AOK Bam­berg: Kin­der­kran­ken­geld stark nachgefragt

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Die Zahl der Kin­der­kran­ken­geld-Anträ­ge hat sich im Pan­de­mie­jahr 2021 fast ver­dop­pelt. So regi­strier­te die AOK Bay­ern im ver­gan­ge­nen Jahr ins­ge­samt fast 169.000 Fäl­le. Zum Ver­gleich: 2020 waren es ledig­lich knapp 86.000. Der deut­li­che Anstieg geht auch auf den erheb­lich erwei­ter­ten Anspruch im Rah­men der Coro­na-Pan­de­mie zurück. „Es ist erfreu­lich, dass die AOK mit dem Kin­der­kran­ken­geld Eltern und Allein­er­zie­hen­de, die sich in der Coro­na-Kri­se um ihr Kind zuhau­se küm­mern, ent­la­sten kann“, sagt Mathi­as Eckardt, Bei­rats­vor­sit­zen­der bei der AOK in Bamberg.

Der Anspruch auf Kin­der­kran­ken­geld wur­de wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie deut­lich erwei­tert. Danach konn­ten Eltern für die Betreu­ung ihrer Kin­der auch zuhau­se blei­ben, wenn Schu­len oder Kitas pan­de­mie­be­dingt geschlos­sen waren oder das Kind in Qua­ran­tä­ne muss­te. Knapp 70.000 Anträ­ge auf das soge­nann­te Coro­na-Kin­der­kran­ken­geld sind 2021 bei der AOK Bay­ern ein­ge­gan­gen. Das ent­spricht gut 40 Pro­zent aller Anträ­ge. Die mei­sten Anträ­ge auf Kin­der­kran­ken­geld ver­zeich­ne­te Bay­erns größ­te Kran­ken­kas­se im ver­gan­ge­nen Jahr in den Mona­ten Febru­ar und März (25.106 bzw. 22.035 Fäl­le) sowie Okto­ber (20.340).

Son­der­re­ge­lun­gen gel­ten teil­wei­se weiter

Das coro­nabe­ding­te Kin­der­kran­ken­geld etwa bei Schul­schlie­ßung oder Qua­ran­tä­ne endet zwar zum 19. März, der zeit­lich erwei­ter­te Anspruch bei Erkran­kung des Kin­des bleibt aller­dings bis Ende 2022 bestehen. Danach kann jeder Eltern­teil für jedes gesetz­lich ver­si­cher­te Kind bis zum 12. Geburts­tag bis zu 30 Arbeits­ta­ge pro Jahr Kin­der­kran­ken­geld bezie­hen. Bei Allein­er­zie­hen­den sind es ins­ge­samt 60 Arbeits­ta­ge. Bei mehr als zwei Kin­dern erhöht sich der Anspruch auf höch­stens 65 Tage pro Eltern­teil oder 130 Tage für Allein­er­zie­hen­de. Die AOK über­nimmt bis zu 100 Pro­zent des aus­ge­fal­le­nen Net­to-Arbeits­lohns. Um Kin­der­kran­ken­geld zu erhal­ten, ist eine ärzt­li­che Beschei­ni­gung nötig, dass das Kind Betreu­ung braucht.