Wäh­ler­ge­mein­schaft PRO Coburg e.V. stellt Eil­an­trag für kosten­lo­sen ÖPNV

Sehr geehr­ter Herr Ober­bür­ger­mei­ster Sauerteig, 

hier­mit stel­len wir fol­gen­den Eil­an­trag zur näch­sten Stadt­rats­sit­zung am 24.03.2022: Ange­sichts der hohen Treib­stoff­prei­se wird der ÖPNV in der Stadt Coburg von 01.04.2022- 30.04.2022 fahrscheinlos/​kostenlos zur Ver­fü­gung gestellt. Der Ober­bür­ger­mei­ster wird beauf­tragt, als Ver­tre­ter der Stadt Coburg als Allein­ge­sell­schaf­ter der SÜC Bus und Aqua­ria GmbH die ent­spre­chen­den Ent­schei­dun­gen her­bei­zu­füh­ren. Zudem soll nach die­sem Zeit­raum eine Über­prü­fung (Eva­lu­ie­rung der Kosten/​Fahrgastzahlen/​Fahrgastzufriedenheit etc.) stattfinden.

Begrün­dung: Auf­grund des Kriegs in der Ukrai­ne sind die Treib­stoff­prei­se momen­tan auf einem Allzeithoch.

Dies stellt für die Bürger*innen der Stadt Coburg eine erheb­li­che finan­zi­el­le Bela­stung dar. Eine Sprit­preis­brem­se auf kom­mu­na­ler Ebe­ne ist lei­der nicht mög­lich. Um eine kurz­fri­sti­ge Ent­la­stung der Bürger*innen zu schaf­fen, soll der ÖPNV der SÜC Bus und Aqua­ria GmbH für den Monat April grund­sätz­lich und unein­ge­schränkt kosten­los zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Besit­zer von Jah­res- und Monats­tickets sol­len nicht benach­tei­ligt wer­den. Ent­spre­chen­de Tickets sol­len auto­ma­tisch um einen Monat ver­län­gert wer­den. Mit die­ser Maß­nah­me kann die Stadt Coburg aktiv auf die Nöte und Sor­gen der Bevöl­ke­rung reagie­ren und Men­schen, die sonst auf das Auto ange­wie­sen sind, im Rah­men der Mög­lich­kei­ten einer Kom­mu­ne eine ech­te Unter­stüt­zung bie­ten. In die­sem über­schau­ba­ren Zeit­raum könn­te auch die Akzep­tanz der Bevöl­ke­rung für ein sol­ches Ange­bot gete­stet und eva­lu­iert wer­den. Zudem kön­nen so wich­ti­ge Daten und Infor­ma­tio­nen als Grund­la­ge für künf­ti­ge Dis­kus­sio­nen über nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät in der Stadt erho­ben werden.

Lang­fri­stig müs­sen wir auch als Regi­on die Abhän­gig­keit von end­li­chen Res­sour­cen – gera­de im Bereich des Indi­vi­du­al­ver­kehrs – deut­lich redu­zie­ren. Als Kom­mu­ne müs­sen wir unse­ren Bürger*innen hier­zu durch einen attrak­ti­ven, kosten­gün­sti­gen ÖPNV Alter­na­ti­ven zum Auto bieten.

Mat­thi­as Schmidt-Curio 
Tho­mas Apfel

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