Bay­reuth Tigers holen knap­pe Nie­der­la­ge in Bad Nauheim

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Es wäre viel­leicht mehr drin gewe­sen beim Gast­spiel in Bad Nau­heim, hät­te man das Match im Mit­tel­drit­tel offe­ner gestal­ten kön­nen bei einem ins­ge­samt guten Auf­tritt der Farkas-Schützlinge.

Ziem­lich aus­ge­gli­chen, aber ohne jeg­li­chen Tor­er­folg, wur­de das erste Drit­tel been­det, bei dem bei­de Teams mehr­fach gefähr­lich agier­ten, als man mit einem Mann weni­ger auf der Eis­flä­che unter­wegs war. So ver­pass­te zunächst Hoh­mann, als Men­ner die Straf­bank drück­te, bei einem Kon­ter ganz knapp den Tor­er­folg. Ganz ähn­lich ging es kurz dar­auf Köh­ler, der nach einer Stra­fe gegen Herr­mann für sein Team auf Her­den zulau­fen konn­te aber die­se nicht über­wand. Bei einer wei­te­ren die­ser Über­zahl-Gele­gen­hei­ten konn­ten die Tigers ver­hin­dern, dass ihr eige­nes Tor in Gefahr geriet, lie­ßen jedoch gute Mög­lich­kei­ten durch Järv­leäi­nen, Kret­sch­mann und Pither aus. Bei glei­cher Soll­stär­ke war es Jär­veläi­nen, der Bick kurz vor Ende des Drit­tels noch mal in Schwie­rig­kei­ten brin­gen konn­te aber den Nau­hei­mer Schluss­mann, der hier das nöti­ge Glück auf sei­ner Sei­te hat­te, nicht überwand.

Mit mehr Élan als der Geg­ner aus Ober­fran­ken ging man auf Sei­ten der Roten Teu­fel den zwei­ten Spiel­ab­schnitt an. Wör­le aus kur­zer Distanz setz­te eine erste Duft­mar­ke. Und es dau­er­te nicht lan­ge, bis – bei ange­zeig­ter Stra­fe gegen die Tigers – Keck an die Schei­be kam und die­se in den rech­ten obe­ren Tor­win­kel nagel­te und somit die Füh­rung für sein Team schrieb. Nach gut der Hälf­te des Abschnitts konn­te­sich mit ein wenig Glück Köh­ler in die Bay­reu­ther Zone „kämp­fen“ und sah sei­nen mit­ge­lau­fe­nen Sturm­kol­le­gen Hick­mott, der den Pass schnell zum näch­sten Tref­fer ver­wer­ten konn­te. Einen Kon­ter, dem man Pol­la­s­tro­ne gestat­te­te konn­te die­ser nicht nut­zen, eben­so wenig Keck, der kurz vor Schluss, an dem stark reagie­ren­den Her­den schei­ter­te. Einen kur­zen Auf­re­ger gab es weni­ge Sekun­den vor dem Pau­sen­pfiff, als Bin­dels Ste­phan in die Ban­de check­te und sich anschlie­ßend den wüten­den Ste­phan und Seke­si gegen­über sah, die hier­für eben­so auf die Straf­bank geschickt wur­den wie der Bay­reu­ther Stür­mer. So beschloss man das Drit­tel, bei dem man nicht ganz ohne Chan­cen – die Jär­veläi­nen, Lobach oder Hoh­mann in einer Unter­zahl­si­tua­ti­on hat­ten – mit zwei Gegentreffern.

Noch in Über­zahl zu Beginn des Schluss­drit­tels waren es erneut die Gast­ge­ber, die Druck aus­üben konnten.

