Wald­kran­ken­haus Erlan­gen hat neue Chefärztin

Priv.-Doz. Dr. med. Silke Schüle © Waldkrankenhaus Erlangen:
Priv.-Doz. Dr. med. Silke Schüle © Waldkrankenhaus Erlangen:

Gene­ra­ti­ons­wech­sel am Wald­kran­ken­haus in Erlan­gen: Priv.-Doz. Dr. med. Sil­ke Schü­le ist die neue Chef­ärz­tin der Kli­nik für All­ge­mein- und Viszeralchirurgie

Das Wald­kran­ken­haus hat in der Chir­ur­gie eine lan­ge Tra­di­ti­on und ist für sei­ne für­sorg­li­che, mensch­li­che Behand­lung und Betreu­ung der Pati­en­ten in der gan­zen Metro­pol­re­gi­on bekannt. Seit dem 1. Febru­ar 2022 setzt Frau Priv.-Doz. Dr. med. Sil­ke Schü­le als neue Chef­ärz­tin der Kli­nik für All­ge­mein- und Vis­ze­ral­chir­ur­gie die­se Tra­di­ti­on fort.

Priv.-Doz. Dr. med. Sil­ke Schü­le folgt auf den lang­jäh­ri­gen Chef­arzt Dr. med. Alfred Brüt­ting, der in den Ruhe­stand ver­ab­schie­det wur­de. „Ich wer­de für die Pati­en­ten des Wald­kran­ken­hau­ses das bestehen­de, umfang­rei­che Lei­stungs­spek­trum über­neh­men und zusätz­li­che Schwer­punk­ten set­zen“, so Chef­ärz­tin Schü­le bei ihrem Amtsantritt.

Zu den bekann­ten Schwer­punk­ten der Chir­ur­gie im Wald­kran­ken­haus zäh­len die onko­lo­gi­sche Chir­ur­gie, die endo­kri­ne Chir­ur­gie, die Her­ni­en­chir­ur­gie und die all­ge­mei­ne Chir­ur­gie. Beson­ders spe­zia­li­siert ist die Kli­nik auf die Behand­lung von gut- und bös­ar­ti­gen Erkran­kun­gen der Schild­drü­se und der Neben­schild­drü­sen. Zudem führt die Kli­nik als Kom­pe­tenz­zen­tren für Her­ni­en­chir­ur­gie seit 2013 das Qua­li­täts­sie­gel der Deut­schen Her­ni­en­ge­sell­schaft, wel­ches die aus­ge­zeich­ne­te Her­ni­en­chir­ur­gie (The­ra­pie von Bauch­wand­brü­chen, wie z. B. Lei­sten­her­ni­en, Nabel­her­ni­en, Nar­ben­her­ni­en) am Wald­kran­ken­haus belegt.

Neben einem umfang­rei­chen Pro­gramm von Indi­ka­ti­ons­sprech­stun­den ste­hen für die ope­ra­ti­ve Behand­lung im Wald­kran­ken­haus modern aus­ge­stat­te­te OP-Säle, ins­be­son­de­re auch für mini­mal-inva­si­ve Chir­ur­gie, zur Ver­fü­gung. So kön­nen auch für dring­li­che Fäl­le sehr kurz­fri­stig Behand­lungs­ter­mi­ne ange­bo­ten werden.

Hohe Kom­pe­tenz

Ihr Stu­di­um absol­vier­te die Chef­ärz­tin in Frei­burg, Kap­stadt und Syd­ney. Die Fach­arzt­aus­bil­dung für All­ge­mei­ne Chir­ur­gie und Vis­ze­ral­chir­ur­gie mit Zusatz­be­zeich­nung Spe­zi­el­le Vis­ze­ral­chir­ur­gie erfolg­te an der Uni­ver­si­täts­kli­nik Hei­del­berg sowie am Kli­ni­kum Bre­men-Mit­te. Wei­te­re Spe­zia­li­sie­run­gen in den Berei­chen Sur­gi­cal Onco­lo­gy (EBSQ), Not­fall­me­di­zin, Höhen- und Expe­di­ti­ons­me­di­zin, Rei­se­me­di­zin (CRM) folgten.

