Coburg begeht Akti­ons­tag gegen Gewalt am 25. Novem­ber 2021

Akti­ons­tag in Coburg gegen Gewalt am 25. Novem­ber 2021. Foto: Stadt Coburg

Anläß­lich des inter­na­tio­na­len Tages gegen Gewalt am Don­ners­tag, 25. Novem­ber 2021, fin­den auch in die­sem Jahr ver­schie­de­ne Aktio­nen gegen Gewalt an Frau­en und Mäd­chen statt. Außer­dem begin­nen an die­sem Tag auch die von den Ver­ein­ten Natio­nen ins Leben geru­fe­nen soge­nann­ten ORAN­GE DAYS. Sie dau­ern bis zum Don­ners­tag, 10. Dezem­ber, dem Inter­na­tio­na­len Tag der Men­schen­rech­te. Die Far­be Oran­ge sym­bo­li­siert an den Tagen eine Zukunft ohne Gewalt gegen Men­schen und Frau­en­rech­te sind Menschenrechte.Unterschiedliche Orga­ni­sa­tio­nen füh­ren am Akti­ons­tag selbst bezie­hungs­wei­se wäh­rend der ORAN­GE DAYS ver­schie­de­ne Aktio­nen durch: Arbeits­kreis Kei­ne sexu­el­le Gewalt, das Cobur­ger Design­fo­rum Ober­fran­ken, der Fach­be­ra­tungs­stel­le Frau­en­not­ruf Coburg, die Hoch­schu­le Coburg, der Sor­op­ti­mist Inter­na­tio­nal Club Coburg, der Wei­ße Ring sowie die Gleich­stel­lungs­stel­le der Stadt Coburg.

Wich­tig ist den Betei­lig­ten, dass bei allen unter­schied­li­chen Akti­vi­tä­ten die gemein­sa­me Sache und das Enga­ge­ment für das The­ma im Vor­der­grund ste­hen. Alle Betei­lig­ten enga­gie­ren sich auf sehr indi­vi­du­el­le Art und meist ehren­amt­lich. Sie orga­ni­sie­ren fol­gen­de öffent­li­che Aktio­nen: So wer­den unter dem Mot­to „ORAN­GE the WORLD“ am Don­ners­tag, 25. Novem­ber, welt­weit Gebäu­de oran­ge ange­strahlt, um ein Zei­chen gegen Gewalt zu set­zen. Die­se öffent­lich­keits­wirk­sa­me Akti­on grei­fen die Sor­op­ti­mi­stin­nen des SI Clubs Coburg auf. Sie las­sen den Hexen­turm am Ernst­platz wäh­rend der 16 Akti­ons­ta­ge mit tech­ni­scher Unter­stüt­zung des Design­fo­rums Ober­fran­ken von innen oran­ge erleuch­ten. Das SÜC Gebäu­de in der Bam­ber­ger Stra­ße wird am 25.November und am 10.Dezember auf ihre Initia­ti­ve hin eben­so in Oran­ge erstrahlen.

Am Akti­ons­tag selbst wer­den die Frau­en von SI Coburg oran­ge­far­be­ne Früch­te und Info­ma­te­ri­al in den Fuß­gän­ger­zo­nen von Coburg, Hild­burg­hau­sen, Lich­ten­fels und Bad Staf­fel­stein ver­tei­len. Wie bereits im Vor­jahr wer­den die Sor­op­ti­mi­stin­nen die bekann­ten Frau­en­sta­tu­en im Stadt­ge­biet wie­der mit oran­ge­far­be­nen Schals deko­rie­ren. Auch im Kur­park von Bad Staf­fel­stein wer­den die Frau­en­sta­tu­en Oran­ge tra­gen. Zusätz­lich fin­det eine eigens zu die­sen Sta­tu­en kon­zi­pier­te öffent­li­che Füh­rung mit dem Titel „Coburg FRAU“ am 10.Dezember (Tag der Men­schen­rech­te) statt.

In Zusam­men­ar­beit mit David Küff­ner vom Cobur­ger Design­fo­rum sowie Eli­sa­beth West­häu­ser, stell­ver­tre­ten­de Frau­en­be­auf­trag­te der Hoch­schu­le Coburg, sol­len knal­li­ge und ver­spie­gel­te Foli­en­ge­stal­tun­gen an pro­mi­nen­ten Schau­fen­stern in der Innen­stadt die Pas­san­ten anzie­hen, irri­tie­ren und zu muti­ger Soli­da­ri­tät bei Gewalt gegen Frau­en und Mäd­chen auffordern.

