Der ober­frän­ki­sche Arbeits­markt im Dezem­ber 2021

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Voll­be­schäf­ti­gung zum Jah­res­wech­sel – Arbeits­markt­am­pel steht auf grün

Pünkt­lich zum Win­ter­an­fang neig­te sich der Herbst­auf­schwung im ver­gan­ge­nen Monat sei­nem Ende zu. Erst­mals seit Sep­tem­ber sorg­te das sin­ken­de Baro­me­ter wie­der für einen leich­ten Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit. Die Zahl der Arbeits­lo­sen erhöh­te sich um 4,1 Pro­zent (+422) auf 10 597 Men­schen. Obwohl die Ein­schrän­kun­gen zur Bewäl­ti­gung der Pan­de­mie das zwei­te Jahr infol­ge zur Advents­zeit ver­schärft wur­den, fiel der Anstieg wie­der ledig­lich sai­son­üb­lich aus wie in den Jah­ren vor der Coro­na Kri­se. Aktu­ell über­trifft die Zahl der Arbeits­lo­sen das Vor­kri­sen­ni­veau noch um 5,7 Pro­zent (+576 Per­so­nen). Zum Ver­gleich – im Juni 2020, als sie ihren Höchst­stand erreich­te, lag sie um 39,7 Pro­zent darüber.

Die Arbeits­lo­sen­quo­te nahm seit Novem­ber im Bezirk der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg ledig­lich um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 3,0 Pro­zent zu. Das ist wei­ter­hin Voll­be­schäf­ti­gung. Vor einem Jahr betrug die Quo­te noch 3,6 Prozent.

In der Vor­weih­nachts­zeit begin­nen sich zuneh­mend Arbeit­neh­mer der wit­te­rungs­ab­hän­gi­gen Außen­be­ru­fe arbeits­los zu mel­den. Bei den Män­nern, die den Groß­teil der Beschäf­tig­ten im Bau­hand­werk aus­ma­chen, erhöh­te sich die Zahl der Arbeits­lo­sen in den letz­ten vier Wochen daher um 379 (+6,7 Pro­zent), die der Frau­en ist ledig­lich um 43 (+0,9 Pro­zent) gewach­sen. Im Dezem­ber haben sich 1 396 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Trotz des früh­zei­ti­gen ersten Win­ter­ein­bruchs waren es ledig­lich 3,7 Pro­zent (+50) mehr als im Vor­jahr. Gleich­zei­tig fan­den 890 Frau­en und Män­ner einen neu­en Arbeits­platz, 7,6 Pro­zent weni­ger (-73) als in 2020.

Arbeits­markt­ent­wick­lung: Vier­te Wel­le beschert Vaban­que­spiel am Arbeits­markt- kei­ne Entlassungswelle

Ein­schät­zung von Ste­fan Tre­bes, dem Vor­sit­zen­den der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg, zur aktu­el­len Situa­ti­on am Arbeitsmarkt:

„Trotz der sich aus­brei­ten­den vier­ten Coro­na Wel­le und der damit ver­bun­de­nen wirt­schaft­li­chen Ein­schrän­kun­gen, ver­lief der Dezem­ber für die Jah­res­zeit ledig­lich mit einem ersten sai­son­üb­li­chen Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit. Mit dem ersten leich­ten Win­ter­ein­bruch kamen zuneh­mend Mel­dun­gen aus dem Bau­be­reich für die kal­te Jah­res­zeit. Die gute Auf­trags­la­ge im Hand­werk führt aller­dings auch zügig zu Wie­der­ein­stel­lun­gen. Auf­fäl­lig war, dass auf­grund der 2G Regel ver­stärkt Per­so­nal von Wach- und Sicher­heits­dien­sten gefragt ist. Auf­grund der vie­len Absa­gen im Ver­an­stal­tungs­be­reich in den letz­ten ein­ein­halb Jah­ren haben sich vie­le Mit­ar­bei­ter jedoch beruf­lich umori­en­tie­ren müs­sen, so dass es jetzt teil­wei­se zu Per­so­nal­eng­päs­sen kommt. Aus dem Bereich der Pfle­ge- und Gesund­heits­be­ru­fe haben sich in den letz­ten Wochen zuneh­mend Imp­f­un­wil­li­ge arbeit­su­chend regi­striert. Gleich­zei­tig mel­de­ten Arbeit­ge­ber aus die­sem Bereich vor­sorg­lich Stel­len, um sie not­falls zu ersetzen.

