Freie Wäh­ler set­zen Schwer­punk­te – Forch­heim mit in der För­de­rung dabei

Thor­sten Glau­ber und Prof. Lesch prä­sen­tie­ren die Kli­ma­kof­fer (Quel­le: Baye­ri­sches Staats­mi­ni­ste­ri­um für Umwelt und Ver­brau­cher­schutz). Foto: Bay. Ministerium

Der baye­ri­sche Finanz­mi­ni­ster hat in Zusam­men­ar­beit mit Regie­rungs­frak­tio­nen und Staats­re­gie­rung den Haus­halts­ent­wurf erstellt und in den Land­tag ein­ge­bracht. Nun stel­len die Regie­rungs­frak­tio­nen ihre finanz­po­li­ti­schen Initia­ti­ven vor. Mit ins­ge­samt 60 Mil­lio­nen Euro wol­len sie spe­zi­el­le lan­des­po­li­ti­sche Akzen­te set­zen. Beson­ders unter­stützt wer­den dabei die Berei­che Wirt­schaft, Bil­dung, Umwelt, Gesund­heit- und Pfle­ge sowie her­aus­ra­gen­de regio­na­le Pro­jek­te im Bereich Kunst und Kultur.

„Gera­de in her­aus­for­dern­den Zei­ten zeich­nen sich die Regie­rungs­frak­tio­nen vor allem durch eines aus: Sta­bi­li­tät“, erklärt Thor­sten Glau­ber, Staats­mi­ni­ster aus Pinz­berg. „Dabei haben wir stets das Gemein­wohl von Bay­erns Bür­ge­rin­nen und Bür­gern im Blick.“

Im Wirt­schafts­be­reich wer­den mit meh­re­ren Mil­lio­nen Euro vor allem die Berei­che For­schung und Ent­wick­lung for­ciert. „Mit den zusätz­li­chen Mit­teln soll die Struk­tur eines Baye­ri­schen Chip-Design-Zen­trums kon­zep­tio­niert und inhalt­lich vor­be­rei­tet wer­den. Das Zen­trum soll einen wesent­li­chen Bau­stein der Baye­ri­schen Halb­lei­ter-Initia­ti­ve dar­stel­len“, so Glau­ber. „Dar­über hin­aus wol­len wir die Bio­öko­no­mie­stra­te­gie mit­hil­fe einer Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gne vor­an­trei­ben. Ziel die­ser Maß­nah­me ist es, Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für ein res­sour­cen- und kli­ma­scho­nen­des Kon­sum­ver­hal­ten zu sensibilisieren.“

Auch in den Bil­dungs­be­reich wer­den zusätz­li­che Mit­tel in Mil­lio­nen­hö­he inve­stiert. „Durch die För­de­rung wol­len wir den Ein­satz digi­ta­ler Bil­dungs­me­di­en an Bay­erns Schu­len stär­ken und ihre Erpro­bung wis­sen­schaft­lich beglei­ten. Zudem stel­len wir eine erheb­li­che Sum­me bereit, um 2022 zum ‚Baye­ri­schen Jahr der Jugend‘ zu machen. So wol­len wir ins­be­son­de­re die Teil­ha­be der jun­gen Genera­ti­on an poli­ti­schen Wil­lens­bil­dungs- und Ent­schei­dungs­pro­zes­sen för­dern“, so Glau­ber. „Dar­über hin­aus unter­stüt­zen wir ver­schie­de­ne Pilot­pro­jek­te. Basie­rend auf über­zeu­gen­den wis­sen­schaft­li­chen Daten soll bei­spiels­wei­se der Ein­satz von Schul­hun­den wei­ter erschlos­sen wer­den. Denn die­ser kann nach­weis­lich dazu bei­tra­gen, die Schul- und Lei­stungs­angst der Kin­der zu min­dern und ein posi­ti­ves Lern­kli­ma zu schaf­fen“, erklärt Glauber.

„Mit meh­re­ren Mil­lio­nen Euro wol­len wir auch Maß­nah­men im Bereich des Umwelt­schut­zes för­dern. Impuls­pro­jek­te zur natur­ver­träg­li­chen Besu­cher­len­kung in Bay­ern bedür­fen dabei unse­rer drin­gen­den Unter­stüt­zung, damit Ein­hei­mi­sche und Tou­ri­sten die Natur in Bay­ern erle­ben kön­nen“, so Glauber.

