Plan­fest­stel­lung Hoch­was­ser­rück­halt­becken Ker­s­bach beantragt

Der Bau des Hoch­was­ser­rück­hal­te­beckens Ker­s­bach kann end­lich auf die Ziel­ge­ra­de gehen: Seit dem Jahr 2007 ein drän­gen­des The­ma, hat die Stadt Forch­heim mit den Antrags- und Plan­un­ter­la­gen die Plan­fest­stel­lung für das Rück­hal­te­becken bean­tragt. Ab sofort lie­gen die Antrags- und Plan­un­ter­la­gen aus.

Die Planunterlagen zum Bau des Hochwasserrückhaltebeckens in Kersbach umfassen mehrere Aktenordner: Forchheims Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein (rechts) und der Leiter des Tiefbauamtes, Werner Schaup.

Die Plan­un­ter­la­gen zum Bau des Hoch­was­ser­rück­hal­te­beckens in Ker­s­bach umfas­sen meh­re­re Akten­ord­ner: Forch­heims Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein (rechts) und der Lei­ter des Tief­bau­am­tes, Wer­ner Schaup. © Stadt Forchheim

Rück­blick: Gro­ße Tei­le von Ker­s­bach sowie gro­ße Berei­che der umlie­gen­den Gemein­den wur­den im Juli 2007 durch extre­me Nie­der­schlä­ge über­flu­tet. Die Bilanz waren enor­me Schä­den und die Ver­nich­tung von Ver­mö­gens­wer­ten. In Pox­dorf ertrank eine Frau in ihrer Kellerwohnung.

Zum Hoch­was­ser­schutz des Stadt­teils Ker­s­bach soll des­we­gen süd­west­lich des Kin­der­gar­tens ein Hoch­was­ser­rück­hal­te­becken erstellt wer­den. Der Weg dort­hin war lan­ge: Zwar wur­de kurz nach dem Hoch­was­ser ein „Inte­gra­les Hoch­was­ser­schutz- und Rück­hal­te­kon­zept“ für den betrof­fe­nen Raum erar­bei­tet. Doch die Grün­dung eines Zweck­ver­ban­des mit den Nach­bar­ge­mein­den, auf den die Stadt Forch­heim gro­ßen Wert gelegt hät­te, schei­ter­te 2012 nach jah­re­lan­gen Ver­hand­lun­gen. Seit­dem hat die Stadt Forch­heim an einer eige­nen Lösung gear­bei­tet. Die aus den erfor­der­li­chen Umpla­nun­gen fol­gen­den Ver­hand­lun­gen zum Grund­er­werb von pri­va­ten Eigen­tü­mern schei­ter­ten end­gül­tig 2017, so dass erneut Umpla­nun­gen vor­ge­nom­men wer­den muss­ten. Mit dem Was­ser­wirt­schafts­amt konn­ten 2018 die Bewer­tung der öko­lo­gi­schen Gewäs­ser­struk­tur­maß­nah­men abge­stimmt wer­den, so dass das Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren im Herbst 2018 wie­der auf­ge­nom­men wer­den konn­te. Im Juni 2019 gab der Stadt­rat in einer Son­der­sit­zung grü­nes Licht für das Konzept.

Um den Hoch­was­ser­schutz für Ker­s­bach zu gewähr­lei­sten, erhält das geplan­te Hoch­was­ser­rück­hal­te­becken (HWRB) ein Gesamt­spei­cher­vo­lu­men von rund 51.000 Kubik­me­tern. Das Aus­hub­ma­te­ri­al soll dabei unmit­tel­bar neben dem HWRB auf­ge­schüt­tet wer­den – und nicht kosten­in­ten­siv über wei­te Strecken trans­por­tiert und depo­niert wer­den. Der dadurch ent­ste­hen­de Erd­hü­gel wird unmit­tel­bar nach dem Bau durch die Stadt Forch­heim land­schafts­pla­ne­risch gestal­tet und soll künf­tig als „Frei­zeit­hü­gel“ dienen.

Die Gesamt­ko­sten lie­gen bei rund 6 Mil­lio­nen Euro, 35 Pro­zent davon trägt die Stadt Forch­heim, die rest­li­chen 65 Pro­zent der Freistaat.

„Es fehl­te nie am Wil­len der städ­ti­schen Behör­den, einen Hoch­was­ser­schutz für Ker­s­bach zu pla­nen und zu bau­en“, stellt Tief­bau­amts­lei­ter Wer­ner Schaup heraus.

„Forch­heim steht seit lan­gem bereit, mit dem Bau des Rück­hal­te­beckens zu begin­nen“, sagen Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein und Tief­bau­amts­lei­ter Wer­ner Schaup uni­so­no, doch die „immer wie­der neu­en Auf­la­gen des Was­ser­wirt­schafts­am­tes und des Umwelt­mi­ni­ste­ri­ums sind teil­wei­se irri­tie­rend gewesen“.

Die ent­spre­chen­den Antrags- und Plan­un­ter­la­gen lie­gen vom 12.1. bis 11.2. sowohl beim Stadt­bau­amt Forch­heim, Bir­ken­fel­d­er­stra­ße 2–4 als auch beim Land­rats­amt Forch­heim in der Dienst­stel­le Eber­mann­stadt, Obe­res Tor 1, zur Ein­sicht­nah­me aus.

Dabei sind die aktu­ell gül­ti­gen Coro­na-Regeln zu beach­ten. Die Antrags- und Plan­un­ter­la­gen kön­nen auch im Inter­net unter https://​www​.lra​fo​.de/​s​i​t​e​/​2​_​a​u​f​g​a​b​e​n​b​e​r​e​i​c​h​e​/​N​a​t​u​r​_​U​m​w​e​l​t​/​W​a​s​s​e​r​r​e​c​h​t​/​B​e​k​a​n​n​t​m​a​c​h​u​n​g​e​n​/​b​e​k​a​n​n​t​m​a​c​h​u​n​g​e​n​.​php ein­ge­se­hen wer­den. Etwai­ge Ein­wen­dun­gen, Äuße­run­gen und Fra­gen sowie Stel­lung­nah­men von Ver­ei­ni­gun­gen sind spä­te­stens bis einen Monat nach Ablauf der Aus­le­gungs­frist zu erhe­ben. Mit Ablauf der Ein­wen­dungs- bzw. Ände­rungs­frist sind alle Ein­wen­dun­gen und Äuße­run­gen aus­ge­schlos­sen, die nicht auf beson­de­ren pri­vat­recht­li­chen Titel beruhen.

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