Forch­heim: Bene­fiz-Akti­on der beson­de­ren Art

Eine Bene­fiz-Akti­on der beson­de­ren Art absol­vier­te Chri­sti­an Bey­er im ver­gan­ge­nen Jahr: Er fuhr 952 Kilo­me­ter mit einem E‑Lastenrad an die Ost­see – und das mit Mul­ti­pler Skle­ro­se. Bey­er nahm die Stra­pa­zen auf sich, um den Kin­dern der Früh­för­de­rung der Lebens­hil­fe Forch­heim eini­ge Wün­sche zu erfüllen.

Das Bild zeigt (von links) Romy Heise und Ricarda Horn von der Frühförderung, den Handicap-Tourenfahrer Christian Beyer und Michael Endres, Vorstand der Lebenshilfe Forchheim. In 15 Tagen hatte Beyer, selbst an MS erkrankt, mit seinem Lastenrad 952 Kilometer zurückgelegt und dabei Spenden für Kinder mit Förderbedarf gesammelt. Foto: Martin Rossol

Das Bild zeigt (von links) Romy Hei­se und Ricar­da Horn von der Früh­för­de­rung, den Han­di­cap-Tou­ren­fah­rer Chri­sti­an Bey­er und Micha­el End­res, Vor­stand der Lebens­hil­fe Forch­heim. In 15 Tagen hat­te Bey­er, selbst an MS erkrankt, mit sei­nem Lasten­rad 952 Kilo­me­ter zurück­ge­legt und dabei Spen­den für Kin­der mit För­der­be­darf gesam­melt. Foto: Mar­tin Rossol

Die Idee zu die­ser Tour, die Chri­sti­an Bey­er auf­grund sei­ner links­sei­ti­gen Pare­se wahr­lich nicht leicht gefal­len ist, ent­stand an einem lau­ni­gen Abend, an dem er die spon­ta­ne Idee auch noch in den sozia­len Netz­wer­ken zum Besten gab. „Auf­grund der zahl­rei­chen posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen dort, gab es irgend­wann kein zurück mehr für mich,“ erin­nert sich Bey­er, der sich als­dann an die Anschaf­fung und behin­der­ten­ge­rech­te Umrü­stung eines E‑Lastenrades machte.

Dank sei­nes Tage­bu­ches, dass der 55jährige auf Face­book führ­te, war auch schnell ein Name für die Bene­fiz-Akti­on gefun­den: Die „Han­di­cap-Tour Cap Arco­na“ war gebo­ren. Fort­an such­te Chri­sti­an Bey­er neben den Vor­be­rei­tun­gen für sei­ne 952 Kilo­me­ter lan­ge Tour nach Unter­stüt­zern. Der Erlös soll­te den Kin­dern der Früh­för­de­rung der Lebens­hil­fe Forch­heim zu Gute kommen.
Und die­se Hel­fer fan­den sich rasch: Neben zahl­rei­chen Pri­vat­per­so­nen betei­lig­ten sich auch Forch­hei­mer Fir­men mit einer Spen­de, allen vor­an die Spe­di­ti­on Pohl, das Auto­haus Hof­mann und die Fir­ma Pia­sten. „2300 Euro sind für die Han­di­cap-Tour ein­ge­gan­gen“, freut sich Micha­el End­res, Vor­stand der Lebens­hil­fe, bei dem Über­ga­be­ter­min. „Im Namen der Kin­der herz­li­chen Dank für die groß­ar­ti­ge Idee und ihr wirk­lich außer­ge­wöhn­li­ches Engagement.“

Den Dan­kes­wor­ten End­res‘ schlos­sen sich Romy Hei­se und Ricar­da Horn von der Früh­för­de­rung der Lebens­hil­fe an. „Wir haben sicher kei­ne Pro­ble­me mit der Ver­wen­dung der Spen­den“, sagt Romy Hei­se, „die Wün­sche der Kin­der sind immer groß.“ Auch Hei­se und Horn wür­dig­ten das Enga­ge­ment von Chri­sti­an Bey­er´, vor allem vor dem Hin­ter­grund sei­nes Han­di­caps, in den höch­sten Tönen.
Chri­sti­an Bey­er selbst ist froh, Wort gehal­ten zu haben: „Die Fla­schen­post der Forch­hei­mer Kin­der wur­de wie ver­spro­chen der Ost­see über­ge­ben.“ Aber die Stra­pa­zen sei­en groß gewe­sen, die Mühen enorm, eini­ge Male habe er die Strecken ver­teu­felt. „Aber ans auf­ge­ben habe ich nie gedacht – der Kin­der wegen.“