Fir­men­ju­bi­lä­um der Her­zo­gen­au­ra­cher Scha­eff­ler Grup­pe – Seit 75 Jah­ren in Bewegung

Der glo­bal täti­ge Auto­mo­bil- und Indu­strie­zu­lie­fe­rer Scha­eff­ler fei­ert das 75-jäh­ri­ge Bestehen mit einem digi­ta­len Festakt

Es ist eine der gro­ßen Erfolgs­ge­schich­ten “Made in Ger­ma­ny”: Der glo­bal täti­ge Auto­mo­bil- und Indu­strie­zu­lie­fe­rer Scha­eff­ler fei­ert heu­te sein 75-jäh­ri­ges Bestehen. Den Grund­stein für den Kon­zern leg­ten 1946 die Brü­der Dr. Wil­helm Scha­eff­ler und Dr.-Ing. E.h. Georg Scha­eff­ler mit der Grün­dung der Indu­strie GmbH in Her­zo­gen­au­rach. Es ist der Start­schuss für ein Unter­neh­men mit heu­te mehr als 83.900 Beschäf­tig­ten an rund 200 Stand­or­ten in über 50 Län­dern. Unter ande­rem aus den drei zunächst eigen­stän­di­gen Fir­men INA, LuK und FAG wuchs ein glo­ba­ler Tech­no­lo­gie­füh­rer – mit der DNA eines Fami­li­en­un­ter­neh­mens. Heu­te fei­ert Scha­eff­ler 75 Jah­re Fort­schritt, tech­no­lo­gi­sche Inno­va­ti­on und wirt­schaft­li­chen Erfolg mit einem digi­ta­len Fest­akt für alle Mit­ar­bei­ten­den und aus­ge­wähl­te Gäste aus Wirt­schaft und Politik.

Pio­nier­geist, Inno­va­tio­nen und stra­te­gi­sche Akqui­si­tio­nen begrün­de­ten Erfolg

1950 meldet Dr.-Ing. E.h. Georg Schaeffler seine Idee zum Patent an: Im Nadelkäfig werden die Wälzkörper achsparallel geführt. Im Lauf des Jahres 1950 gelingt der Schritt vom Prototyp zum serienreifen Wälzlager. Nadellager finden Anwendung im Automobilbereich, aber auch im allgemeinen Maschinen- und Getriebebau. In der E-Mobilität sind Nadellager für die Funktion zahlreicher elektrifizierter Getriebe unverzichtbar.

1950 mel­det Dr.-Ing. E.h. Georg Scha­eff­ler sei­ne Idee zum Patent an: Im Nadel­kä­fig wer­den die Wälz­kör­per achs­par­al­lel geführt. Im Lauf des Jah­res 1950 gelingt der Schritt vom Pro­to­typ zum seri­en­rei­fen Wälz­la­ger. Nadel­la­ger fin­den Anwen­dung im Auto­mo­bil­be­reich, aber auch im all­ge­mei­nen Maschi­nen- und Getrie­be­bau. In der E‑Mobilität sind Nadel­la­ger für die Funk­ti­on zahl­rei­cher elek­tri­fi­zier­ter Getrie­be unverzichtbar.

Den rasan­ten Auf­stieg des Unter­neh­mens ermög­lich­te ab 1950 das käfig­ge­führ­te Nadel­la­ger, eine genia­le Erfin­dung von Dr.-Ing. E.h. Georg Scha­eff­ler, die Bewe­gung und Mobi­li­tät revo­lu­tio­nier­te – im Auto­mo­bil­bau wie in der Industrie.

Damit war das Fun­da­ment für den anhal­ten­den welt­wei­ten Erfolg gelegt. 1965 enga­gier­ten sich die Brü­der in der LuK Lamel­len und Kupp­lungs­bau GmbH im badi­schen Bühl, heu­te Sitz der Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies. Tel­ler­fe­der­kupp­lung, Zwei­mas­sen­schwung­rad und Moto­ren­ele­men­te sind Bei­spie­le inno­va­ti­ver Pro­duk­te, mit denen sich das Unter­neh­men an die tech­no­lo­gi­sche Spit­ze setz­te. Seit 1999 gehört LuK voll­stän­dig zu Schaeffler.

