Cobur­ger GRÜ­NE stel­len Antrag auf einen „Ener­gie- und Wär­me­nut­zungs­plan für Coburg“

Sehr geehr­ter Herr Ober­bür­ger­mei­ster Sauerteig,

zur Kon­kre­ti­sie­rung des in der Stadt­rats­sit­zung vom 22.07.2021 beschlos­se­nen Akti­ons­pla­nes für eine nach­hal­ti­ge und kli­ma­freund­li­che Stadt­ent­wick­lung stellt die Stadt­rats­frak­ti­on Bünd­nis 90/​Die Grü­nen Coburg fol­gen­den Antrag:

Der Stadt­rat der Stadt Coburg möge beschließen:

Die Ver­wal­tung der Stadt Coburg wird beauf­tragt, in Zusam­men­ar­beit mit der SÜC, einen Ener­gie- und Wär­me­nut­zungs­plan bis Ende 2022 zu erstel­len. Der Ener­gie- und Wär­me­nut­zungs­plan soll min­de­stens alle 2 Jah­re erneu­ert wer­den. Zur Finan­zie­rung wer­den För­der­mit­tel des Lan­des- und Bund bean­tragt, für etwai­ge Mehr­ko­sten wer­den Mit­tel im Haus­halt bereit­ge­stellt und ist durch die Bewil­li­gung des Kli­ma­ak­ti­ons­plans im Stadt­rat am 22.07.2021 vorgesehen.

Begrün­dung:

Der Ener­gie- und Wär­me­nut­zungs­plan (EWNP) bil­det die Grund­la­ge, um Maß­nah­men zur Ener­gie­ein­spa­rung, Ener­gie­ef­fi­zi­enz und zur Umstel­lung auf erneu­er­ba­re Ener­gien zu koor­di­nie­ren und syn­er­ge­tisch auf­ein­an­der abzu­stim­men. Er lie­fert somit eine umset­zungs­ko­or­di­nier­te Bedie­nungs­an­lei­tung für die loka­le Energiewende.

Ein EWNP wird mit dem Ziel erstellt, eine mög­lichst ver­brauchs­ar­me, auf erneu­er­ba­re Ener­gien gestütz­te, intel­li­gen­te Ener­gie­ver­sor­gung im Stadt­ge­biet zu instal­lie­ren. Es sol­len daher ganz­heit­li­che Ener­gie­kon­zep­te erstellt wer­den, wel­che die Stadt unab­hän­gig vom Import fos­si­ler Ener­gie­trä­ger wer­den las­sen und die eigen­stän­di­ge Ver­sor­gung durch erneu­er­ba­re Ener­gie sicher­stel­len. Die Umset­zung der Maß­nah­men bringt durch Inve­sti­tio­nen, Erlö­se und Gewer­be­steu­er­ein­nah­men einen beträcht­li­chen Impuls für die regio­na­le Wertschöpfung.

Der EWNP soll:

  • Sicher­stel­len dass eine nach­hal­ti­ge, mit der SÜC abge­stimm­te, Ener­gie- und Wär­me­ver­sor­gung der Stadt Coburg bei gleich­zei­ti­ger Min­de­rung des Aus­sto­ßes von Treib­haus­ga­sen durch Ener­gie­ein­spa­rung und Nut­zung CO2-armer Ener­gie­trä­ger mög­lich wird.
  • Die Erar­bei­tung einer Dekar­bo­ni­sie­rungs­stra­te­gie für die Wär­me- und Strom­ver­sor­gung für das Stadt­ge­biet ermöglichen.
  • Eine Infor­ma­ti­ons­grund­la­ge für die Öffent­lich­keit und zur Sen­si­bi­li­sie­rung der Bevöl­ke­rung für Ener­gie­spar­maß­nah­men im Bereich Neu­bau und Sanie­rung legen.
  • Die Iden­ti­fi­ka­ti­on von Stadt­räu­men mit ener­ge­ti­schen Miss­stän­den ermöglichen.
  • Einen Bei­trag zur Sicher­stel­lung bezahl­ba­ren Woh­nens im Hin­blick auf die Ener­gie- und Wär­me­ko­sten leisten.
  • Pla­nungs­pro­zes­se beschleu­ni­gen z.B. bei der Bear­bei­tung von Ener­gie­kon­zep­ten für Neu­bau­ge­bie­te oder bei Vor­un­ter­su­chun­gen für städ­te­bau­li­che Sanie­rungs­ge­bie­te. Auf­wen­di­ge Daten­be­schaf­fung und Zusam­men­füh­rung ver­schie­de­ner Daten­quel­len ent­fal­len dadurch.
  • Für einen Effi­zi­en­ten Ein­satz von För­der­mit­teln und deren Abruf sor­gen (Städ­te­bau­för­de­rung, KfW-För­der­pro­gram­me, För­der­pro­gramm Ener­gie­ein­spa­rung etc.)

Für die Frak­ti­on von Bünd­nis 90/​Die Grünen
Kevin Klüg­lein
Micha­el Dorant

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