Bam­ber­ger Biber-Beauf­trag­ter Jür­gen Voll­mer stell­te sich im Mobi­li­täts­se­nat vor

Der Biber ist an die bayerischen Flüsse zurückgekehrt. In Bamberg gibt es drei bis vier Biberfamilien. Manchmal kann man ihn auch im Hain beobachten. Foto: Helga Brauner.
Der Biber ist an die bayerischen Flüsse zurückgekehrt. In Bamberg gibt es drei bis vier Biberfamilien. Manchmal kann man ihn auch im Hain beobachten. Foto: Helga Brauner.

Was macht ein „Biber-Beauf­trag­ter“?

Der streng geschütz­te Biber ist in wei­ten Tei­len Bay­erns wie­der hei­misch gewor­den – auch in Bam­berg. Die­ser Erfolg hat jedoch auch sei­ne Schat­ten­sei­ten. In man­chen Lebens­räu­men kom­men Biber mit ihren Aktiv­tä­ten der mensch­li­chen Land­nut­zung in die Que­re und kön­nen auch Schä­den und Kon­flik­te ver­ur­sa­chen. Für sol­che Fäl­le gibt es in der Stadt Bam­berg einen „Biber-Beauf­trag­ten“. Seit 2017 steht Jür­gen Voll­mer den Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mit Rat und Tat zur Sei­te. Aus erster Hand infor­mier­ten sich in die­ser Woche die Mit­glie­der des Mobi­li­täts­se­nats über sei­nen Aufgabenbereich. 

Zustän­dig für den Arten­schutz sind die Unte­ren Natur­schutz­be­hör­den an den Land­rats­äm­tern und den kreis­frei­en Städ­ten. In der Stadt Bam­berg ist die­se im Kli­ma- und Umwelt­amt ange­sie­delt. Der Biber ist nach dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz streng geschützt. Die Behör­de wird bei der Bera­tung von Betrof­fe­nen vor Ort und der Umset­zung von Maß­nah­men, wie etwa den Schutz von Bäu­men, von ehren­amt­lich täti­gen Biber­be­ra­tern unterstützt.

Biberbeauftragter Jürgen Vollmer zeigt, welche „Arbeit“ der Biber im Stadtgebiet verrichtet. Foto: Pressestelle / Steffen Schützwohl

Biber­be­auf­trag­ter Jür­gen Voll­mer zeigt, wel­che „Arbeit“ der Biber im Stadt­ge­biet ver­rich­tet. Foto: Pres­se­stel­le / Stef­fen Schützwohl

Bereits im Jahr 2013 hat sich Herr Voll­mer bei der Baye­ri­schen Aka­de­mie für Natur­schutz und Land­schafts­pfle­ge zum Biber­be­ra­ter aus­bil­den las­sen. Seit 1. Febru­ar 2017 ist er der offi­zi­el­le Biber-Beauf­trag­te der Stadt Bam­berg. Er ist kom­pe­ten­ter Ansprech­part­ner für auf­tre­ten­den Kon­flik­te zwi­schen Mensch und Biber. Zu sei­nen Auf­ga­ben gehört es unter ande­rem in Kon­flikt­be­rei­chen über Gefah­ren­quel­len, Scha­dens­bil­der, Abhil­fe­maß­nah­men sowie För­der­mög­lich­kei­ten zu infor­mie­ren. Fer­ner unter­stützt er die Unte­re Natur­schutz­be­hör­de durch die Bereit­stel­lung von Daten und Bestands­er­mitt­lun­gen. Als Biber­be­auf­trag­ter hat er sogar Zutritts­recht zu frem­den Grundstücken.

Bür­ger­mei­ster Jonas Glü­sen­kamp sowie die Senats­mit­glie­der bedank­ten sich bei Jür­gen Voll­mer für sein lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment. „Herr Voll­mer hilft durch sei­nen ehren­amt­li­chen Ein­satz prä­ven­tiv, um Schä­den durch den Biber zu ver­mei­den, wie etwa die Unter­gra­bung von Däm­men, Über­schwem­mun­gen durch den Stau von Gewäs­sern oder Biss­schä­den an Bäu­men“, beton­te der Umwelt­re­fe­rent. „Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die sol­che Schä­den befürch­ten oder fest­stel­len, bit­te ich, mit uns Kon­takt auf­zu­neh­men. Unser Biber-Beauf­trag­ter wird sich kom­pe­tent mit Betrof­fe­nen in Ver­bin­dung setzen.“

Info

Rat und Hil­fe suchen­de Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wen­den sich bit­te an die Unte­re Natur­schutz­be­hör­de bei der Stadt Bam­berg: Tel.: 0951/87–1706, E‑Mail: umwelt@​stadt.​bamberg.​de. Die­se stellt den Kon­takt zum Biber-Beauf­trag­ten her.