Im Jahr 2001 über­nahm Scha­eff­ler die FAG Kugel­fi­scher Georg Schä­fer AG in Schwein­furt. Dadurch wur­de Scha­eff­ler zum zweit­größ­ten Wälz­la­ger­her­stel­ler welt­weit. 2015 folg­te der erfolg­rei­che Bör­sen­gang der Scha­eff­ler AG. Heu­te sind die drei Pro­dukt­mar­ken INA, LuK und FAG unter der star­ken Unter­neh­mens­mar­ke Scha­eff­ler vereint.

„Ent­schei­dend für den Erfolg des Unter­neh­mens Scha­eff­ler war immer ein Pio­nier­geist. Dabei zei­gen sich gera­de in her­aus­for­dern­den Pha­sen ein hohes Maß an Resi­li­enz sowie die Bereit­schaft, tief­grei­fen­den Wan­del immer auch als Chan­ce zu nut­zen. Als Gesell­schaf­ter sind wir uns in beson­de­rer Wei­se bewusst, dass die­ser jahr­zehn­te­lan­ge Erfolg vor allem von unse­ren enga­gier­ten Mit­ar­bei­ten­den rund um die Welt sowie von unse­ren Kun­den und Zulie­fe­rern abhängt“, erklärt Georg F. W. Scha­eff­ler, Fami­li­en­ge­sell­schaf­ter und Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­rats der Scha­eff­ler AG.

Trans­pa­ren­te und wis­sen­schaft­li­che Auf­ar­bei­tung der Geschich­te und Vor­ge­schich­te des Unternehmens

Auf­grund des Fir­men­ju­bi­lä­ums hat die Fami­lie Scha­eff­ler ihre Geschich­te, die untrenn­bar mit der des Unter­neh­mens ver­bun­den ist, syste­ma­tisch erfor­schen las­sen und hier­für den renom­mier­ten Histo­ri­ker Prof. Dr. Gre­gor Schöll­gen gewin­nen kön­nen. Die For­schungs­er­geb­nis­se, die auch die Zeit vor der Unter­neh­mens­grün­dung im Jah­re 1946 mit ein­be­zie­hen, prä­sen­tiert Scha­eff­ler im Rah­men der Fei­er­lich­kei­ten zum Jubi­lä­um auf einer neu gestal­te­ten Web­site, die die Geschich­te sowie die Men­schen und die tech­no­lo­gi­schen Inno­va­tio­nen dahin­ter erleb­bar macht. Link: www​.scha​eff​ler​.com/​g​e​s​c​h​i​c​hte. Die umfas­sen­de Dar­stel­lung und Ana­ly­se „Scha­eff­ler. Bio­gra­phie einer Fami­lie und ihres Unter­neh­mens“ von Prof. Dr. Schöll­gen wird Anfang Dezem­ber bei der Deut­schen Ver­lags-Anstalt, Mün­chen, erscheinen.

„Scha­eff­ler zeich­net sich seit jeher durch sei­ne außer­or­dent­li­che Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit und durch sei­ne hohe sozia­le Kom­pe­tenz aus“, sagt Prof. Dr. Schöll­gen: „Die Neu­gier und der kon­zen­trier­te Blick nach vorn, die schon die bei­den Grün­der antrie­ben, sind bis heu­te die gro­ße Stär­ke die­ses tra­di­ti­ons­be­wuss­ten Familienunternehmens.“

