Kon­trol­len in Mit­tel­fran­ken zur Ein­hal­tung der Infektionsschutzbestimmungen

symbolfoto polizei

Bilanz der ver­gan­ge­nen Woche (24.–31.01.2022)

Mit­tel­fran­ken (ots) – Die Coro­na-Inzi­den­zen der mit­tel­frän­ki­schen Städ­te und Land­krei­se bewe­gen sich auch mit Beginn der aktu­el­len Woche auf hohem Niveau. Um die Ein­hal­tung der not­wen­di­gen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men zu gewähr­lei­sten, setzt das Poli­zei­prä­si­di­um Mit­tel­fran­ken unver­än­dert auf die Kon­trol­le ein­schlä­gi­ger Vor­schrif­ten zum Infek­ti­ons­schutz. In der ver­gan­ge­nen Woche (24.–31.01.2022) führ­ten Poli­zei­be­am­te im hie­si­gen Regie­rungs­be­zirk erneut über 1300 Über­prü­fun­gen durch.

Im Zusam­men­hang mit den Kon­troll­maß­nah­men stel­len der öffent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV) und die Gastro­no­mie unver­än­dert den Schwer­punkt der poli­zei­li­chen Über­prü­fun­gen dar. Dem­nach ent­fie­len allei­ne über 900 Kon­trol­len auf die­se bei­den Bereiche.

In der Gastro­no­mie kon­trol­lier­ten Poli­zei­be­am­te 371 Betrie­be. In ins­ge­samt 27 Fäl­len muss­ten die Beam­ten dabei Ver­stö­ße gegen die Infek­ti­ons­schutz­be­stim­mun­gen ahn­den. 26 Per­so­nen konn­ten den not­wen­di­gen 2G-Nach­weis nicht füh­ren. Zudem ahn­de­ten die Ein­satz­kräf­te das Nicht­be­ach­ten der Mas­ken­pflicht durch eine in der Gastro­no­mie täti­ge Person.

Im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV) über­prüf­te die Poli­zei im Ver­lauf der Woche 596 Fahr­gä­ste. Dar­un­ter befan­den sich elf Per­so­nen, die sich nicht an die 3G-Regel hiel­ten. Dar­über hin­aus tra­fen die Beam­ten zehn Fahr­gä­ste an, die ohne die erfor­der­li­che Mas­ke unter­wegs waren.

Abseits der schwer­punkt­mä­ßi­gen Kon­trol­len in Gastro­no­mie und ÖPNV führ­te die Auf­lö­sung einer Par­ty in Zirn­dorf (Lkrs. Fürth) zu einem grö­ße­ren Poli­zei­ein­satz. Nach­dem die Poli­zei­in­spek­ti­on Zirn­dorf am Sams­tag­abend (29.01.2022) einen Hin­weis auf eine grö­ße­re Fei­er im Orts­teil Lind erhal­ten hat­te, bestä­tig­te sich die­ser Ver­dacht bei einer Über­prü­fung durch eine Zivil­strei­fe. In einem eigens für die Par­ty ange­mie­te­ten Wohn­haus hiel­ten sich nach Schät­zung der Beam­ten über 100 Per­so­nen auf. Die Poli­zei ent­schloss sich dar­auf­hin, mit meh­re­ren Strei­fen­be­sat­zun­gen aus Zirn­dorf und wei­te­ren umlie­gen­den Dienst­stel­len eine Kon­trol­le der Par­ty­gä­ste durch­zu­füh­ren. Bereits bei der Annäh­rung der Strei­fen ergrif­fen zahl­rei­che Par­ty­gä­ste die Flucht. In dem Gebäu­de konn­ten die Beam­ten letzt­lich 63 Per­so­nen antref­fen. Ein 18-Jäh­ri­ger hat­te zunächst ver­sucht, der poli­zei­li­chen Über­prü­fung zu ent­ge­hen, indem er sich durch ein Fen­ster auf das Dach flüch­te­te. Hier­bei stürz­te er vom Gebäu­de und ver­letz­te sich leicht. Nach­dem die Strei­fen die Par­ty im Anschluss an die Kon­trol­le auf­lö­sten, ent­fern­te sich ein Groß­teil der Gäste. Aller­dings setz­te ein klei­ne­rer Teil (ca. 20 Per­so­nen) die Fei­er in der Nähe des betrof­fe­nen Anwe­sens fort und spiel­te hier­zu laut­stark Musik über einen Ghet­to­bla­ster ab. Bei Erblicken der Poli­zei ent­fern­te sich erneut ein Groß­teil der Fei­ern­den. Die Beam­ten stell­ten die Musik­an­la­ge sicher und über­wach­ten in der Fol­ge die end­gül­ti­ge Abwan­de­rung der rest­li­chen Partygäste.

Letzt­lich wer­den alle der 63 ange­trof­fe­nen Par­ty­gä­ste wegen eines Ver­sto­ßes gegen die Infek­ti­ons­schutz­be­stim­mun­gen ange­zeigt. Im Rah­men der vor Ort durch­ge­führ­ten Über­prü­fun­gen stell­te sich außer­dem her­aus, dass für den Zutritt zur Par­ty die Ent­rich­tung eines Ein­tritts­gel­des erfor­der­lich war. Aus die­sem Grund hat die Poli­zei Ermitt­lun­gen zu dem Ver­an­stal­ter der Par­ty aufgenommen.