Der Arbeits­kreis Kei­ne sexu­el­le Gewalt wird am Akti­ons­tag die aktu­el­le Bro­schü­re „Nein heißt Nein“ in der Fuß­gän­ger­zo­ne ver­tei­len. Die­se ist auch im Inter­net unter www​.coburg​.de/​g​l​e​i​c​h​s​t​e​l​l​ung zu fin­den. Sie kann auch per E‑Mail unter susanne.​mueller@​coburg.​de ange­for­dert werden.

Wie jedes Jahr hisst die Fach­be­ra­tungs­stel­le Frau­en­not­ruf Coburg die „Frei leben“- Fah­ne für den Akti­ons­tag vor dem Rat­haus. Zum Aus­klang der Oran­ge Days wird die Hoch­schu­le noch ein­mal aktiv bei Men­schen­rechts­the­men und lädt für Don­ners­tag, 9., und Frei­tag, 10.Dezember 2021, bei den Gen­der- und Diver­si­ty Days zum Mit­ma­chen, Ler­nen und Dis­ku­tie­ren ein. „Gewalt gegen Frau­en geht uns alle an und ist nir­gend­wo Pri­vat­sa­che. Sie betrifft sämt­li­che Alters­grup­pen und sozia­len Schich­ten,“ so Mari­an­ne Mor­chel vom Arbeits­kreis Kei­ne sexu­el­le Gewalt. Gemein­sam mit den Cobur­ger Insti­tu­tio­nen fin­den zu dem The­ma regel­mä­ßig Tref­fen statt und wer­den Info­ma­te­ria­li­en erstellt. Auch ein Run­der Tisch gegen Häus­li­che Gewalt ist für Anfang 2022 wie­der in Pla­nung. „Häus­li­che Gewalt sind nicht immer nur Schlä­ge, die sicht­ba­re Spu­ren hin­ter­las­sen. Gewalt­tä­tig ver­hal­ten sich auch Men­schen, die bei­spiels­wei­se gro­ße Droh­ku­lis­sen auf­bau­en, den ande­ren abwer­ten, beschimp­fen und kon­trol­lie­ren oder die damit dro­hen, ihre Taten abzu­strei­ten und bewusst zu lügen oder auch die Kin­der für ihre Zwecke mani­pu­lie­ren“, klärt Eli­sa­beth West­häu­ser auf. Häus­li­che Gewalt zieht Krei­se und wirkt sich häu­fig auch mas­siv auf ande­re Berei­che der Betrof­fe­nen aus, bei­spiels­wei­se auch auf Ler­nen und Arbei­ten. Des­halb ist es für uns als Hoch­schu­le selbst­ver­ständ­lich, uns soli­da­risch mit den Opfern zu zei­gen, auf­zu­klä­ren, Ver­ständ­nis zu haben und vor allem: nicht weg­zu­se­hen! „Die Wach­sam­keit zur Wahr­neh­mung von Gewalt an Frau­en im unmit­tel­ba­ren Umfeld soll geweckt und eine Null-Tole­ranz-Hal­tung ver­tre­ten wer­den,“ dar­auf weist die Prä­si­den­tin von SI Coburg, Bar­ba­ra von Men­gers­hau­sen hin. Es müs­se außer­dem das Bewusst­sein für die Not­wen­dig­keit ideel­ler und finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung bezüg­lich einer aus­rei­chen­der Anzahl von Frau­en­haus­plät­zen, Bera­tungs­stel­len und vie­lem mehr geweckt und auf deren ver­pflich­ten­de Umset­zung durch die öffent­li­che Hand hin­ge­ar­bei­tet werden.

Wer die Anlie­gen der ORAN­GE DAYS unter­stüt­zen möch­te, kann durch das Tra­gen eines oran­ge­far­be­nen Klei­dungs­stücks Soli­da­ri­tät bekun­den. Deutsch­land hat seit 2013 ein bun­des­wei­tes Hil­fe­te­le­fon „Gewalt gegen Frau­en“ unter der Num­mer 08000 116 016 ein­ge­rich­tet. Es ist ein kosten­frei­es, rund um die Uhr erreich­ba­res, 18-spra­chi­ges und anony­mes Bera­tungs­an­ge­bot. Vie­le EU-Staa­ten ver­fü­gen über ähn­li­che Ange­bo­te. Ziel ist eine euro­pa­weit ein­heit­li­che Tele­fon­num­mer, die 116 016, ein­zu­rich­ten, unter der das jewei­li­ge natio­na­le Hil­fe­te­le­fon erreich­bar ist. Es haben sich bis­her 22 EU-Staa­ten sowie die Schweiz und die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on dafür aus­ge­spro­chen, die­ses Vor­ha­ben zu unterstützen.

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