Zum Jah­res­en­de hin zeigt sich der Arbeits­markt in vie­len Berei­chen trotz der erneut ergrif­fe­nen wirt­schaft­li­chen Ein­schrän­kun­gen zur Ein­däm­mung der vier­ten Coro­na Wel­le wei­ter­hin auf Expan­si­ons­kurs. Nor­ma­ler­wei­se legt der Stel­len­markt mit Blick auf die Weih­nachts­zeit eine klei­ne Ver­schnauf­pau­se ein. In die­sem Jahr mel­de­ten die Betrie­be im Dezem­ber jedoch 121 mehr Job­an­ge­bo­te (+7,3 Pro­zent) als im Novem­ber. Auch eine gestie­ge­ne Zahl an Arbeits­ver­trags­ver­län­ge­run­gen und –ent­fri­stun­gen zum Quar­tals­wech­sel sowie Ein­stel­lun­gen noch bis kurz vor den Weih­nachts­fei­er­ta­gen sind ein siche­res Indiz dafür. Trotz ein­zel­ner Insol­ven­zen sehen wir jedoch der­zeit kei­ne Anzei­chen für eine Insolvenzwelle.

Den­noch rech­ne ich mit den bereits begon­ne­nen Rauh­näch­ten im Janu­ar mit einem deut­lich stär­ke­ren Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit um gut 2 000 Per­so­nen, was jedoch für den Win­ter­mo­nat nor­mal ist.“

Kurz­ar­beit schafft Kri­sen­rou­ti­ne und Sicher­heit in viru­len­ten Zeiten

Im August (Hoch­rech­nung aktu­ell­ster Wert) bezo­gen im Agen­tur­be­zirk insgesamt
902 Betrie­be für 5 360 Arbeit­neh­mer Kurz­ar­bei­ter­geld. 2,2 Pro­zent (Febru­ar 10,2 Pro­zent) aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten waren in Kurz­ar­beit. Im Febru­ar wäh­rend des Lock­downs waren 25 102 Per­so­nen und 3 294 Betrie­be in Kurzarbeit.

Wie sich die aktu­ell dyna­misch ent­wickeln­den Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der vier­ten Coro­na Wel­le auf die Inan­spruch­nah­me von Kurz­ar­beit genau aus­wir­ken, ist noch offen, da die Sta­ti­stik für Kurz­ar­beit nach deren Abrech­nung im Nach­hin­ein erho­ben wird.

„Die Kurz­ar­beit ist seit der Ergrei­fung von Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der vier­ten Coro­na Wel­le Mit­te Novem­ber wie­der spür­bar ange­stie­gen. Erneut sind über­wie­gend der Ein­zel­han­del, der Hotel- und Gast­stät­ten­be­reich, Dienst­lei­ster wie z.B. Fri­seu­re, Kos­me­ti­ker, die Ver­an­stal­tungs­bran­che und Schau­stel­ler betrof­fen. Lie­fer­eng­päs­se sor­gen aktu­ell zu wei­te­ren Kurz­ar­bei­ter­geld­an­trä­gen z.B. in der Auto­mo­bil­zu­lie­fe­re­r­in­du­strie. Auf­grund der in den letz­ten zwei Jah­ren gemach­ten Erfah­run­gen stellt sich bei den Arbeit­ge­bern jedoch so etwas wie eine Kri­sen­rou­ti­ne ein. Wir haben unver­züg­lich nach­ju­stiert und wie­der ver­stärkt Per­so­nal im Bereich Kurz­ar­beit ange­setzt. So gewähr­lei­sten wir, dass es recht­zei­tig aus­ge­zahlt wird.“ – Fazit von Ste­fan Tre­bes, dem Vor­sit­zen­den der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Bamberg-Coburg.

Win­ter steht vor der Tür – Trotz Omi­kron ledig­lich erster sai­son­üb­li­cher Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit in allen Regionen

Der Arbeits­markt der Agen­tur Bam­berg-Coburg umfasst fol­gen­de sie­ben Gebiets­kör­per­schaf­ten: Stadt und Land­kreis Bam­berg, Stadt und Land­kreis Coburg sowie die Land­krei­se Forch­heim, Kro­nach und Lichtenfels.

