Die Uni­ver­si­tät Bay­reuth begrüßt die heu­ti­ge Ent­schei­dung des Haus­halts­aus­schus­ses im Baye­ri­schen Landtag

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Am 2. Dezem­ber 2021 hat der Haus­halts­aus­schuss des Baye­ri­schen Land­tags über ein aus Kulm­ba­cher und Bay­reu­ther Sicht wich­ti­ges The­ma dis­ku­tiert: Auf der Tages­ord­nung stand die Frei­ga­be der Mit­tel für den Grund­stücks­an­kauf „Güter­bahn­hofs­ge­län­de“ in Kulm­bach. Die Abge­ord­ne­ten haben dafür gestimmt und damit den Weg frei gemacht für den zeit­na­hen Kauf des Grund­stücks durch den Frei­staat Bay­ern. Damit ist ein wesent­li­cher Mei­len­stein erreicht: Die Stand­ort­fra­ge der Fakul­tät für Lebens­wis­sen­schaf­ten: Lebens­mit­tel, Ernäh­rung und Gesund­heit und der Grund­stücks­er­werb für den geplan­ten Neu­bau sind jetzt geklärt.

„Die­se Ent­schei­dung bringt uns unse­rem Ziel, den geplant 1.000 Stu­die­ren­den, 22 Professor*innen und 150 Mit­ar­bei­ten­den der neu­en Fakul­tät in Kulm­bach auch räum­lich beste Bedin­gun­gen zu schaf­fen, einen gro­ßen Schritt näher“, kom­men­tiert Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Prof. Dr. Ste­fan Lei­ble. „Ich dan­ke allen Betei­lig­ten bei der Stadt, beim Grund­stücks­ei­gen­tü­mer und beim Frei­staat, die sich dafür ein­ge­setzt haben! Nicht zuletzt dan­ke ich dem Team an der Uni Bay­reuth und den wei­te­ren betei­lig­ten Behör­den, die die­se Ent­schei­dung mit vor­be­rei­tet haben und sich auch wei­ter­hin höchst enga­giert für das Ent­ste­hen eines moder­nen, inno­va­ti­ven Cam­pus in Kulm­bach ein­set­zen werden.“

Wis­sen­schafts­mi­ni­ster Bernd Sibler betont: „Kulm­bach ist der idea­le Stand­ort für die lebens­wis­sen­schaft­li­che Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Bay­reuth, denn die Stadt ist ein ech­tes Zen­trum für Lebens­mit­tel und Ernäh­rung. So ergibt sich eine tol­le Win-Win-Situa­ti­on: Sowohl die Uni­ver­si­tät als auch die gesam­te Regi­on Ober­fran­ken pro­fi­tie­ren von dem neu­en Hoch­schul­an­ge­bot. Die gemein­sa­me Erklä­rung und die Mit­tel­frei­ga­be sind wich­ti­ge Signa­le, mit denen wir nun auch der Rea­li­sie­rung des eige­nen Cam­pus – und damit her­vor­ra­gen­den Rah­men­be­din­gun­gen für For­schung und Leh­re – ein gro­ßes Stück näher­kom­men. Beson­ders freut es mich, dass wir das Pro­jekt durch unse­re High­tech Agen­da Bay­ern beschleu­ni­gen konn­ten, denn die Fakul­tät erhöht die Attrak­ti­vi­tät der Uni­ver­si­tät Bay­reuth wei­ter und passt mit ihrem inter­dis­zi­pli­nä­ren Ansatz zur höchst erfolg­rei­chen ‚Schnitt­stel­len-Phi­lo­so­phie‘ der Universität.“

Uni­ver­si­täts­kanz­le­rin Dr. Nico­le Kai­ser sagt: „Für uns ist das ein neu­er Moti­va­ti­ons­schub – vor allem für mei­ne Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen vor Ort: Nun kön­nen wir mit der Pla­nung eines Neu­baus fort­fah­ren. Wir wis­sen nun, dass wir tol­le Ent­wick­lungs­chan­cen für For­schung und Leh­re bekom­men. Der Gedan­ke der engen Ver­net­zung mit Part­nern aus dem Bereich Lebens­wis­sen­schaf­ten und Lebens­mit­tel kann an die­sem zen­tra­len Ort ide­al gelebt wer­den.“ Die Kanz­le­rin begrüßt vor allem das poli­ti­sche Signal, das heu­te aus­ge­sen­det wur­de: „Mit die­ser Ent­schei­dung zeigt der Land­tag, dass er voll hin­ter dem Pro­jekt steht und dass auch in Mün­chen die Bedeu­tung der sieb­ten Fakul­tät in Kulm­bach für ganz Bay­ern erkannt wird.“

