AG SPDqueer Ober­fran­ken: „Quee­re afgha­ni­sche Geflüch­te­te end­lich in Ober­fran­ken aufnehmen!“

Die SPD-inter­ne AG SPDqueer Ober­fran­ken hat gestern den nach­fol­gen­den Antrag an die SPD- Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den aller ober­frän­ki­schen Land­krei­se, kreis­frei­en Städ­te, Städ­te & Gemein­den gestellt:

„Die SPD-[Landtags‑, Stadtrats‑, Gemein­de­rats­frak­ti­on] möge fol­gen­des beschlie­ßen: Die SPD-[Landtags‑, Stadtrats‑, Gemein­de­rats­frak­ti­on] wird sich im [Landtags‑, Stadtrats‑, Gemein­de­rat] dafür ein­set­zen, dass [Land­kreis, Stadt, Gemein­de] Geflüch­te­te, und hier ins­be­son­de­re quee­re Geflüch­te­te (also schwu­le, les­bi­sche, bise­xu­el­le, trans­se­xu­el­le und inter­se­xu­el­le Men­schen) aus Afgha­ni­stan auf­nimmt. Die SPD- [Landtags‑, Stadtrats‑, Gemein­de­rats­frak­ti­on] wird sich im Gemein­de­rat dafür ein­set­zen, dass [Land­kreis, Stadt, Gemein­de] ent­spre­chen­de Infra­struk­tur (Anker­Zen­tren, Flücht­lings­hei­me etc.) auf- oder aus­bau­en kann und sich öffent­lich zur Auf­nah­me quee­rer afgha­ni­scher Geflüch­te­ter bekennt. Die SPD [Landtags‑, Stadtrats‑, Gemein­de­rats­frak­ti­on] wird hier­für ver­wal­tungs­tech­ni­sche Maß­nah­men prü­fen und durch­set­zen und, falls nötig, Mehr­hei­ten mit ande­ren Frak­tio­nen bil­den, um die Auf­nah­me Geflüch­te­ter aus Afgha­ni­stan im Gemein­de­rat durch­set­zen zu kön­nen.“ Hier­zu der Vor­sit­zen­de der AG SPDqueer Ober­fran­ken, Seba­sti­an Kropp: „Wir haben alle noch die schreck­li­chen Bil­der vom Sep­tem­ber 2021 im Kopf, als die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft ihre Trup­pen aus Afgha­ni­stan abge­zo­gen hat – Men­schen in Panik, die auf den Flug­ha­fen von Kabul flie­hen und sich in ihrer Angst an star­ten­de Flug­zeu­ge klam­mern; Kin­der, die zu ihrer Ret­tung über Mau­ern an ame­ri­ka­ni­sche Soldat*innen wei­ter gereicht wer­den. Für uns war sofort klar: wir müs­sen etwas tun.“

Die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de Jani­na Kie­ke­busch ergänzt: „Wir haben daher umge­hend nach den Ereig­nis­sen von damals einen Info-Abend mit dem dama­li­gen queer- und ver­tei­di­gungs­po­li­ti­schen Spre­cher der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on, Karl-Heinz-Brun­ner, orga­ni­siert, um uns über die Lage quee­rer Men­schen unter den Tali­ban in Afgha­ni­stan zu infor­mie­ren. Er sag­te wort­wört­lich zu uns, dass quee­re Afgha­nen sich „ … in Lebens­ge­fahr bege­ben, sobald sie das Haus verlassen.“.“

Die AG SPDqueer Ober­fran­ken wird über den Erfolg des Antra­ges informieren.