So schei­ter­te Pol­la­s­tro­ne bei einem Break eben­so an Her­den, wie kurz dar­auf Kör­ner, bei dem der Bay­reu­ther Schluss­mann sein gan­zes Kön­nen auf­bie­ten muss­te. Als Hafen­rich­ter auf die Straf­bank geschickt wur­de, lie­fer­ten die Bay­reu­ther ein flüs­si­ges Power­play, bei wel­chem Hoh­mann Jär­veläi­nen such­te und fand und die­ser per Direkt­ab­nah­me aus dem Halb­feld den Anschluss­tref­fer schrei­ben konn­te. Ein Abspiel zum Geg­ner im Angriffs­drit­tel durch Mei­er brach­te erneut die Kon­ter­mög­lich­keit, wel­che die Nau­hei­mer bei­na­he nut­zen konn­te – wäre Mei­er nicht in die eige­ne Zone gesprin­tet und auf der Tor­li­nie für den bereits geschla­ge­nen Her­den geret­tet hät­te und somit sei­nen Feh­ler mit gro­ßem Enga­ge­ment wie­der aus­ge­bü­gelt hat­te. Jär­veläi­nen, Pru­den und noch­mals der Bay­reu­ther Tops­corer lie­ßen Chan­cen auf den Aus­gleich aus, der dann aber doch fal­len soll­te, als Hoh­mann mit einem star­ken Lauf über die Eis­flä­che und einem cle­ve­ren Pass auf Pither, der im Slot lau­ernd ver­wer­te­te – die­sen klas­se vor­be­rei­te­te. Zu viel Platz ließ man nach 54 Minu­ten Kör­ner, der über die rech­te Sei­te in die Zone lief, den Schuss nahm und die erneu­te Füh­rung und damit gleich­zei­tig den End­stand schrei­ben konn­te. Auch die Her­aus­nah­me von Her­den 2,5 Minu­ten vor Ende, um mit sechs, bzw. nach einer Hin­aus­stel­lung gegen Bay­reuth noch mit fünf Feld­spie­lern agie­ren zu kön­nen, brach­te kei­nen Erfolg mehr ein, sodass man nach einem span­nen­den Spiel und guter Lei­stung ohne Punk­te den Heim­weg antre­ten musste.

„Es war ein gutes Spiel von bei­den Sei­ten. Die Atmo­sphä­re war sehr gut. Ich bin glück­lich wie wir gespielt haben aber natür­lich nicht über das Ergeb­nis selbst“, so Robin Far­kas kurz nach der Partie.

Die näch­sten Spie­le der Tigers gehen gegen den EV Lands­hut. Zunächst tritt man am Mon­tag um 19.30 Uhr in Nie­der­bay­ern an, bevor die Man­nen um Coach Hei­ko Vog­ler am kom­men­den Frei­tag um 20.00 Uhr zum Rück­spiel im Bay­reu­ther Tiger­kä­fig zu Gast sein werden.

EC Bad Nau­heim vs. Bay­reuth Tigers 3:2 (0:0, 2:0, 1:2)

  • Bad Nau­heim: Bick, Mau­rer – Kevin Schmidt, Ket­ter, Seke­si (4), Sei­fert, Ste­phan (2), Hafen­rich­ter (2), Mick Köh­ler – Leon Köh­ler, She­vy­rin, Kör­ner, Wör­le, van Cal­ster, Herr­mann (2), Pol­la­s­tro­ne, Bires (2), Hick­mott, Keck, Rei­er, El-Sayed
  • Bay­reuth: Her­den, Stein­hau­er – Poko­vic, Pru­den (2), Mei­sin­ger, Davis, Schug, Men­ner (2) – Hoh­mann, Kolozva­ry, Jär­veläi­nen, Riba­rik (2), Lobach, Bin­dels (2), Kret­sch­mann (4), Schu­ma­cher, Mei­er, Kunz, Pither, Cabana
  • Zuschau­er: 1000
  • Schieds­rich­ter: West­rich, Neu­t­zer – Bor­ger, Kontny
  • Stra­fen: Nau­heim: 12 Bay­reuth: 12 PP: Nau­heim: 0/5 Bay­reuth: 1/5 Tor­fol­ge: 1:0 (22.) Keck (Ste­phan), 2:0 (31.) Hick­mott (Köh­ler, Sei­fert) 2:1 (44.) Jär­veläi­nen (Hoh­mann, Davis) PP1, 2:2 (50.) Pither (Hoh­mann), 3:2 (54.) Kör­ner (Ste­phan, Seifert)

Alex­an­der Vögel