Prof. Dr. Ste­phan Cle­mens, Grün­dungs­de­kan der Fakul­tät, hat die Dis­kus­si­on im Land­tag ver­folgt: „Wir hat­ten die Gele­gen­heit, unse­re Plä­ne den Abge­ord­ne­ten vor­zu­stel­len und haben äußerst posi­ti­ves Feed­back bekom­men“, sag­te er nach der Sit­zung in Mün­chen. „Jetzt sind end­lich die recht­li­chen und poli­ti­schen Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen, um auf dem ein­ge­schla­ge­nen Weg zügig voranzuschreiten.“

Die Uni­ver­si­tät Bay­reuth hat gro­ßes Inter­es­se dar­an, dass für die­se beson­de­re Fakul­tät für Lebens­wis­sen­schaf­ten eine bei­spiel­haf­te Bebau­ung und Frei­flä­chen­pla­nung mit mög­lichst ver­kehrs­ar­mer Erschlie­ßung kon­zi­piert wird. Bevor aber die Bag­ger rol­len und der Grund­stein gelegt wer­den kann, ist noch viel zu tun. Was genau, das regelt die RLBau 2020, die Richt­li­nie für die Durch­füh­rung von Hoch­bau­auf­ga­ben des Frei­staats Bay­ern. Wenn der Grund­stück­erwerb – auch nota­ri­ell – voll­zo­gen wur­de, wird die Bear­bei­tung der näch­sten Schrit­te unver­züg­lich ver­an­lasst. Als erstes muss der Pro­jekt­an­trag durch die Uni­ver­si­tät Bay­reuth auf der Grund­la­ge des bereits geneh­mig­ten und ggf. fort­zu­schrei­ben­den Raum­be­darfs­pro­gramms mit Unter­stüt­zung durch Staat­li­ches Bau­amt Bay­reuth und Regie­rung von Ober­fran­ken erar­bei­tet werden.


Hin­ter­grund: Der Weg zum Cam­pus in Kulmbach

  • Juni 2017: Beschluss des baye­ri­schen Mini­ster­rats, eine sieb­te Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Bay­reuth mit der Bezeich­nung „Fakul­tät für Lebens­wis­sen­schaf­ten: Lebens­mit­tel, Ernäh­rung und Gesund­heit“ mit bis zu 1.000 Stu­die­ren­den, 150 Mit­ar­bei­ten­den und 20 Pro­fes­su­ren am Stand­ort Kulm­bach anzusiedeln
  • Dezem­ber 2017: Erstes Fakul­täts­bü­ro in Kulm­bach öff­net im „Pfört­ner­haus“ der alten Spinnerei.
  • Juli 2018: Die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung bil­ligt das wis­sen­schaft­li­che Kon­zept und den Fahr­plan zum Auf­bau der Fakultät.
  • Okto­ber 2018: Ände­rung der Grund­ord­nung der UBT zur Rege­lung des Auf­baus ihrer sieb­ten Fakultät
  • Okto­ber 2018: Ein­zug in das Verwaltungsgebäude
  • März 2019: Eröff­nung der Fakul­tät 7 für Lebens­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Bay­reuth in Kulm­bach mit Staats­mi­ni­ster Bernd Sibler
  • Okto­ber 2019: Auf­nah­me des Pro­jekts „Fakul­tät 7“ in die High-Tech-Agen­da der Staatsregierung
  • Mai 2020: Die erste Pro­fes­sur ist besetzt.
  • Sep­tem­ber 2020: Die erste Stu­den­tin der 7. Fakul­tät wird immatrikuliert.
  • Novem­ber 2020: Start Online-Stu­di­en­be­trieb der Fakul­tät 7 (wg. Corona-Bedingungen)
  • Juni 2021: Bezug der ersten Büros im „Fritz“
  • Okto­ber 2021: Start Prä­senz­stu­di­en­be­trieb in Kulm­bach – unter ande­rem im Kino und in Räu­men der Volks­hoch­schu­le und des ört­li­chen BRK
  • Okto­ber 2021: Bezug der ersten Labor­räu­me im „Fritz“

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