Blick über den Zaun: VGN Nürn­berg ver­gibt eTa­rif-Umset­zung an DB Vertrieb

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Der Ver­kehrs­ver­bund Groß­raum Nürn­berg hat die Umset­zung des Systems für einen ver­bund­wei­ten elek­tro­ni­schen Tarif, den VGN eTa­rif, an DB Ver­trieb ver­ge­ben. Das Unter­neh­men ent­wickelt gemein­sam mit der Ver­bund­ge­sell­schaft die erfor­der­li­chen Hin­ter­grund­sy­ste­me zur Fahr­terfas­sung und Abrech­nung, sowie eine Smart­pho­ne-App, die Fahr­gä­ste für die Anwen­dung des neu­en VGN eTa­rifs benötigen.

DB Ver­trieb ist Pio­nier auf dem Gebiet soge­nann­ter Check-in/Check-out-Syste­me und greift auf Erfah­rung aus den frü­he­ren, ähn­li­chen Pro­jek­ten ticket2go sowie Touch&Travel zurück. Sie stellt das nun ange­bo­te­ne System unter ande­rem bereits im Ver­kehrs­ver­bund Rhein-Neckar (VRN) mit der App Tic­kin zur Ver­fü­gung. Des Wei­te­ren hat der Ver­bund PB Con­sult mit der Pro­jekt­ko­or­di­na­ti­on, die Agen­tur ercas mit den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­maß­nah­men, WVI mit Kun­den­be­fra­gung, Eva­lua­ti­on und Moni­to­ring und das Fraun­ho­fer Insti­tut für Ver­kehrs- und Infra­struk­tur­sy­ste­me mit der digi­ta­len Abbil­dung des eTa­rifs durch ein Tarif­mo­dul nach PKM-Stan­dard beauftragt.

Grund­le­gend neu­es Tarif- und Vertriebssystem

Mit dem Pilot­pro­jekt zum neu­en VGN eTa­rif testet der Ver­bund ein grund­le­gend neu­es und für Fahr­gä­ste deut­lich beque­me­res sowie trans­pa­ren­te­res Tarif- und Ver­triebs­sy­stem. Der Fahr­preis setzt sich dabei zusam­men aus der Län­ge der gefah­re­nen Strecke sowie einem Tages­grund­preis. Die Strecke wird berech­net aus der Luft­li­nie der ein­zel­nen Teil­strecken zwi­schen Start, Umstiegs­hal­te­stel­len und Ziel. Attrak­ti­ve Rabatt­stu­fen machen die Fahrt gün­sti­ger, wenn bestimm­te Umsät­ze bezo­gen auf einen 31-Tages-Zeit­raum erreicht wer­den. Preis­stu­fen oder Tarif­zo­nen gibt es im VGN eTa­rif nicht.

Ein­fach ein­checken statt Ticketkauf

Mit Bus und Bahn zu fah­ren wird außer­dem ein­fa­cher: Kun­din­nen und Kun­den brau­chen mit dem neu­en VGN eTa­rif vor Fahrt­an­tritt kein Ticket mehr zu lösen. Damit brau­chen sie auch kei­ne Kennt­nis­se zu Fahr­schei­nen und kön­nen völ­lig frei und fle­xi­bel im Ver­bund­ge­biet unter­wegs sein. Es ist ledig­lich erfor­der­lich, sich bei Beginn der Fahrt in einer Smart­pho­ne-App mit einem Fin­ger­tip­pen ein­zu­checken. Die Anwen­dung erkennt die Been­di­gung der Fahrt auto­ma­tisch und checkt die Fahr­gä­ste aus. Wäh­rend der Fahrt regi­striert das System die gefah­re­ne Strecke und ermit­telt anschlie­ßend den Fahr­preis. Nut­ze­rin­nen und Nut­zer sehen den Preis nach Ende der Fahrt in der App, kön­nen sich aber auch schon vor­her über eine Preis­aus­kunft in der App informieren.

Fle­xi­bles Ange­bot für regel­mä­ßi­ge Gelegenheitsfahrer

„Der neue VGN eTa­rif kommt vor allem regel­mä­ßi­gen Gele­gen­heits­fah­rern zugu­te, die maxi­mal fle­xi­bel und bequem unter­wegs sein möch­ten. Der VGN bie­tet daher ein pass­ge­nau­es Ange­bot für Berufs­pen­deln­de, die mit Home-Office-Anteil oder in Teil­zeit zwei bis drei Arbeits­ta­ge pro Woche ins Büro fah­ren“, erklärt Anja Steidl, Geschäfts­füh­re­rin VGN. „Aber auch Sel­ten- und Viel­fah­ren­de kön­nen vom VGN eTa­rif pro­fi­tie­ren und wir erfül­len den Wunsch unse­rer Fahr­gä­ste nach zuneh­men­der Digi­ta­li­sie­rung unse­res Ange­bots. Wir freu­en uns dar­über, kom­pe­ten­te Unter­stüt­zung bei der Ent­wick­lung an Bord zu haben.“

Das Pilot­pro­jekt star­tet im 3. Quar­tal mit einer Lauf­zeit von zwei Jahren.

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