Kul­tur­preis der Stadt Bay­reuth für Dr. Kar­la Fohr­beck und den Ver­ein Neuneinhalb

Stadt­rat hat in sei­ner jüng­sten Sit­zung über die Ver­ga­be der Aus­zeich­nung in den Jah­ren 2022 und 2023 entschieden

Der Kul­tur­preis 2022 der Stadt Bay­reuth geht an die Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin, Kul­tur­pu­bli­zi­stin und Kul­tur­po­li­ti­ke­rin Dr. Kar­la Fohr­beck. Wie Ober­bür­ger­mei­ster Tho­mas Ebers­ber­ger mit­teilt, hat sich der Stadt­rat in sei­ner jüng­sten Sit­zung hier­für aus­ge­spro­chen. Dar­über hin­aus hat das Gre­mi­um auch über die Ver­ga­be des Kul­tur­prei­ses für das Jahr 2023 ent­schie­den. Im näch­sten Jahr geht die Aus­zeich­nung an den Ver­ein Neun­ein­halb. Der Ver­ein, bezie­hungs­wei­se sei­ne Vor­gän­ger­or­ga­ni­sa­ti­on Kül­tür­klüb e.V., ver­ant­wor­tet seit 2013 das erfolg­rei­che Ver­an­stal­tungs­for­mat „Süb­kül­tür“.

Von 1990 bis 1996 war Dr. Fohr­beck Schul- und Kul­tur­re­fe­ren­tin in Nürn­berg. Seit 2007 beglei­tet sie kul­tur­ent­wick­lungs­po­li­ti­sche Pro­jekt­ar­beit in ihrem Hei­mat­raum Bayreuth/​Kulmbach. Dr. Fohr­beck hat unter ande­rem über die Mark­gra­fen­kir­chen in Bay­reuth und Umge­bung recher­chiert, geschrie­ben und kon­zi­piert. Zu Richard Wag­ner und Jean Paul hat sie jeweils einen Kul­tur­stadt­plan ent­wickelt und war maß­geb­lich an der Kon­zep­ti­on und Rea­li­sie­rung des Jean-Paul-Wan­der­wegs betei­ligt. „Dr. Fohr­beck hat sich zudem gro­ße Ver­dien­ste um die Bezie­hun­gen zur Israe­li­ti­schen Kul­tus­ge­mein­de in Bay­reuth und um die Kon­zep­ti­on, Umset­zung und Finan­zie­rung des jüdi­schen Gemein­de­zen­trums erwor­ben“, so Ober­bür­ger­mei­ster Ebersberger.

Mit dem Ver­ein Neun­ein­halb steht auch der Kul­tur­preis­trä­ger des kom­men­den Jah­res fest. Der Ver­ein, der sich per­so­nell weit­ge­hend mit der Vor­gän­ger­or­ga­ni­sa­ti­on Kül­tür­klüb e.V. deckt, berei­chert unter ande­rem mit sei­nem Ver­an­stal­tungs­for­mat „Süb­kül­tür“ das Bay­reu­ther Kul­tur­le­ben und ist ein Ver­suchs­la­bor für neue Ange­bo­te. Er ist ein wesent­li­cher Motor für die Nut­zung und Ent­wick­lung von leer­ste­hen­den Immo­bi­li­en im Bay­reu­ther Gas­sen­vier­tel. „Das ent­ste­hen­de Kul­tur­haus 9 ½ im städ­ti­schen Anwe­sen in der Kämm­erei­ga­s­se wäre ohne Süb­kül­tür nicht denk­bar“, betont Ober­bür­ger­mei­ster Ebersberger.

Der Kul­tur­preis der Stadt Bayreuth

Die Stadt Bay­reuth ver­leiht den mit 2.500 Euro dotier­ten Kul­tur­preis seit 1976 für außer­ge­wöhn­li­che Lei­stun­gen auf den Gebie­ten der Musik, Lite­ra­tur, Male­rei und der Bil­den­den Kunst sowie der Wis­sen­schaft. Vor­schlags­be­rech­tigt sind der Ober­bür­ger­mei­ster und die Frak­tio­nen des Stadt­rats. Die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung über die Ver­lei­hung trifft der Stadtrat.

Eine Auf­li­stung aller bis­he­ri­gen Bay­reu­ther Kul­tur­preis­trä­ger ist im Inter­net unter www​.ehrun​gen​.bay​reuth​.de abrufbar.