Scha­eff­ler-Stand­ort Hirschaid pro­du­ziert drei­mil­li­on­sten elek­tro­me­cha­ni­schen Nockenwellenversteller

Pro­duk­ti­on des elek­tro­me­cha­ni­schen Nocken­wel­len­ver­stel­lers (ECP) am Stand­ort Hirschaid ist für Scha­eff­ler eine Erfolgsgeschichte

Ein kleines Team um Werkleiter Michael Reinig (3.v.r.) feierte den dreimillionsten elektromechanischen Nockenwellenversteller stellvertretend mit jenen Kollegen, die aufgrund der Corona-Auflagen nicht vor Ort sein konnten.  Foto: Schaeffler

Ein klei­nes Team um Werk­lei­ter Micha­el Rei­nig (3.v.r.) fei­er­te den drei­mil­li­on­sten elek­tro­me­cha­ni­schen Nocken­wel­len­ver­stel­ler stell­ver­tre­tend mit jenen Kol­le­gen, die auf­grund der Coro­na-Auf­la­gen nicht vor Ort sein konn­ten. Foto: Schaeffler

Am Scha­eff­ler-Stand­ort Hirschaid ist kürz­lich der drei­mil­li­on­ste elek­tro­me­cha­ni­sche Nocken­wel­len­ver­stel­ler (ECP) vom Band gelau­fen. Das Pro­dukt kommt in moder­nen Motor­sy­ste­men zum Ein­satz und hilft, die­se fit für EU7 zu machen. Unter strik­ten Coro­na-Auf­la­gen hat die Werk­lei­tung das Pro­duk­ti­ons­ju­bi­lä­um im klei­nen Kreis mit den Mit­ar­bei­ten­den gefei­ert. „Der ECP ist für Scha­eff­ler und ins­be­son­de­re den Stand­ort Hirschaid eine Erfolgs­ge­schich­te“, sagt Micha­el Rei­nig, Werk­lei­ter am Stand­ort Hirschaid. „Den ersten Seri­en­ein­satz fand das Pro­dukt, bestehend aus E‑Motor, Getrie­be und Con­trol­ler, im Jahr 2015 bei einem japa­ni­schen Her­stel­ler. Auf­grund der hohen Nach­fra­ge, auch bei vie­len Pre­mi­um-Her­stel­lern auf der gan­zen Welt, konn­ten wir die Pro­duk­ti­ons­vo­lu­men kon­ti­nu­ier­lich stei­gern und freu­en uns heu­te über das drei­mil­li­on­ste System. Ich möch­te mich bei allen Betei­lig­ten für die­se groß­ar­ti­ge Lei­stung bedan­ken.“ Wur­den zuletzt rund 700.000 Stück pro Jahr gefer­tigt, erwar­tet Scha­eff­ler bis 2025 nicht zuletzt auf­grund der Bedeu­tung des Pro­dukts für Hybrid­an­trie­be einen Pro­duk­ti­ons­an­stieg auf drei Mil­lio­nen Ein­hei­ten pro Jahr. Um die­ser Nach­fra­ge gerecht zu wer­den, wer­den am Stand­ort Hirschaid wei­te­re fle­xi­ble Mon­ta­ge­li­ni­en in Betrieb genommen.

ECP: Mehr Effi­zi­enz für ver­bren­nungs­mo­to­ri­sche und hybri­de Antriebe

Der elektromechanische Nockenwellenversteller kommt mit demselben Bauraum aus, wie ein hydraulisches System.  Foto: Schaeffler

Der elek­tro­me­cha­ni­sche Nocken­wel­len­ver­stel­ler kommt mit dem­sel­ben Bau­raum aus, wie ein hydrau­li­sches System. Foto: Schaeffler

Der Ein­satz elek­tro­me­cha­ni­scher Nocken­wel­len­ver­stel­ler statt hydrau­li­scher Syste­me ermög­licht es, die Nocken­wel­le schnel­ler und prä­zi­ser auf die jewei­li­gen Betriebs­be­din­gun­gen des Motors ein­zu­re­geln. Dies senkt sowohl Ver­brauch als auch CO2-Schad­stoff­emis­sio­nen, gleich­zei­tig steigt der Kom­fort im Start-Stopp-Betrieb. Das Zuschal­ten des Ver­bren­nungs­mo­tors gelingt ohne wahr­nehm­ba­res Ruckeln. Mög­lich ist das durch die ent­spre­chen­de Posi­tio­nie­rung der Nocken­wel­le vor dem Ansprin­gen des Ver­bren­nungs­mo­tors. Kon­struk­tiv setzt Scha­eff­ler auf eine sehr kom­pak­te Lösung, die aus einem bür­sten­lo­sen Gleich­strom­mo­tor sowie einem hoch­un­ter­setz­ten Getrie­be besteht. Die­ses basiert auf einem fle­xi­blen Zahn­rad und einem ova­len Wälz­la­ger und über­setzt die Motor­dreh­zahl mit etwa 70 zu 1. Der ver­wen­de­te Elek­tro­mo­tor dient dabei nicht nur als Aktua­tor, son­dern auch als Sen­sor. Zusätz­lich zu der bei hydrau­li­schen Syste­men genutz­ten Posi­ti­ons­er­ken­nung wird beim elek­tri­schen System die Rotor­po­si­ti­on lau­fend über inte­grier­te Sen­so­ren erfasst und von einer elek­tro­ni­schen Steue­rung aus­ge­wer­tet. Damit ist die Posi­ti­on der Nocken­wel­le stets exakt bekannt. Die Ent­wick­lung des Gleich­strom­mo­tors erfolg­te bei Scha­eff­ler in Eigen­re­gie. Durch den kom­pak­ten Auf­bau kommt der elek­tro­me­cha­ni­sche Nocken­wel­len­ver­stel­ler von Scha­eff­ler mit dem glei­chen Bau­raum aus, wie ein hydrau­li­sches System. Das mecha­tro­ni­sche System wird aktu­ell in ver­schie­de­nen Kon­fi­gu­ra­tio­nen ange­bo­ten, besteht aber min­de­stens aus einem Elek­tro­mo­tor, einem Getrie­be und einer Steuerung.

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