Pro­test­baum­haus gegen­über des Bay­reu­ther Rathauses

Protestbaumhaus in Bayreuth

Auf­bäu­men fürs Klima

In der Nacht von Diens­tag auf Mitt­woch errich­te­te eine Grup­pe von Klimagerechtigkeitsaktivist*innen ein Pro­test-Baum­haus direkt gegen­über des Bay­reu­ther Rat­hau­ses. Im Ange­sicht der Kli­ma­kri­se for­dern sie die Stadt Bay­reuth auf, „Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und end­lich zu handeln“.

„Die Kli­ma­ka­ta­stro­phe ist in vie­len Tei­len der Erde schon jetzt Rea­li­tät und ihre Aus­ma­ße wer­den mit jedem Jahr, das ver­geht, immer deut­li­cher und ver­hee­ren­der“, so Kli­ma­ak­ti­vist Luca Tho­mas. Aber selbst in Mit­tel­eu­ro­pa sei­en die ersten Anzei­chen durch Dür­re­jah­re und Über­flu­tun­gen schon spür­bar gewe­sen. Dar­um demon­strie­ren die Klimaaktivist*innen mit ihrem Pro­test-Baum­haus für mehr Klimagerechtigkeit.

„Die Wis­sen­schaft ist sich einig: Wir müs­sen jetzt han­deln – auch in Bay­reuth! Dafür gibt es rea­li­sti­sche Lösungs­vor­schlä­ge, die nur umge­setzt wer­den müs­sen. Die Alter­na­ti­ve – die Kli­ma­ka­ta­stro­phe – ist nicht akzep­ta­bel“, wird Akti­vi­stin Mar­len Bän­f­er deutlich.

Des­halb hat sich die Grup­pe auf dem Baum­haus eini­ge For­de­run­gen über­legt, die sie direkt an den Stadt­rat rich­ten – dar­un­ter die sozi­al­ver­träg­li­che, ener­ge­ti­sche Reno­vie­rung von Alt­bau­ten, Mieter*innenstromprojekte, eine städ­ti­sche Mobi­li­täts­wen­de, eine Part­ner­stadt aus einer Regi­on, die jetzt schon von den Fol­gen stär­ker betrof­fen ist und ande­re Maß­nah­men, um das ver­blei­ben­de CO2-Bud­get von Bay­reuth einzuhalten.

For­de­run­gen der Kli­mak­ti­vi­sten (PDF, 120KB)

„Die Stadt hat sich in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der mit allen Mit­teln der Ergrei­fung von Maß­nah­men ent­zo­gen, zum Bei­spiel bei der juri­sti­schen Aus­höh­lung des Rad­ent­scheids“, fin­det Jan­na Gauß. „Jetzt ist aber die Zeit gekom­men, end­lich Ver­ant­wor­tung zu übernehmen!“

Denn nach den Berech­nun­gen der Grup­pe hat die Stadt Bay­reuth ihr CO2-Bud­get bereits Mit­te 2023 und nicht wie ange­nom­men erst Mit­te 2024 auf­ge­braucht. Der Hand­lungs­be­darf wäre dann noch drin­gen­der, wor­auf die Grup­pe mit ihrer Akti­on auf den Wip­feln der Bay­reu­ther Bäu­me auf­merk­sam macht. Des­halb ist ihre letz­te For­de­rung an die Stadträt*innen, dass der Kli­ma­not­stand auch in Bay­reuth aus­ge­ru­fen wird.

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