Ein gro­ßer Teil der gemein­sa­men Frak­ti­ons­in­itia­ti­ven fließt zudem in den Gesund­heits- und Pfle­ge­sek­tor: „Mit den Zuschüs­sen wol­len wir ins­be­son­de­re die För­der­richt­li­nie Pfle­ge im sozia­len Nah­raum ‚Pfle­ge­so­Nah‘ unter­stüt­zen. Sie trägt zum Aus­bau einer bedarfs­ge­rech­ten und flä­chen­decken­den pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gungs­struk­tur bei“, so Glau­ber wei­ter. Dar­über hin­aus sol­len Fami­li­en mit lebens­ver­kür­zend erkrank­ten Kin­dern unter­stützt wer­den. „Wir wol­len Begeg­nungs­stät­ten schaf­fen, um betrof­fe­nen Ange­hö­ri­gen einen Platz zum Aus­tausch zu geben sowie eine Anlauf­stel­le für Infor­ma­tio­nen zum The­ma Ster­ben, Tod und Trauer.“

Meh­re­re Mil­lio­nen Euro gehen dar­über hin­aus an den Kunst- und Kul­tur­be­reich. „Um die Wei­chen für einen lebens­wer­ten Frei­staat zu stel­len, wol­len wir Bay­erns Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen nach­hal­tig stär­ken. Dar­um fließt ein Teil des Betrags in das Netz­werk Stadt­kul­tur e. V., ein Kul­tur-Forum von 58 baye­ri­schen Städ­ten und Gemein­den. Es ermög­licht kol­le­gia­len Aus­tausch, Ver­net­zung, Fort­bil­dun­gen, gemein­sa­me Ver­an­stal­tun­gen, Pro­jek­te und Festi­vals“, erklärt Glauber.

Über die Frak­ti­ons­in­itia­ti­ven wol­len wir uns für die Men­schen in ganz Bay­ern ein­set­zen. Das Ziel ist es dabei, ver­schie­de­ne Lebens­be­rei­che kon­se­quent und nach­hal­tig zu ver­bes­sern. „Als Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter habe ich mich beson­ders für das Pilot­pro­jekt Was­ser und die Besu­cher­len­kung ein­ge­setzt. Das dop­pel­stöcki­ge Aus­stel­lungs­fahr­zeug WAS­SER­mo­bil, das mit den Mit­teln finan­ziert wird, ist Labor, Aus­stel­lung, Mul­ti­me­dia-Raum und Dia­log­fo­rum zugleich. Beglei­tet durch erfah­re­ne Leh­ren­de und Was­ser­wirt­schaft­ler bringt es auf sei­ner Tour durch Bay­ern die Her­aus­for­de­run­gen der moder­nen Was­ser­wirt­schaft unter ande­rem zu Schu­len, Hoch­schu­len, Mes­sen, Ver­an­stal­tun­gen und Unter­neh­men – also direkt zu den Men­schen vor Ort. Hier­für kön­nen wir 750 000 € zur Ver­fü­gung stel­len. Zur Besu­cher­len­kung gibt es im Alpen­raum bereits erfolg­rei­che Kon­zep­te. Unter ande­rem mit den Mit­teln aus den Frak­ti­ons­in­itia­ti­ven kön­nen nun auch ver­gleich­ba­re Akti­vi­tä­ten in den Mit­tel­ge­birgs­land­schaf­ten in Nord- und Ost­bay­ern rea­li­siert wer­den. Auf die­se Wei­se kön­nen Ein­hei­mi­sche und Tou­ri­sten auf natur­ver­träg­li­che Wei­se Bay­ern erle­ben, ohne die Natur dabei unge­wollt zu zer­stö­ren. Mit 450 000 € kön­nen wir jetzt schlag­kräf­ti­ge Impuls­pro­jek­te umset­zen. Was mich abschlie­ßend noch beson­ders freut, ist dass wir auch 50 000 € für die Anschaf­fung wei­te­rer 200 Kli­ma­kof­fer bereit­stel­len kön­nen. Die neue Char­ge Kli­ma­kof­fer kann jetzt die hohe Nach­fra­ge durch die baye­ri­schen Schu­len bedie­nen. Die­se wer­den wir nun über die Frak­ti­ons­in­itia­ti­ven in die Haus­halts­be­ra­tun­gen des Baye­ri­schen Land­tags einbringen.“

Die fina­le Abstim­mung über den Haus­halt 2022 ist ab dem 5. April 2022 geplant.