Trotz der erneu­ten wirt­schaft­li­chen Ein­schrän­kun­gen zur Ein­däm­mung der mitt­ler­wei­le vier­ten Coro­na Wel­le und dem Beginn der kal­ten Jah­res­zeit erhöh­te sich die Arbeits­lo­sig­keit im Dezem­ber in der Regi­on des Agen­tur­be­zirks ledig­lich mode­rat im sai­son­üb­li­chen Rah­men. Die ein­zel­nen loka­len Arbeits­märk­te reagie­ren jedoch in Bezug auf die Inten­si­tät unter­schied­lich. Kro­nach ver­zeich­ne­te den größ­ten Anstieg (+10,8 Pro­zent), gefolgt von den Land­krei­sen Lich­ten­fels (+4,3 Pro­zent) und Bam­berg (+4,0 Pro­zent), den Städ­ten Coburg (+3,8 Pro­zent) sowie Bam­berg (+3,5 Pro­zent) und den Land­krei­sen Forch­heim (+2,9 Pro­zent) und Coburg (+2,1 Prozent).

Am Jah­res­en­de lag in allen Krei­sen und Städ­ten des Agen­tur­be­zirks die Zahl der Arbeits­lo­sen pro­zen­tu­al im zwei­stel­li­gen Bereich deut­lich unter dem Vorjahreswert.

In den Land­krei­sen Lich­ten­fels (-9,1 Pro­zent) und Kro­nach (-2,6 Pro­zent) hat die Arbeits­lo­sig­keit das Vor­kri­sen­ni­veau von 2019 bereits den fünf­ten Monat in Fol­ge unterschritten.

Das Bam­ber­ger Land (2,2 Pro­zent), Forch­heim (2,6 Pro­zent) und Kro­nach (3,0 Pro­zent) ver­zeich­nen zum Beginn des Win­ters Voll­be­schäf­ti­gung. Die Mar­ke dazu liegt bei einer Arbeits­lo­sen­quo­te von 3,0 Pro­zent. In Lich­ten­fels (3,1 Pro­zent) und dem Land­kreis Coburg (3,2 Pro­zent) liegt die Quo­te nur knapp dar­über. In der Stadt Bam­berg beträgt sie 4,1 Pro­zent und in Coburg 4,9 Prozent.

Stel­len­markt: Auf­takt für gol­de­ne zwan­zi­ger Jah­re am Stellenmarkt?

Im Dezem­ber bekam der Arbeit­ge­ber­ser­vice der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg 1 772 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len gemel­det, 322 bzw. 22,2 Pro­zent mehr als in 2020. Im Stel­len­pool sind aktu­ell 8 422 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, über ein Drit­tel (+35,2 Pro­zent) bzw. 2 192 mehr als vor einem Jahr. Das ist der Höchst­stand in einem Dezem­ber seit Grün­dung der Bun­des­re­pu­blik im Jah­re 1949. Rein sta­ti­stisch kommt auf eine gemel­de­te sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­le der­zeit im Schnitt ledig­lich ein poten­ti­el­ler arbeits­lo­ser Bewer­ber. Zum Ver­gleich – in der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen sind es der­zeit gut vier. In Indu­strie- und Hand­werks­be­ru­fen ist der Per­so­nal­be­darf teil­wei­se sogar mehr als dop­pelt so hoch wie die Zahl mög­li­cher Bewerber.

Der Arbeit­ge­ber­ser­vice betreut in sei­nem Bestand einen hete­ro­ge­nen Mix an Stel­len­an­ge­bo­ten. Das Gros ent­fällt auf die fol­gen­den Berufs­be­rei­che: 2 525 Pro­duk­ti­on und Fer­ti­gung, 1 652 Ver­kehr, Logi­stik, Schutz und Sicher­heit, 1 271 Gesund­heit, Sozia­les, Leh­re und Erzie­hung, 1 111 kauf­män­ni­sche Dienst­lei­stun­gen, Han­del, Ver­trieb, Tou­ris­mus sowie 767 Bau, Archi­tek­tur, Ver­mes­sung und Gebäudetechnik.

Die größ­ten Zuwäch­se im Ver­gleich zum Vor­jahr gibt es bei kauf­män­ni­schen Dienst­lei­stun­gen, Han­del, Ver­trieb, Tou­ris­mus (+69,6 Pro­zent), Büro­tä­tig­kei­ten (Unter­neh­mens­or­ga­ni­sa­ti­on, Buch­hal­tung, Recht und Ver­wal­tung) mit plus 61,6 Pro­zent, Natur­wis­sen­schaft, Geo­gra­fie, Infor­ma­tik (+41,3 Pro­zent), Pro­duk­ti­on und Fer­ti­gung (+32,1 Pro­zent) sowie Gesund­heit, Sozia­les, Leh­re und Erzie­hung (+23,5 Prozent).