Die letz­ten elf Jah­re war Frau Priv.-Doz. Dr. Schü­le als Ober­ärz­tin an der Uni­ver­si­täts­kli­nik Jena tätig, von wo sie als Koor­di­na­to­rin und Senio­r­ope­ra­teu­rin des uni­ver­si­tä­ren Darm­krebs­zen­trums einen her­vor­ra­gen­den Ruf ans Wald­kran­ken­haus mitbringt.

Bereits in Jena pfleg­te sie eine enge Koope­ra­ti­on mit der Kli­nik für Inne­re Medizin/​Gastroenterologie, ins­be­son­de­re bei der Behand­lung von Pati­en­ten mit chro­nisch-ent­zünd­li­chen Darmerkrankungen.

Neu­es Darm­krebs­zen­trum am Waldkrankenhaus

Erkran­kun­gen des Bauch­raums erfor­dern in vie­len Fäl­len eine fächer­über­grei­fen­de Behand­lung. Aus die­sem Grun­de wer­den die Pati­en­ten im Wald­kran­ken­haus im Inter­dis­zi­pli­nä­ren Zen­trum für Vis­ze­ral­me­di­zin von der All­ge­mein- und Vis­ze­ral­chir­ur­gie sowie der Medi­zi­ni­schen Kli­nik II unter der Lei­tung von Prof. Dr. Mar­tin Rai­thel betreut, um eine schnel­le und kom­pe­ten­te Behand­lung zu gewährleisten.

Ins­be­son­de­re für die Behand­lung von bös­ar­ti­gen Erkran­kun­gen des Darm­trakts wird mit der neu­en Chef­ärz­tin und lang­jäh­ri­gen Darm­krebs­ope­ra­teu­rin in Kür­ze ein Darm­krebs­zen­trum eta­bliert werden.

Eine inten­si­vier­te vor­sta­tio­nä­re Vor­be­rei­tung lei­stet vor grö­ße­ren Ope­ra­tio­nen einen wich­ti­gen Bei­trag zum Ope­ra­ti­ons­er­folg sowie zur raschen Gene­sung. „Auf Aspek­te wie Man­gel­er­näh­rung und Blut­ar­mut wer­den wir künf­tig beson­ders ach­ten und die­se – soweit mög­lich – vor der Ope­ra­ti­on aus­glei­chen. Auch ein­fa­che Bewe­gungs­übun­gen und Atem­trai­ning, mit denen bereits im häus­li­chen Umfeld begon­nen wird, kön­nen all­ge­mei­ne Kom­pli­ka­tio­nen wie Lun­gen­ent­zün­dun­gen ver­rin­gern und sor­gen für eine bes­se­re Beweg­lich­keit und Erho­lung nach der Ope­ra­ti­on. Dies ist ins­be­son­de­re bei älte­ren und vor­er­krank­ten Pati­en­ten wich­tig“, betont Chef­ärz­tin Schü­le. „Unse­re Pati­en­ten ste­hen für uns im Mit­tel­punkt. Wir set­zen alles dar­an, damit sie sich bei uns gut auf­ge­ho­ben und ver­sorgt fühlen.“

„Die her­vor­ra­gen­de medi­zi­ni­sche Exper­ti­se von Frau Priv.-Doz. Dr. Schü­le und ihre Pati­en­ten­nä­he beein­drucken uns sehr. Das sind per­fek­te Vor­aus­set­zun­gen für eine aus­ge­zeich­ne­te Zusam­men­ar­beit mit den übri­gen Kli­ni­ken unse­res Hau­ses sowie den nie­der­ge­las­se­nen Ärz­tin­nen und Ärz­ten“, so der Geschäfts­füh­rer des Wald­kran­ken­hau­ses, Dr. Car­sten Haeckel.