Schwung­vol­ler Pro­ben­be­ginn auf der Natur­büh­ne in Trebgast

Probenszene Naturbühne Trebgast. Foto: H. Martin
Probenszene Naturbühne Trebgast. Foto: H. Martin

Am Wochen­en­de haben mit viel Lei­den­schaft und fri­scher Ener­gie die ersten Pro­ben für die dies­jäh­ri­ge Thea­ter­sai­son mit vier Eigen­pro­duk­tio­nen am Wehlit­zer Berg in Treb­gast begonnen. 

Thea­ter­luft weht wie­der durch die Fel­sen der Natur­büh­ne. Nach zwei aus­ge­fal­le­nen Spiel­zei­ten wur­de die Frei­licht­büh­ne am Wehlit­zer Berg am Wochen­en­de von den ersten Spie­le­rin­nen und Spie­lern aus dem Dorn­rös­chen­schlaf geküsst.

Die Akteu­re sind dabei kaum zu brem­sen: mit dem Text­buch stür­men sie bei eisi­ger Käl­te auf die Büh­ne um die erste Lese­pro­be direkt auf der lang­ver­miss­ten Spiel­flä­che zu hal­ten. „Das hier hat mir in den letz­ten zwei Jah­ren sehr gefehlt“, gibt Wer­ner Eber­hardt zu. Er freut sich bei der ersten Pro­be des Volks­stücks „Nicht öffent­lich“ auf sei­ne Rol­le des kor­rup­ten Bür­ger­mei­sters. Die­ser wird in einer frän­ki­schen Gemein­de mit sei­ner Vet­tern­wirt­schaft so rich­tig in die Enge getrie­ben. Auch der in Treb­gast bereits bestens bekann­te Regis­seur Rai­ner Streng blickt vol­ler Erwar­tung auf die anste­hen­den Pro­ben für die Mund­art-Komö­die: „Hier wird die loka­le Kom­mu­nal­po­li­tik ins Visier genom­men. Nicht mit erho­be­nem Zei­ge­fin­ger, son­dern mit einem gewis­sen Augen­zwin­kern und Schmun­zeln. Jeder Besu­cher wird dar­in irgend­wo sei­ne Gemein­de wie­der­fin­den.“ Die Spie­le­rin­nen und Spie­ler des dies­jäh­ri­gen Volks­stücks sind sofort mit­ten drin im Text, schlüp­fen in ihre Rol­len und sprü­hen vor Spiel­freu­de. Schon vor zwei Jah­ren haben vie­le von ihnen schon genau an dem glei­chen Stück gemein­sam gear­bei­tet. Die Pau­se hat sie bestärkt, in die­ser Sai­son erst recht auf die Büh­ne zu gehen und zu spie­len, spie­len, spielen.

Auch die neue künst­le­ri­sche Lei­tung Anja Dechant-Sund­by ist begei­stert: fast ihr kom­plet­tes Team von 2020 steht bei der ersten Pro­be zur klas­si­schen Komö­die „Die­ner zwei­er Her­ren“ zwi­schen den idyl­li­schen Fel­sen der Büh­ne. „Wich­tig ist, dass wir uns erst ein­mal wie­der tref­fen“, freut sich das Natur­büh­nen-Urge­stein Wal­ter Rich­ter. „Ich kann es noch gar nicht rich­tig glau­ben, dass es jetzt tat­säch­lich wie­der geht, das ist zu schön“, so Mari­on Reg­net ganz auf­ge­wühlt. Regel­mä­ßig steht sie jedes Jahr auf der Büh­ne und spielt 2022 eine ita­lie­ni­sche Köchin in der sprit­zi­gen Bou­le­vard­ko­mö­die. Die Kulis­se des alten Stein­bruchs wird in die­sem Som­mer in vene­zia­ni­sche Grach­ten ver­wan­delt. Bald schon wer­den auch die Pro­ben für das Fami­li­en­stück „Ala­din und die Wun­der­lam­pe“ und für die herz­zer­rei­ßen­de Komö­die „Kalen­der Girls“ beginnen.

Bis die Sai­son im Mai star­tet, absol­vie­ren rund 45 Spieler:innen aus der gesam­ten Regi­on für die vier Stücke noch eine gan­ze Men­ge Pro­ben­zeit. Für sie ist ihr Thea­ter­hob­by ihre gro­ße Lei­den­schaft. Denn bei etwa 40 Pro­ben­ein­hei­ten und jeweils ca. 16–20 Vor­stel­lun­gen bleibt nicht viel Frei­zeit im Früh­jahr und Som­mer. Min­de­stens genau­so vie­le Akti­ve wer­den hin­ter der Büh­ne dafür sor­gen, dass die Besu­cher von Mit­te Mai bis Mit­te August wie­der wie gewohnt unter­halt­sa­mes Thea­ter erle­ben können.

Viel­fäl­ti­ge Abwechs­lung bie­ten in die­sem Jahr zusätz­lich 18 Gast­spie­le mit einem hoch­ka­rä­ti­gen Musik-. Come­dy- und Kaba­rett­an­ge­bot, bei dem sicher für jeden etwas dabei ist.

Übri­gens sucht das Team der Natur­büh­ne kräf­tig nach Unter­stüt­zern in den Berei­chen Büh­ne, Requi­si­te, Regie­as­si­stenz, Kas­se und Gästedienst. Wer also Lust hat, selbst ein­mal Thea­ter­luft zu schnup­pern, kann sich ger­ne mel­den: info@​dienaturbuehne.​de.

Alle Infor­ma­tio­nen zur Spiel­zeit 2022 und zum Vor­ver­kauf unter www​.die​na​tur​bue​h​ne​.de. Tickets gibt es auch unter 09227–6220 (Mon­tag 16 bis 18 Uhr, Frei­tag 10 bis 13 Uhr) sowie an vie­len Vor­ver­kaufs­stel­len in der Region.

Hin­weis: Bereits für die Gast­spie­le erwor­be­ne Tickets behal­ten wei­ter­hin ihre Gül­tig­keit für die Ersatz­ter­mi­ne in der Sai­son 2022.