Bam­ber­ger Joseph-Stif­tung unter­stützt Auf­bau einer land­wirt­schaft­li­chen Koope­ra­ti­ve im Senegal

Fünf Hektar umfasst die Fläche, die bedürftigenFamilien eine bessere Ernährung und wirtschaftliche Existenz bedeuten werden. Foto: Caritas Thies
Fünf Hektar umfasst die Fläche, die bedürftigenFamilien eine bessere Ernährung und wirtschaftliche Existenz bedeuten werden. Foto: Caritas Thies

Mit 50.000 Euro unter­stützt die Joseph-Stif­tung ein Ent­wick­lungs­pro­jekt im Sene­gal in Afri­ka. Inner­halb von drei Jah­ren sol­len so nach­hal­ti­ge Grund­la­gen für die Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen von bis zu 2500 Men­schen geschaf­fen wer­den. Indi­rekt könn­ten bis zu 60.000 Per­so­nen von dem Pro­jekt pro­fi­tie­ren. Es ist die Fort­füh­rung eines Enga­ge­ments, dass bereits vor drei Jah­ren begon­nen hat.

Gemein­sam mit der Deut­sche Ent­wick­lungs­hil­fe für Sozia­les Woh­nungs- und Sied­lungs­we­sen e.V. (DES­WOS) enga­giert sich die Joseph-Stif­tung erneut im Sene­gal. Mit ins­ge­samt 50.000 Euro betei­ligt sich das kirch­li­che Woh­nungs­un­ter­neh­men aus Bam­berg an einem Pro­jekt zur Ver­bes­se­rung der Ernäh­rungs­si­cher­heit bedürf­ti­ger Bevöl­ke­rungs­grup­pen in der länd­li­chen Gemein­de Ngo­ye im Sene­gal. Sie liegt rund 150 Kilo­me­ter öst­lich der Haupt­stadt Dakar im Lan­des­in­ne­ren und gehört ver­wal­tungs­tech­nisch zum Dépar­te­ment Thiès.

Sozia­ler Auf­trag im diö­ze­sa­nen Wirkungskreis

„Als Teil der Erz­diö­ze­se Bam­berg sehen wir uns in der mora­li­schen Pflicht, uns im sozia­len Bereich zu enga­gie­ren. Die­se Ver­pflich­tung ist im Stif­tungs­auf­trag der Joseph-Stif­tung fest­ge­schrie­ben“, sagt Vor­stand Dr. Kle­mens Dein­zer und ergänzt: „Wir freu­en uns bereits jetzt bei einem Besuch vor Ort das Erreich­te zu sehen.“ Durch die lang­jäh­ri­ge Bis­tums­part­ner­schaft zwi­schen Bam­berg und dem Bis­tum Thies, gibt es vor­han­de­ne Netz­wer­ke, die die Joseph-Stif­tung für Ihr Enga­ge­ment nut­zen kann.

Was ist geplant?

Das Pro­jekt umfasst eine Rei­he von Maß­nah­men auf einer Gesamt­flä­che von rund fünf Hekt­ar. In die­sem Jahr ist der Bau eines Tief­brun­nens mit Was­ser­tank, die Her­rich­tung land­wirt­schaft­li­cher Flä­chen und einer mul­ti­funk­tio­na­len Gebäu­de­platt­form mit Hir­se­müh­le, Lager­flä­chen und Hüh­ner­stäl­len sowie Unter­stell­mög­lich­kei­ten für land­wirt­schaft­li­che Gerä­te geplant. Ergän­zend wer­den ver­schie­de­ne Trai­nings­maß­nah­men mit der teil­neh­men­den Bevöl­ke­rung durch­ge­führt. „Wir wol­len vor Ort eine wirt­schaft­li­che Inter­es­sen­ge­mein­schaft auf­bau­en, die auch nach dem Ende des Pro­jek­tes ohne För­der­gel­der eigen­stän­dig exi­stie­ren kann“, erklärt Dein­zer. Die Pro­jekt­schwer­punk­te sind vor allem die Bekämp­fung der Armut, die För­de­rung nach­hal­ti­ger Land­wirt­schaft und der Ernäh­rungs­si­cher­heit, die Ver­bes­se­rung der Was­ser­ver­sor­gung sowie die För­de­rung der Berufs­aus­bil­dung von vul­nerablen Bevöl­ke­rungs­grup­pen wie Frau­en und jun­gen Menschen.

