Ver­kehrs­po­li­zei­in­spek­ti­on Bam­berg zieht Jah­res­bi­lanz 2021: Poser- und Tuningsze­ne im Visier

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Wie schon in den Jah­ren davor, führ­ten sach­kun­di­ge Beam­te der VPI Bam­berg auch in 2021 eine erheb­li­che Anzahl von Kon­trol­len im Bereich der Poser- und Tuningsze­ne in Stadt und Land­kreis durch.

Die Ver­kehrs­dienst­stel­le reagier­te damit auch auf zahl­rei­che Beschwer­den, die durch die Stadt- und Land­kreis­ver­wal­tun­gen an die Poli­zei her­an­ge­tra­gen wurden.

Poser- und Tuningszene im Visier. Foto: Polizei

Poser- und Tuningsze­ne im Visier. Foto: Polizei

Im Jah­res­ver­lauf resul­tier­ten aus den Kon­trol­len über 90 Buß­geld­ver­fah­ren, die für die jewei­li­gen Fah­rer bzw. Fahr­zeug­hal­ter mit Buß­gel­dern bis zu 400 Euro plus Punk­ten in Flens­burg ende­ten. Dane­ben wur­den noch in 30 Fäl­len Ver­war­nungs­gel­der wegen Ver­stö­ßen gegen Umwelt- und Lärm­vor­schrif­ten (unnö­ti­ges Umher­fah­ren / lau­fen­las­sen von Moto­ren) verhängt.

Rund ein Drit­tel der bean­stan­de­ten Fahr­zeu­ge muss­te für die Erstel­lung eines kosten­pflich­ti­gen tech­ni­schen Gut­ach­tens vor­über­ge­hend sicher­ge­stellt werden.

Bei den aller­mei­sten bean­stan­de­ten Pkw und Motor­rä­der war zudem die Betriebs­er­laub­nis wegen der vor­ge­nom­me­nen Mani­pu­la­tio­nen und tech­ni­schen Ver­än­de­run­gen erlo­schen. Für die Eigen­tü­mer ent­stan­den daher, neben den teils erheb­li­chen Auf­wen­dun­gen für die Wie­der­her­stel­lung eines ord­nungs­ge­mä­ßen Zustands ihrer Fahr­zeu­ge, zusätz­lich nicht gerin­ge Kosten für eine Neu-/Wie­derertei­lung durch die Zulassungsstellen.

Ein Groß­teil der durch die auf das Erken­nen von Fahr­zeug­ma­ni­pu­la­tio­nen spe­zia­li­sier­ten Beam­ten fest­ge­stell­ten Mani­pu­la­tio­nen betraf die Aus­puff­an­la­gen von Pkw und Motor­rä­dern, die zu über­mä­ßi­ger Geräusch­ent­wick­lung führ­ten, gefolgt von unzu­läs­si­gen licht­tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen, Fahr­werks­ver­än­de­run­gen, Ein­grif­fen in die Motor­steue­rung usw.

Die mitt­ler­wei­le in der Sze­ne nament­lich bekann­ten Poli­zei­be­am­ten der VPI Bam­berg wur­den u. a auch auf Social-Media-Kanä­len der Sze­ne „geoutet“. Sie sind bei ihren Kon­trol­len mehr­fach ver­bal ange­grif­fen und in zwei Fäl­len auch mas­siv belei­digt wor­den, was Inspek­ti­ons­lei­ter, Poli­zei­ober­rat Wer­ner Schnödt, zu der Aus­sa­ge ver­an­lasst, dass es nicht sein darf, dass man sei­ne Mit­ar­bei­ter der­art attackiert, nur weil sie ihren dienst­li­chen Auf­trag erfül­len. Ent­spre­chend wur­den bereits eini­ge Straf­an­zei­gen erstattet.

Die Ver­kehrs­po­li­zei­in­spek­ti­on Bam­berg wird auch 2022 die Poser- und Tuningsze­ne beob­ach­ten und ihre Kon­troll­tä­tig­kei­ten in die­sem Bereich fortführen.