Land­kreis Bam­berg eröff­net erste Mobilstationen

Eröffnung der Mobilstation in Gundelsheim; v.l.n.r.: Markus Hammrich (FBL Mobilität), Landrat Johann Kalb, Bürgermeister Jonas Merzbacher
Eröffnung der Mobilstation in Gundelsheim; v.l.n.r.: Markus Hammrich (FBL Mobilität), Landrat Johann Kalb, Bürgermeister Jonas Merzbacher

Die Mobi­li­täts­wen­de im Bam­ber­ger Land nimmt Fahrt auf

„Mit der Inbe­trieb­nah­me der ersten drei Mobil­sta­tio­nen im Land­kreis Bam­berg nimmt die Mobi­li­täts­wen­de im Bam­ber­ger Land rich­tig Fahrt auf“. Für Land­rat Johann Kalb wird damit erst­mals in der Pra­xis sicht­bar, wor­auf seit eini­gen Jah­ren im Hin­ter­grund inten­siv hin­ge­ar­bei­tet wur­de. Die Ver­net­zung aller Ver­kehrs­for­men und Mobi­li­täts­an­ge­bo­te wird ab sofort Schritt für Schritt Wirklichkeit.

Die Mobi­li­tät sei­ner Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner, Berufs­pend­ler sowie Gäste attrak­ti­ver und kli­ma­freund­li­cher zu machen – das ist eines der wich­ti­gen Zie­le des Land­krei­ses Bam­berg. Als stra­te­gi­scher Master­plan dient ihm dafür das 2018 beschlos­se­ne Inter­mo­da­le Mobi­li­täts­kon­zept, das als Leit­fa­den zur Umset­zung umwelt­freund­li­cher Mobi­li­täts­an­ge­bo­te dient.

Die tra­gen­den Säu­len sind zum einen ein rund­erneu­er­tes Bus­an­ge­bot, wel­ches zum August 2024 mit moder­nen und bar­rie­re­frei­en Bus­sen in Betrieb genom­men wer­den wird, die nach­hal­ti­ge För­de­rung des All­tags­rad­ver­kehrs sowie die För­de­rung pro­blem­lo­ser und naht­lo­ser Umstie­ge zwi­schen den ver­schie­de­nen Verkehrsmitteln.

Mit der Dach­mar­ke „Mobil im Bam­ber­ger Land“ hat der Land­kreis die Grund­la­ge für ein­heit­li­che Stan­dards und eine wie­der­erkenn­ba­re Erschei­nung erar­bei­tet. Für die bau­li­chen Ele­men­te wie sie bei den Mobil­sta­tio­nen zur Anwen­dung kom­men, wur­den Gestal­tungs­leit­fa­den und Lei­stungs­be­schrei­bun­gen entwickelt.

Die jetzt auf die­ser Basis rea­li­sier­ten und von Land­rat Johann Kalb und den betei­lig­ten Bür­ger­mei­stern eröff­ne­ten Mobil­sta­tio­nen in Bau­nach, Gun­dels­heim und Zap­fen­dorf för­dern mit ihren viel­fäl­ti­gen Ange­bo­ten die Inter­mo­da­li­tät, d. h. der Ver­knüp­fung und Kom­bi­na­ti­on ver­schie­de­ner Ver­kehrs­mit­tel inner­halb einer Wege­ket­te (z. B. Bus, Bahn, Auto, Rad, Fuß …) und der Ver­bes­se­rung des Ein­zugs­be­reichs sowie der Erhö­hung der Flä­chen­wirk­sam­keit von Bus und Bahn.

Sie bün­deln alle vor­han­de­nen Mobi­li­täts­for­men am Ort wie Bus- und Bahn, Rad- und Auto-Ver­kehr, bezie­hen evtl. bestehen­de Ange­bo­te wie eCar­sha­ring oder öffent­li­che Toi­let­ten ein und ergän­zen den Bestand mit wei­te­ren Ange­bo­ten rund um die Mobi­li­tät und das kom­mu­na­le Zusam­men­le­ben. So fin­den sich an den neu eröff­ne­ten Mobil­sta­tio­nen zum Bei­spiel wet­ter­ge­schütz­te Fahr­rad­park­plät­ze, geschlos­se­ne Rad­sam­mel­ga­ra­gen, Rad­ser­vice-Sta­tio­nen mit Werk­zeug und Luft­pum­pe, Schließ­fach­schrän­ke mit Lade­mög­lich­keit für eBike-Akkus, Kurz­zeit­park­plät­ze, Modu­le der Elek­tro­mo­bi­li­tät wie Lade­sta­ti­on für eAu­tos und wei­te­re Ser­vice­an­ge­bo­te und Dienst­lei­stun­gen wie zum Bei­spiel W‑LAN-Hot­Spots. Weg­wei­sun­gen und Info-Ste­len infor­mie­ren über die Ange­bo­te und erleich­tern die Ori­en­tie­rung. Die­se sind teils mit digi­ta­len Dis­plays aus­ge­stat­tet, um den Rei­sen­den die näch­sten Fahrt­mög­lich­kei­ten anzu­zei­gen und ergän­zen­de Infor­ma­tio­nen über die Ser­vices zu geben.

Die Kosten für alle vier Pilot­pro­jek­te zu denen auch Ebing zählt, belau­fen sich auf ca. 600.000€. Geför­dert wer­den die Pro­jek­te von der Regie­rung von Ober­fran­ken nach der Richt­li­nie RZÖPNV in Höhe von ca. 200.000 Euro und auch der Land­kreis Bam­berg unter­stützt die Gemein­den mit ca. 200.000 Euro.

Land­rat Johann Kalb freut sich gemein­sam mit den Bür­ger­mei­stern, denn „die­se drei Stand­or­te wer­den nicht lan­ge allein blei­ben, in Kür­ze soll auch die Mobil­sta­ti­on am Bahn­hof Ebing soweit sein. Auch mit vie­len wei­te­ren Gemein­den sind wir bereits in der Abstim­mung und Kon­zep­ti­on, denn es wird ja ein gan­zes Mobil­sta­ti­ons-Netz im Land­kreis ent­ste­hen, auf das sich unse­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, Berufs­pend­ler und Gäste ver­las­sen kön­nen. Wir gehen der­zeit von bis zu 20 wei­te­ren Stand­or­ten unter­schied­li­cher Aus­prä­gung aus. Dafür haben wir als Land­kreis Bam­berg für die kom­men­den vier Jah­re bereits ein Bud­get von 800.000 Euro ein­ge­stellt, um auch künf­tig die Kom­mu­nen bei der Finan­zie­rung der Mobil­sta­tio­nen zu unterstützen.“

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Fort­schritts­be­rich­te unter www​.bam​ber​ger​land​.de/​m​o​bil

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