Blick über den Zaun: „MIKIs Take­over! Ensem­ble“ in der Nürn­ber­ger Meistersingerhalle

MIKIs Take­over! Ensem­ble in der Nürn­ber­ger Mei­ster­sin­ger­hal­le. Foto: Chri­sti­an Amouzou

NÜRN­BERG FREI­TAG, 18. MÄRZ 2022, MEISTERSINGERHALLE

Sein Herz hin­ge an Deutsch­land. Dem Deutsch­land Ril­kes, Manns und Schu­berts. So beschreibt Max Her­re es in sei­nem Lied „Ber­lin-Tel Aviv“. Und es muss schon etwas dran sein, wenn Deutsch­lands Aus­nahme­mu­si­ker, Rap­per und Tex­ter den Kom­po­ni­sten Franz Schu­bert in die erste Rei­he stellt. Die­se Respekt­be­kun­dung neh­men sich Miki Kekenj und sein „Take­over! Ensem­ble“ als Anlass, um Max Her­re in bewähr­ter Takeover!-Manier in die Klas­sik zu entführen.

Mit aus­schließ­lich klas­si­schen Instru­men­ten neh­men sie sich sei­ner Musik an, erdenken vie­les neu. Sie kon­zi­pie­ren Pro­gram­me, die den Zeit­geist der musik­in­ter­es­sier­ten „Genera­ti­on Pop“ wider­spie­geln, dabei aber den klas­si­schen Raum nicht links lie­gen las­sen. Der Begriff „take­over“ impli­ziert schon das, was drin­steckt. Der Raum soll in Beschlag genom­men wer­den, um ihn in ein unge­wohn­tes Ter­rain zu ver­wan­deln – sowohl für die Aus­füh­ren­den als auch für das Publi­kum. So suchen die Musi­ker nach der per­fek­ten Sym­bio­se aus Song­wri­ting, Rap und klas­si­schem Ensem­ble­spiel. Ob sie gemein­sam auch bei Schu­bert fün­dig wer­den? Man darf gespannt sein. Kar­ten an den bekann­ten Vorverkaufsstellen.