Stadt­bi­blio­thek Bay­reuth zeigt Aus­stel­lung „Neu auf­ge­rollt – Wil­hel­mi­nes Erben“

RW21 in Bayreuth. © Stadt Bayreuth

Die Stadt­bi­blio­thek Bay­reuth zeigt in der Gale­rie des RW21 von Diens­tag, 21. Dezem­ber, bis Ende Janu­ar näch­sten Jah­res die Aus­stel­lung „Neu auf­ge­rollt – Wil­hel­mi­nes Erbe“, ein Pro­jekt des P‑Seminars von Schüler/​innen des Abitur­jahr­gangs des Gym­na­si­ums Chri­sti­an-Erne­sti­num (GCE).

In Füh­run­gen, Gesprä­chen und Dis­kus­sio­nen mit Fach­leu­ten der Schlös­ser­ver­wal­tung und des Ver­eins Mark­gra­fen­kir­chen e.V. begeg­ne­ten die Schüler/​innen den Denk­ma­len aus der Zeit der Mark­grä­fin Wil­hel­mi­ne von Bay­reuth (1709–1758). Wil­hel­mi­nes Welt ist eine ver­gan­ge­ne Welt. Die Jugend­li­chen soll­ten einen eige­nen Weg des Umgangs in der Aus­ein­an­der­set­zung mit Wil­hel­mi­nes Erbe fin­den. Es soll­ten fri­sche, unver­brauch­te, unge­wöhn­li­che, auch bewun­dern­de und fas­zi­nier­te, jedoch eben­so zuwei­len fre­che Blick­win­kel sein, die sie in der Aus­stel­lung präsentieren.

Der Besuch in Schlös­sern, Kir­chen und Muse­en bie­tet zwar eine gern gese­he­ne Abwechs­lung im Schul­all­tag, wirk­li­ches Inter­es­se rufen die­se Denk­ma­le jedoch bei den Schü­lern/-innen eher sel­ten her­vor. Sobald jedoch Muse­ums­päd­ago­gik und digi­ta­le Medi­en ins Spiel kom­men, sieht das ganz anders aus: Plötz­lich wer­den die alten Gemäu­er und Park­an­la­gen span­nend und begin­nen zu erzäh­len. Die Fotos wur­den mit den Smart­pho­nes der Teilnehmer/​innen auf­ge­nom­men. Es sind die Gerä­te, die den All­tag der Schüler/​innen auch in ihrer Frei­zeit prä­gen. Und nun ent­deck­ten sie damit Wil­hel­mi­nes Erbe.

Mit der Aus­stel­lung wol­len die Schüler/​innen für Wil­hel­mi­nes Erbe wer­ben. Ange­spro­chen wer­den sol­len dabei auch Men­schen, die bis­her kaum in Kon­takt mit den rei­chen Kul­tur­schät­zen unse­rer Regi­on gekom­men sind. Die Bil­der und Tex­te wol­len Hemm­schwel­len abbau­en. Daher wur­den die Tex­te bewusst an die bar­rie­re­freie leich­te Spra­che ange­nä­hert. Nie­mand soll sich aus­ge­schlos­sen fühlen.

Geför­dert wur­de das Pro­jekt unter ande­rem vom “Ver­ein der Freun­de des Gym­na­si­ums Chri­sti­an-Erne­sti­num“, von der Ober­fran­ken­stif­tung, der Rai­ner-Mark­graf-Stif­tung, der Regio­nal­för­de­rung Bay­reuth und dem Land­kreis Kulm­bach. Das P‑Seminar wur­de in die Pro­jek­te von „denk­mal-aktiv“, dem Schul­pro­gramm der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz aufgenommen.

Einen Vor­ge­schmack auf den Besuch der Aus­stel­lung bie­tet die Home­page mit zahl­rei­chen Foto­auf­nah­men unter www​.mark​gra​fen​kul​tur​.de/​n​e​u​-​a​u​f​g​e​r​o​l​lt/.

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