Eta­blie­rung der Scha­eff­ler Stiftung

Aus Anlass des 75-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums von Scha­eff­ler eta­blie­ren die Scha­eff­ler AG und die IHO Hol­ding die Scha­eff­ler Stif­tung, um so die sozia­le Ver­ant­wor­tung der Scha­eff­ler Grup­pe und ihrer Fami­li­en­ge­sell­schaf­ter zu unter­strei­chen. Die Scha­eff­ler Stif­tung wird mit einem anfäng­li­chen Stif­tungs­ka­pi­tal von 3 Mil­lio­nen Euro aus­ge­stat­tet, das zu glei­chen Tei­len von der Scha­eff­ler AG und der IHO Hol­ding auf­ge­stellt wird. Das Stif­tungs­ka­pi­tal wird jedes Jahr durch wei­te­re Zuwen­dun­gen erhöht. Gleich­zei­tig wer­den bestehen­de Akti­vi­tä­ten, wie die Scha­eff­ler FAG Stif­tung, ein­ge­bracht. Die Stif­tung wird welt­weit aktiv sein und sich vor allem auf drei Fokus­fel­der kon­zen­trie­ren: 1. Kli­ma- und Umwelt­schutz, 2. For­schung und Wis­sen­schaft und 3. Bil­dung, Qua­li­fi­zie­rung und Chancengleichheit.

Mit Blick auf die Zukunft hat sich die Scha­eff­ler Grup­pe mit der Road­map 2025 stra­te­gisch klar posi­tio­niert. Die­se rich­tet das Unter­neh­men mit sei­nen drei Spar­ten kon­se­quent auf die Trans­for­ma­ti­on in zehn Kun­den­sek­to­ren aus, um so auch in Zukunft der bevor­zug­te Tech­no­lo­gie­part­ner sei­ner Kun­den zu sein. Nach­hal­tig­keit und Digi­ta­li­sie­rung ste­hen dabei im Mit­tel­punkt, flan­kiert von fünf Fokus­fel­dern rund um The­men wie CO2-effi­zi­en­te Antrie­be oder erneu­er­ba­re Energien.

„Solan­ge es Bewe­gung gibt, wird es auch Scha­eff­ler geben. Bei Scha­eff­ler ver­bin­den sich Inno­va­ti­on, Qua­li­tät, System­ver­ständ­nis und Fer­ti­gungs­ex­zel­lenz zu einer gemein­sa­men Stär­ke. Mit die­ser Stär­ke und der DNA des Fami­li­en­un­ter­neh­mens sind wir für die Zukunft bestens gerü­stet“, sagt Klaus Rosen­feld, Vor­sit­zen­der des Vor­stands der Scha­eff­ler AG.


Seit über 70 Jah­ren treibt die Scha­eff­ler Grup­pe als ein welt­weit füh­ren­der Auto­mo­bil- und Indu­strie­zu­lie­fe­rer zukunfts­wei­sen­de Erfin­dun­gen und Ent­wick­lun­gen in den Berei­chen Bewe­gung und Mobi­li­tät vor­an. Mit inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gien, Pro­duk­ten und Ser­vices in den Fel­dern CO₂-effi­zi­en­te Antrie­be, Elek­tro­mo­bi­li­tät, Indu­strie 4.0, Digi­ta­li­sie­rung und erneu­er­ba­re Ener­gien ist das Unter­neh­men ein ver­läss­li­cher Part­ner, um Bewe­gung und Mobi­li­tät effi­zi­en­ter, intel­li­gen­ter und nach­hal­ti­ger zu machen. Das Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men pro­du­ziert Prä­zi­si­ons­kom­po­nen­ten und Syste­me für Antriebs­strang und Fahr­werk sowie Wälz- und Gleit­la­ger­lö­sun­gen für eine Viel­zahl von Indu­strie­an­wen­dun­gen. Im Jahr 2020 erwirt­schaf­te­te die Unter­neh­mens­grup­pe einen Umsatz von rund 12,6 Mil­li­ar­den Euro. Mit zir­ka 83.900 Mit­ar­bei­ten­den ist die Scha­eff­ler Grup­pe eines der welt­weit größ­ten Fami­li­en­un­ter­neh­men. Mit mehr als 1.900 Patent­an­mel­dun­gen beleg­te Scha­eff­ler im Jahr 2020 laut DPMA (Deut­sches Patent- und Mar­ken­amt) Platz zwei im Ran­king der inno­va­ti­ons­stärk­sten Unter­neh­men Deutschlands.

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