Job­cen­ter – Leich­ter Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit zum Win­ter­an­fang, Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit weit über dem Vorkrisenniveau

Am Jah­res­en­de waren bei den Job­cen­tern des Agen­tur­be­zirks 4 311 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 79 Per­so­nen oder 1,9 Pro­zent mehr als im Novem­ber. 81,3 Pro­zent des jah­res­zeit­lich beding­ten Anstiegs der Arbeits­lo­sig­keit ent­fiel im Dezem­ber auf den SGB III-Bereich. In den Win­ter­mo­na­ten mel­den sich Per­so­nen aus wit­te­rungs­ab­hän­gi­gen Beru­fen arbeits­los. Die­se wer­den jedoch auf­grund der kur­zen Dau­er ihrer Arbeits­lo­sig­keit zum Groß­teil von der Agen­tur für Arbeit betreut. Die Zahl der Arbeits­lo­sen liegt im Bereich der Grund­si­che­rung leicht unter (-8 Per­so­nen, ‑0,2 Pro­zent) dem Vor­jah­res­ni­veau, wäh­rend sie im SGB III bereits um 23,3 Prozent
(-1 909 Per­so­nen) gesun­ken ist. Der Ver­si­cher­ten­be­reich hat das Vor­kri­sen­ni­veau mitt­ler­wei­le bei­na­he schon erreicht und liegt ledig­lich noch um 0,8 Pro­zent bzw. 48 Per­so­nen darüber.

Die Zahl der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen ist im SGB II mit 2 035 Betrof­fe­nen um 177 bzw. 9,5 Pro­zent grö­ßer als im Vor­jahr. Aktu­ell sind es 43,8 Pro­zent bzw. 620 mehr als vor der Kri­se in 2019.

Arbeits­markt­ent­wick­lung in den Regionen

Stadt Coburg

Zum Win­ter­an­fang stieg in der Vestestadt Coburg die Zahl der Arbeits­lo­sen um 41 (+3,8 Pro­zent) auf 1 129. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sank sie um 165 Per­so­nen oder 12,8 Pro­zent. Es ver­lo­ren 16 Men­schen mehr ihre Arbeits­stel­le als im letz­ten Jahr, wäh­rend 9 weni­ger eine neue Anstel­lung fan­den. Die Arbeits­lo­sen­quo­te leg­te seit Novem­ber um 0,2 Pro­zent­punk­te auf 4,9 Pro­zent zu. Vor zwölf Mona­ten betrug sie noch 5,6 Prozent.

Im Dezem­ber mel­de­ten die Arbeit­ge­ber aus der Stadt Coburg dem Arbeit­ge­ber­ser­vice 228 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len. Das sind 53 mehr (+30,3 Pro­zent) als vor einem Jahr. Im Bestand füh­ren die Ver­mitt­lungs­pro­fis aktu­ell 1 036 Arbeits­platz­of­fer­ten, 323 (+45,3 Pro­zent) mehr als vor zwölf Mona­ten. Coburg ver­bucht agen­tur­be­zirks­weit das größ­te Wachs­tum des Stel­len­be­stands. Auf 100 gemel­de­te Stel­len kom­men gera­de mal 109 poten­ti­el­le arbeits­lo­se Bewer­ber. Seit Grün­dung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gab es noch nie in einem Dezem­ber so vie­le gemel­de­te Stel­len­age­bo­te in der Stadt.

Land­kreis Coburg

Im Cobur­ger Land­kreis stieg mit Beginn der kal­ten Jah­res­zeit die Arbeits­lo­sig­keit im Dezem­ber um 33 oder 2,1 Pro­zent auf 1 587. Vor zwölf Mona­ten waren noch 271 Men­schen bzw. 14,6 Pro­zent mehr von Arbeits­lo­sig­keit betrof­fen. Es ver­lo­ren 2 Per­so­nen weni­ger ihren Arbeits­platz als im letz­ten Jahr. Gleich­zei­tig fan­den 14 mehr eine neue Beschäf­ti­gung als in 2020. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt 3,2 Pro­zent (Novem­ber 3,1 Pro­zent, Vor­jahr 3,7 Prozent).

Der Arbeit­ge­ber­ser­vice konn­te im letz­ten Monat des Jah­res 243 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te aus dem Land­kreis ent­ge­gen­neh­men. Das waren 16,8 Pro­zent (+35) mehr als im Vor­jahr. Im Bestand gibt es aktu­ell 1 119 Arbeits­platz­an­ge­bo­te, 194 (+21 Pro­zent) mehr als im Vor­jahr. Das ist der Höchst­stand in einem Dezem­ber seit 2017.

