Bay­reuth Tigers: Dop­pel­schlag im Schluss­ab­schnitt erbringt Punk­te für Kassel

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Tim Zim­mer­mann, der sein letz­tes Spiel am 15. Okto­ber absol­viert hat­te, sowie Neu­zu­gang Max Men­ner, des­sen Ver­pflich­tung am Nach­mit­tag fest­ge­macht wer­den konn­te, ent­la­ste­ten den wei­ter­hin kur­zen Kader ein klein wenig an die­sem Abend.

Es ent­wickel­te sich von Beginn an ein sehr schnel­les Spiel, bei wel­chen bei­de Teams hohes Tem­po gin­gen und sich pha­sen­wei­se gute Mög­lich­kei­ten erspiel­ten. Zunächst waren es die Hus­kies, die Her­den unter Beschuss nah­men und mehr­fach schei­ter­ten, um ein schnel­les Tor vor­zu­le­gen. Auf Sei­ten der Tigers, die mit schnel­len Umschalt­spiel meh­re­re Male das Tor von Kuhn unter Beschuss nah­men aber eben­so noch kei­nen Erfolg ver­zeich­nen konn­ten. Ein Über­zahl­spiel, das die Gäste aus Hes­sen auf­zo­gen, spiel­ten die­se gedul­dig aber fan­den auch hier den Weg an Her­den nicht vor­bei. Als Gams im Slot auf­tauch­te und aus kur­zer Distanz den Schuss nahm, Her­den parier­te, war es Zim­mer­mann, der im Gegen­zug aus zen­tra­ler Posi­ti­on schei­ter­te. Knapp vier­zig Sekun­den Power­play zum Ende des Abschnitts ver­hal­fen Jär­veläi­nen noch zu einem Abschluss, der jedoch bei Kuhn landete.

Gera­de ein­mal 21 Sekun­den waren gespielt, da nahm Jär­veläi­nen Maß, zog im immer noch aus dem ersten Abschnitt lau­fen­den Power­play ab und Kolozva­ry im Slot lau­ernd hielt die Kel­le hin, stell­te so die Füh­rung her. Aller­dings dau­er­te es nur wei­te­re 19 Sekun­den, bis Kas­sel dies kor­ri­gier­te und durch Detsch, der aus halb­lin­ker Posi­ti­on zum Schuss kam, sofort den Aus­gleich auf die Anzei­gen­ta­fel schrei­ben konn­te. Im Anschluss setz­te Kas­sel wei­ter auf Offen­siv­power, wel­chem die Tigers schnel­le Kon­tern ent­ge­gen setz­tenaber auch wei­ter­hin sta­bil in der Abwehr stan­den. Jär­veläi­nen war es, der nach 33 gespiel­ten Minu­ten nur weni­ge Zen­ti­me­ter die Schei­be am Tor vor­bei setz­te. Fast im Gegen­zug schei­ter­te Wahl in aus­sichts­rei­cher Posi­ti­on. Nach einem Quer­pass von Hoh­mann durch das Drit­tel nach 37 Minu­ten, der Jär­veläi­nen erreich­te, mach­te es der Bay­reu­ther Tor­jä­ger genau­er und zir­kel­te die Schei­be flach ins Tor zur erneu­ten Führung.

Weni­ge Sekun­den vor Ende des Drit­tels check­te Gams Her­den so ins Tor, dass die­ses aus der Ver­an­ke­rung flog. Dem dar­auf­fol­gen­den Schuss, der in den Maschen lan­de­te, wur­de – nach der Ent­schei­dung auf dem Eis auf Tref­fer- nach Sich­tung des Video­be­wei­ses gerech­ter­wei­se die Aner­ken­nung versagt.

Auch im Schluss­ab­schnitt hiel­ten die Teams das Tem­po hoch – vor allem die Gäste ver­such­ten mit schnel­lem Spiel Druck auf das Tor der Tigers aus­zu­üben. Erst als Wahl auf der Straf­bank Platz genom­men hat­te, konn­ten die Bay­reu­ther ihrer­seits das Tor anvi­sie­ren. Kolozva­ry schei­ter­te knapp. Eben­so wie Poko­vic in einer wei­te­ren num­me­ri­schen Über­le­gen­heit kur­ze Zeit spä­ter. Als bei­de Teams wie­der mit vol­ler Soll­stär­ke agier­ten, wur­de Pither schön frei­ge­spielt und fuhr allei­ne auf Kuhn zu, der aber stark reagier­te und parie­ren konn­te. Im direk­ten Gegen­zug war es Came­ron, der Her­den düpier­te und damit – statt eines zwei Tore-Rück­stan­des für sein Team mit anse­hen zu müs­sen – den Aus­gleich auf die Anzei­gen­ta­fel schrieb. Nicht genug des Gegen­tref­fers, stell­te Tramm eine Minu­te spä­ter die erst­ma­li­ge Füh­rung für die Hes­sen her. Trotz die­ses Dop­pel­schla­ges und der nun lang­sam schwin­den­den Kräf­te ver­such­ten die Tigers das Spiel noch her­um zu rei­ßen, was Hoh­mann nach 56 Minu­ten bei­na­he gelun­gen war. Die obli­ga­to­ri­sche Aus­zeit und der Ver­such mit einem sech­sten Feld­spie­ler doch noch zum Aus­gleich zu kom­men wur­de durch Mac­Queen durch­kreuzt, der schließ­lich per Emp­ty-Net-Goal den End­stand her­stell­ten konnte.

Ins­ge­samt boten die Tigers, die wei­ter­hin mit ziem­lich kur­zer Bank unter­wegs sind, eine sehens­wer­te Par­tie, bei der viel­leicht das Quänt­chen Glück fehl­te, um die Punk­te im Tiger­kä­fig zu behal­ten zu können.

Bay­reuth Tigers vs. Kas­sel Hus­kies 2:4 (0:0, 2:1, 0:3)

  • Bay­reuth: Her­den, Stein­hau­er, Nico Zim­mer­mann – Poko­vic, Pru­den, Mei­sin­ger (2), Davis, Men­ner – Hoh­mann, Rat­mann, Kolozva­ry, Jär­veläi­nen, Bin­dels, Tim Zim­mer­mann, Mei­er, Pither
  • Kas­sel: Kuhn, Nef­fin – Keu­ssen (2), Mül­ler, Granz, Oren­d­orz, Tramm, Gei­sch­ei­mer, Rut­kow­ski – Came­ron, Weid­ner, She­vy­rin, Spitz­ner, Gams, Kranz (4), Reich, Krü­ger, Wahl (4), Detsch, Laub, Mac­Queen Zuschau­er: 0
  • Schieds­rich­ter: Sin­g­ai­tis, West­rich – Mil­ling, Six
  • Stra­fen: Bay­reuth: 2 Kas­sel: 10 PP: Bay­reuth: 1/5 Kas­sel: 0/1
  • Tor­fol­ge: 1:0 (21.) Kolozva­ry (Jär­veläi­nen, Davis) PP1, 1:1 (21.) Detsch (Oren­d­orz, Krü­ger), 2:1 (37.) Jär­veläi­nen (Hoh­mann, Kolozva­ry), 2:2 (49.) Came­ron (Gams) 2:3 (50.) Tramm (Mac­Queen, Wahl), 2:4 (60.) Mac­Queen (Detsch, Wahl) EN

Alex­an­der Vögel

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