Fluss­pa­ra­dies Fran­ken freut sich auf 2022: „Kunst, Karp­fen und Main“

Winter am Obermain. Foto: Thomas Ochs
Winter am Obermain. Foto: Thomas Ochs

Das Fluss­pa­ra­dies Fran­ken will die Men­schen in der Regi­on für die hei­mi­schen Fluss­land­schaf­ten begei­stern. Denn Flüs­se sind die Lebens­adern der Natur und prä­gen wesent­lich den Cha­rak­ter einer Land­schaft. Ihr öko­lo­gi­scher Wert liegt in der Dyna­mik des flie­ßen­den Was­sers. Es lässt viel­fäl­tig­ste Lebens­räu­me auf eng­stem Raum ent­ste­hen und wie­der ver­ge­hen. Die Bot­schaft lau­tet: wir brau­chen so vie­le natur­na­he Fluss­ki­lo­me­ter wie mög­lich. Es müs­sen gleich­zei­tig orts­nah hoch­wer­ti­ge Erho­lungs­mög­lich­kei­ten am Was­ser ent­ste­hen und wesent­li­che Fluss­be­rei­che als Ruhe­zo­nen für die Natur dienen.

Zusam­men mit ver­schie­de­nen Part­nern setzt das Fluss­pa­ra­dies Fran­ken seit 2003 unter­schied­li­che Pro­jek­te um. Sie laden Jung und Alt dazu ein, raus zu gehen, um das Main- und Reg­nitz­tal zu ent­decken und Natur und Kul­tur bes­ser zu ver­ste­hen. Dabei legt Dr. Anne Schmitt, Geschäfts­füh­re­rin sehr gro­ßen Wert dar­auf, dass die Maß­nah­men kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wickelt und immer wie­der aktua­li­siert wer­den. Der­zeit wer­den bei­spiels­wei­se die Falt­blät­ter für den Fluss­pfad Bam­berg und den Wein­rad­weg am Main über­abei­tet. Zusam­men mit den Gemein­den und den Wan­der­ver­ei­nen ist geplant, im näch­sten Früh­jahr zwi­schen Alten­dorf, Hirschaid und Hal­lerdorf einen Karpfen­weg zu mar­kie­ren. Damit wird der Sie­ben-Flüs­se-Wan­der­weg noch bes­ser an die Gast­wirt­schaf­ten und Bahn­hö­fe ange­bun­den. Und die Röbers­dor­fer, Sas­s­an­fahr­ter, Seuß­lin­ger, Juli­us­ho­fer, Groß­buch­fel­der, Schlüs­selau­er, Erla­cher und Kött­manns­dor­fer kön­nen ohne Auto direkt von zu Hau­se aus zu einer Wan­de­rung starten.

Das der­zeit finan­zi­ell größ­te Pro­jekt „Kunst­be­geg­nun­gen am Kanal“ soll 2022 wei­ter­ge­hen. Auch hier geht es dar­um, einen neu­en Blick auf die eige­ne Umge­bung zu wer­fen und Aus­tausch zu ermög­li­chen. Die­sen Herbst konn­ten die ersten drei Skulp­tu­ren am Reg­nitz­Rad­weg von drei inter­na­tio­na­len Bild­haue­rin­nen ver­wirk­licht wer­den. Sie ste­hen am west­li­chen Kanalufer – also auf der „Stei­ger­wald­sei­te“ – zwi­schen Neu­ses a.d.Regnitz und der Schleu­se Strul­len­dorf. Für das 2022 zwi­schen Strul­len­dorf und Bam­berg geplan­te Kunst­werk „Zur Rent­ner­ruh gebracht“ des Bam­ber­ger Bild­hau­ers Adel­bert Heil wird wei­te­re finan­zi­el­le Unter­stüt­zung benö­tigt. Dazu berei­tet das Fluss­pa­ra­dies Fran­ken die Nut­zung einer regio­na­len Crowd­fun­ding-Platt­form vor. Damit kön­nen Fir­men oder Pri­vat­per­so­nen ganz unkom­pli­ziert Geld für die Her­stel­lung des Bron­ze­gus­ses spenden.

Die Zusam­men­ar­beit ist unter Coro­na-Bedin­gun­gen eine gro­ße Her­aus­for­de­rung, die unter­schied­lich gut gelingt. Die Mit­glie­der­ver­samm­lung des Fluss­pa­ra­die­ses konn­te im Früh­jahr sehr gut hybrid durch­ge­führt wer­den. Das Tref­fen der „Part­ner für den Main“, in dem sich Natur­schutz, Kanu­ver­mie­ter, Kom­mu­nen und Behör­den nor­ma­ler­wei­se ein­mal jähr­lich direkt aus­tau­schen, hat bis­her noch nicht statt­ge­fun­den. Vor­aus­sicht­lich wird der Ter­min näch­stes Jahr doch online orga­ni­siert wer­den müs­sen oder even­tu­ell drau­ßen stattfinden.

Fest für das kom­men­de Jahr ein­ge­plant ist die jähr­lich statt­fin­den­de Müll-Sam­mel-Akti­on am Main und sei­nen Zuflüs­sen. Im Rah­men des Akti­ons­jah­res „Mein Main“ des neu­en Netz­werks Main soll die­se anläss­lich des Welt­was­ser­ta­ges (22. März) erst­mals ent­lang des gesam­ten Flus­ses koor­di­niert wer­den. Die Grup­pen, die 2021 gesam­melt haben, haben ver­schie­de­ne, gut umsetz­ba­re Kon­zep­te für Hygie­ne­maß­nah­men erprobt. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www​.fluss​pa​ra​dies​-fran​ken​.de oder www​.netz​werk​main​.de

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