­nen zudem vor zu viel Auf­re­gung vor dem Schla­fen­ge­hen. Ins­be­son­de­re Fern­se­hen und Social Media ste­hen im Ver­dacht, das Ein­schla­fen zu erschwe­ren, auch weil die Gerä­te LED-Licht aus­strah­len, das die Mela­to­nin­aus­schüt­tung ver­zö­gern soll. Ent­span­nungs­tech­ni­ken wie pro­gres­si­ve Mus­kel­ent­span­nung oder auto­ge­nes Trai­ning hin­ge­gen kön­nen hel­fen, bes­ser ein- und durchzuschlafen.

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