Land­kreis Kronach

Nach­dem die Arbeits­lo­sig­keit bis in den Novem­ber im Land­kreis Kro­nach zurück­ging, begann sie im Dezem­ber zum Auf­takt der kal­ten Jah­res­zeit um 113 Per­so­nen oder 10,8 Pro­zent zu stei­gen. Kro­nach ver­zeich­net agen­tur­be­zirks­weit die größ­te Zunah­me. Die wit­te­rungs­be­ding­ten sai­so­na­len Ein­flüs­se auf die Beschäf­ti­gung wir­ken sich im Fran­ken­wald tra­di­tio­nell signi­fi­kan­ter aus als in Städ­ten wie Coburg und Bam­berg. Ende Dezem­ber waren 1 161 Frau­en und Män­ner arbeits­los gemel­det. Im Vor­jah­res­ver­gleich hat ihre Zahl um 15,6 Pro­zent (-214 Per­so­nen) spür­bar abge­nom­men. Im abge­lau­fe­nen Monat fan­den 25,7 Pro­zent weni­ger Men­schen eine neue Beschäf­ti­gung als vor einem Jahr. Gleich­zei­tig mel­de­ten sich 34,8 Pro­zent mehr arbeits­los. Die Arbeits­lo­sen­quo­te erhöh­te sich seit Novem­ber um 0,3 Pro­zent­punk­te auf 3,0 Pro­zent. Das ist wei­ter­hin Voll­be­schäf­ti­gung. Vor einem Jahr betrug die Quo­te noch 3,6 Pro­zent. Die Zahl der Arbeits­lo­sen liegt um 31 Per­so­nen oder 2,6 Pro­zent unter dem Vor­kri­sen­ni­veau von vor zwei Jahren.

Aus dem Fran­ken­wald gin­gen im letz­ten Monat 168 ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te beim Arbeit­ge­ber­ser­vice Kro­nach ein, 22,6 Pro­zent mehr (+31) als im Vor­jahr. Nor­ma­ler­wei­se lässt der Per­so­nal­be­darf in den Wochen vor Weih­nach­ten etwas nach. In die­sem Jahr mel­de­ten die Betrie­be im Dezem­ber jedoch 30,2 Pro­zent mehr Job­an­ge­bo­te als im Novem­ber. Im Bestand gibt es der­zeit 740 Vakan­zen, ein Plus von138 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­ten bzw. 22,9 Pro­zent gegen­über 2020.

Land­kreis Lichtenfels

Das sai­so­nal beding­te Auf und Ab am Arbeits­markt ist im Land­kreis Lich­ten­fels dyna­mi­scher aus­ge­prägt als in Städ­ten wie Coburg und Bam­berg. So erhöh­te sich die Arbeits­lo­sig­keit im Dezem­ber um 50 Per­so­nen (+4,3 Pro­zent) auf 1 225. Am Jah­res­en­de waren jedoch 276 Men­schen weni­ger (-18,4 Pro­zent) arbeits­los als ein Jahr zuvor. In den letz­ten vier Wochen ver­lo­ren 5 Per­so­nen mehr ihren Job als im Vor­jahr und es fan­den 30 weni­ger einen neu­en Arbeits­platz. Die Arbeits­lo­sen­quo­te stieg im ver­gan­ge­nen Monat um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 3,1 Pro­zent. Der Vor­jah­res­wert lag noch bei 3,8 Prozent.

Beim Arbeit­ge­ber­ser­vice gin­gen aus dem Land­kreis Lich­ten­fels 278 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te ein, 35,0 Pro­zent mehr (+72) als im Vor­jahr. Lich­ten­fels ver­bucht agen­tur­be­zirks­weit das größ­te Wachs­tum des Stel­len­zu­gangs. Aktu­ell sind im Stel­len­pool der Ver­mitt­lungs­ex­per­ten 1 247 Arbeits­platz­of­fer­ten, 43,7 Pro­zent bzw. 379 mehr als in 2020. Das ist der Höchst­stand seit Grün­dung der Bun­des­re­pu­blik. Das gesam­te letz­te Quar­tal von 2021 gab es mehr Stel­len­an­ge­bo­te als Arbeits­lo­se. Rein sta­ti­stisch kamen im Dezem­ber auf 100 gemel­de­te Stel­len gera­de mal 98 poten­ti­el­le arbeits­lo­se Bewerber.