Ortsbegehung einiger am Projekt beteiligter Personen der Caritas Thiès, der Bürgermeister, Dorfchef und einige Religionsvertreter. Foto: Caritas Thiès

Orts­be­ge­hung eini­ger am Pro­jekt betei­lig­ter Per­so­nen der Cari­tas Thiès, der Bür­ger­mei­ster, Dorf­chef und eini­ge Reli­gi­ons­ver­tre­ter. Foto: Cari­tas Thiès

Fast 400.000 Euro auf drei Jahren

Ins­ge­samt ver­fügt das Pro­jekt über ein finan­zi­el­les Volu­men von rund 400.00 Euro, die auf ins­ge­samt drei Jah­re in ver­schie­de­ne klei­ne­re Pro­jekt­tei­le inve­stiert wer­den sol­len. Pro­fi­tie­ren sol­len vor allem beson­ders bedürf­ti­ge und mehr­fach dis­kri­mi­nier­te Bevöl­ke­rungs­grup­pen wie klein­bäu­er­li­che Fami­li­en, allein­er­zie­hen­de Frau­en oder Jugend­li­che ohne Berufs­aus­bil­dung. Die Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit spielt kei­ne Rol­le bei der Aus­wahl der Zielgruppe.
Die durch­füh­ren­den Orga­ni­sa­tio­nen sind die Cari­tas Sene­gal und die DES­WOS. Auf Bean­tra­gung durch die DES­WOS wird das Selbst­hil­fe­pro­jekt durch das Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung und Zusam­men­ar­beit (BMZ) zu 75 % der Gesamt­ko­sten kofinanziert.

Effek­te auf rund 60.000 Menschen

Rund 200 Per­so­nen wird ermög­licht auf einer Flä­che von vier Hekt­ar Land­wirt­schaft zu betrei­ben. Wei­te­re 25 Per­so­nen arbei­ten in einer mul­ti­funk­tio­na­len Gebäu­de­platt­form. Die ver­bes­ser­ten Lebens- und Arbeits­be­din­gun­gen die­ser Men­schen haben direk­te Aus­wir­kun­gen auf ihre Fami­li­en. Nimmt man den regio­na­len Durch­schnitts­wert von zehn Per­so­nen pro Fami­lie, hat das Pro­jekt auf rund 2500 Per­so­nen direk­te posi­ti­ve Effek­te. Als indi­rek­te Ziel­grup­pe wird die Bevöl­ke­rung der Regi­on Ngo­ye mit cir­ca 60.000 Men­schen betrach­tet, die unter ande­rem von der ver­bes­ser­ten Was­ser­ver­sor­gung profitiert.

Nach­hal­tig­keit auf allen Ebenen

Das Pro­jekt ist auf Nach­hal­tig­keit aus­ge­legt. Es steht der Auf­bau von Kom­pe­ten­zen und Struk­tu­ren im Mit­tel­punkt, die nach Ende der Pro­jekt­lauf­zeit dau­er­haft posi­ti­ve Effekt für die Ziel­grup­pe ermög­li­chen. Eine Viel­zahl von Per­so­nen nimmt an Schu­lun­gen teil, um erlang­tes Wis­sen in Zukunft anzu­wen­den und zu ver­mit­teln. Im Bereich Öko­lo­gie setzt das Pro­jekt voll auf erneu­er­ba­re Ener­gie­quel­len wie Solar­strom, rege­ne­ra­ti­ve Was­ser­vor­kom­men und öko­lo­gi­scher Anbau­me­tho­den. Für eine öko­no­mi­sche Nach­hal­tig­keit spricht, dass die wirt­schaft­li­che Inter­es­sen­ge­mein­schaft aller Vor­aus­sicht sta­bi­le Ein­nah­men über Mit­glieds­bei­trä­ge und Ver­käu­fe von Trink­was­ser, Baum­setz­lin­gen oder den Ver­leih von land­wirt­schaft­li­chen Maschi­nen gene­rie­ren wird.

Joseph-Stif­tung bereits seit vier Jah­ren im Sene­gal engagiert

Bereits vor drei Jah­ren hat das Enga­ge­ment des Bam­ber­ger Woh­nungs­un­ter­neh­mens im Sene­gal begon­nen. Damals haben Joseph-Stif­tung, Erz­bis­tum Bam­berg und Des­wos den Bau eines Stu­den­ten­wohn­heims in der Stadt Thies finan­ziert. Das Gebäu­de ist inzwi­schen fast kom­plett bezo­gen und bie­tet 40 Stu­den­tin­nen aus sozi­al benach­tei­lig­ten Milieus eine siche­re Unter­kunft. Auch damals betei­ligt sich die Joseph-Stif­tung mit 50.000 Euro.


Zur DES­WOS

Not­lei­den­den Men­schen in Asi­en, Afri­ka und Latein­ame­ri­ka ein men­schen­wür­di­ges Zuhau­se ver­schaf­fen, Hil­fe zur Siche­rung ihrer Exi­stenz und eine Chan­ce zur Entwicklung geben. Das ist der Auf­trag der DES­WOS Deut­sche Ent­wick­lungs­hil­fe für sozia­les Woh­nungs- und Sied­lungs­we­sen e.V., der Fach­or­ga­ni­sa­ti­on für wohnungswirtschaftliche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit. Die Arbeit der DES­WOS wird vom GdW Bun­des­ver­band deut­scher Woh­nungs- und Immobilienunternehmen, den im Bun­des­ver­band orga­ni­sier­ten Unter­neh­men und Ver­bän­den sowie Pri­vat­per­so­nen durch Mit­glied­schaf­ten, Spen­den und ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment unterstützt.
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