Ukrai­ne-Flücht­lin­ge: Beim Bam­ber­ger ANKER-Zen­trum melden

symbolbild ukraine

Auf­ruf der Stadt Bay­reuth: Anmel­de­ver­fah­ren muss unbe­dingt ein­ge­hal­ten werden

Die Hilfs­be­reit­schaft der Bay­reu­ther Bevöl­ke­rung für aus der Ukrai­ne geflüch­te­te Men­schen ist unver­än­dert sehr hoch. Das Sozi­al­amt der Stadt Bay­reuth geht davon aus, dass sich inzwi­schen min­de­stens cir­ca 300 ukrai­ni­sche Staatsbürger/​innen in Bay­reuth auf­hal­ten. Bei wei­tem nicht alle haben schon mit der zen­tra­len Anlauf­stel­le des Sozi­al­am­tes (Tele­fon 0921 / 25–1536, sozialdienst@​stadt.​bayreuth.​de) Kon­takt aufgenommen. 

Das Sozi­al­amt der Stadt Bay­reuth weist dar­auf hin, dass sich alle neu­an­kom­men­den ukrai­ni­schen Flücht­lin­ge, die (per­spek­ti­visch) Lei­stun­gen erhal­ten möch­ten und/​oder sich län­ger in Deutsch­land auf­hal­ten möch­ten, zunächst an die nächst­ge­le­ge­ne Regi­strie­rungs­mög­lich­keit wen­den müs­sen. Dies sind die ANKER-Ein­rich­tun­gen – im Fal­le Ober­fran­kens also das ANKER-Zen­trum in Bam­berg, Erlen­weg 4, 96050 Bam­berg – und in Mün­chen das Ankunfts­zen­trum. Wenn vie­le Geflüch­te­te ankom­men, zusätz­lich auch Bear­bei­tungs­stra­ßen des Bundes.

Wer bereits eine Unter­kunft bei Fami­li­en oder Freun­den gefun­den hat, ver­ein­bart bit­te einen Ter­min zur Regi­strie­rung per Mail an ae@​reg-​ofr.​bayern.​de und gibt hier­bei die Namen aller zu regi­strie­ren­den Per­so­nen sowie Geburts­da­tum und mög­li­che Unter­brin­gungs­mög­lich­keit an, um eine zügi­ge Regi­strie­rung ohne lan­ge War­te­zei­ten zu ermöglichen.

Die Regie­rung von Ober­fran­ken hat hier­zu auf ihrer Home­page ein ent­spre­chen­des Doku­ment zum Down­load ein­ge­stellt. Es ist unter Krieg in der Ukrai­ne: Infor­ma­tio­nen zu Hilfs­mög­lich­kei­ten – Regie­rung von Ober­fran­ken (bay​ern​.de) abruf­bar. Es wird dann zeit­nah ein Ter­min ver­ein­bart, zu dem bit­te ein Rei­se­pass bezie­hungs­wei­se ein ande­res Doku­ment mit­zu­brin­gen ist, das die Iden­ti­tät nach­weist, sowie ein maxi­mal 24 Stun­den alter Nach­weis über einen nega­ti­ven Coro­na­test. Zum Regi­strie­rungs­ter­min muss jeder Flücht­ling sel­ber erscheinen.

Ober­bür­ger­mei­ster Tho­mas Ebers­ber­ger appel­liert ange­sichts der gro­ßen Hilfs­be­reit­schaft in der Stadt an pri­va­te Initia­ti­ven, die­ses Pro­ze­de­re unbe­dingt ein­zu­hal­ten. „Die Geflüch­te­ten müs­sen nicht im ANKER-Zen­trum in Bam­berg woh­nen oder dort län­ger blei­ben. Sie wer­den nur regi­striert und befragt, ob sie eine Unter­kunft benö­ti­gen und wenn nicht, wo sie pri­vat unter­kom­men.“ Dies ist not­wen­dig, damit

  • die Hil­fe­lei­stun­gen des Staa­tes bei Bedarf an die Men­schen aus­ge­reicht wer­den können,
  • damit geklärt ist, dass es sich um ukrai­ni­sche Fami­li­en handelt
  • und damit die Betrof­fe­nen, die nicht bei Ver­wand­ten Auf­nah­me fin­den kön­nen, auf alle Bun­des­län­der ver­teilt wer­den können.

Nach der Regi­strie­rung kön­nen die­je­ni­gen, die eine (pri­va­te) Unter­kunft gefun­den haben, dort­hin wei­ter­rei­sen, sie wer­den for­mal dort­hin zuge­wie­sen. „Die­je­ni­gen, die eine Unter­kunft brau­chen, wer­den einer Kreis­ver­wal­tungs­be­hör­de, also in unse­rem Fal­le der Stadt Bay­reuth, zuge­wie­sen, die einen Platz in einer Gemein­schafts­un­ter­kunft oder einer dezen­tra­len Unter­kunft anbie­tet. Das Sozi­al­amt der Stadt arbei­tet der­zeit mit Hoch­druck an ent­spre­chen­den Ange­bo­ten“, so Ebers­ber­ger. Die Stadt sei wei­ter­hin dank­bar für jedes pri­va­te Unter­brin­gungs­an­ge­bot für ukrai­ni­sche Geflüch­te­te. Gemel­det wer­den kön­nen die­se Ange­bo­te wei­ter­hin über die städ­ti­sche Hot­line 0921 / 25–1536, sozialdienst@​stadt.​bayreuth.​de.