Bam­berg Stadt

In der Stadt Bam­berg begann die Arbeits­lo­sig­keit mit dem Beginn des Win­ters wie­der zu stei­gen, wenn auch nicht ganz so aus­ge­prägt wie im über­wie­gen­den Teil der länd­li­chen Regio­nen des Agen­tur­be­zirks. Sie erhöh­te sich in den letz­ten vier Wochen um 59 Per­so­nen (+3,5 Pro­zent) auf 1 735. Vor einem Jahr waren noch 255 Per­so­nen (+12,8 Pro­zent) mehr arbeits­los gewe­sen. Es ver­lo­ren 3 Per­so­nen weni­ger ihren Job als im letz­ten Jahr, wäh­rend 13 weni­ger eine neue Beschäf­ti­gung fan­den. Die Arbeits­lo­sen­quo­te leg­te seit Novem­ber um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 4,1 Pro­zent zu. Vor einem Jahr betrug sie noch 4,7 Prozent.

Im Dezem­ber mel­de­ten die Arbeit­ge­ber aus der Stadt Bam­berg 369 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len, 34,7 Pro­zent mehr (+95) als vor einem Jahr. Im Bestand betreut der Arbeit­ge­ber­ser­vice aktu­ell 1 634 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 433 (+36,1 Pro­zent) mehr als vor zwölf Monaten.

Land­kreis Bamberg

Im Land­kreis Bam­berg hat der Win­ter auf dem Arbeits­markt erwar­tungs­ge­mäß sei­ne ersten Spu­ren hin­ter­las­sen. Zum Aus­klang des Jah­res stieg die Arbeits­lo­sig­keit sai­so­nal bedingt um 77 Per­so­nen oder 4,0 Pro­zent auf 1 998. In den letz­ten zwölf Mona­ten nahm die Arbeits­lo­sig­keit jedoch um 477 Per­so­nen bzw. 19,3 Pro­zent ab. Der Land­kreis ver­zeich­net den größ­ten Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit im gesam­ten Agen­tur­be­zirk Bam­berg-Coburg. Im Dezem­ber ver­lo­ren 4,4 Pro­zent weni­ger Men­schen ihre Arbeit. Gleich­zei­tig fan­den 3,5 Pro­zent mehr einen neu­en Job als im letz­ten Jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te blieb unver­än­dert bei 2,2 Pro­zent und liegt um 0,6 Pro­zent­punk­te unter dem Vor­jah­res­ni­veau. Das ist wei­ter­hin Voll­be­schäf­ti­gung und die nied­rig­ste Quo­te im Agen­tur­be­zirk Bamberg-Coburg.

Aus dem Land­kreis Bam­berg gin­gen in die­sem Monat 283 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te bei den Ver­mitt­lungs­ex­per­ten ein. Das sind 29,8 Pro­zent (+65) mehr als vor zwölf Mona­ten. Im Stel­len­pool des Arbeit­ge­ber­ser­vice gibt es aktu­ell 1 613 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 421 oder 35,3 Pro­zent mehr als im Dezem­ber 2020.

Land­kreis Forchheim

Nach einem ersten leich­ten sai­so­na­len Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit im Novem­ber, setz­te sich die­ser in Forch­heim mit dem meteo­ro­lo­gi­schen Start in den Win­ter im Dezem­ber fort. In den ver­gan­ge­nen vier Wochen nahm die Zahl der Arbeits­lo­sen um 49 Per­so­nen (+2,9 Pro­zent) auf 1 762 zu. In den letz­ten zwölf Mona­ten sank die Arbeits­lo­sig­keit hin­ge­gen um 259 Men­schen bzw. 12,8 Pro­zent. Im Dezem­ber gab es so vie­le Ent­las­sun­gen wie im Vor­jah­res­mo­nat, wäh­rend 7,5 Pro­zent weni­ger Per­so­nen eine neue Beschäf­ti­gung auf­nah­men. Die Arbeits­lo­sen­quo­te erhöh­te sich seit Novem­ber um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 2,6 Pro­zent. Das ist Voll­be­schäf­ti­gung. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 3,0 Prozent.

Im Dezem­ber bekam der Arbeit­ge­ber­ser­vice 203 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te aus der Stadt und dem Land­kreis gemel­det, 12,5 Pro­zent bzw. 29 weni­ger als im Dezem­ber letz­ten Jah­res. Im Bestand gibt es 1 033 Stel­len­of­fer­ten, 41,7 Pro­zent (+304) mehr als vor zwölf Monaten.

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