Umwelt­mi­ni­ster Thor­sten Glau­ber eröff­net Haus­halts­samm­lung von genutz­ten Spei­se­ölen und ‑fet­ten im Land­kreis Forchheim

„Jeder Trop­fen zählt“ – das Modell­pro­jekt in Heroldsbach

Benedikt Graf von Bentzel (1. Bürgermeister Heroldsbach) Stefan Rickert (Vorsitzender Raiffeisenbank Heroldsbach eG), Hubert Zenk (Jeder Tropfen Zählt GmbH), Heiko Lesch (Lesch Altfettentsorgung und –recycling GmbH & Co. KG), Thorsten Glauber (Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz)

Bene­dikt Graf von Bent­zel (1. Bür­ger­mei­ster Herolds­bach) Ste­fan Rickert (Vor­sit­zen­der Raiff­ei­sen­bank Herolds­bach eG), Hubert Zenk (Jeder Trop­fen Zählt GmbH), Hei­ko Lesch (Lesch Alt­fett­ent­sor­gung und –recy­cling GmbH & Co. KG), Thor­sten Glau­ber (Baye­ri­scher Staats­mi­ni­ster für Umwelt und Verbraucherschutz)

Die Haus­halts­samm­lung von genutz­ten Spei­se­fet­ten und ‑ölen aus Pri­vat­haus­hal­ten star­tet in Herolds­bach im Land­kreis Forch­heim. Bay­erns Umwelt­mi­ni­ster Thor­sten Glau­ber und der Herolds­ba­cher Bür­ger­mei­ster Bene­dikt Graf von Bent­zel haben heu­te dazu den Start­schuss gege­ben und dabei den Sam­mel­au­to­ma­ten am Bahn­hof Herolds­bach offi­zi­ell in Betrieb genom­men. Mit dabei waren auch die Initia­to­ren der Samm­lung Hubert Zenk (Jeder Trop­fen Zählt GmbH) und Hei­ko Lesch (Lesch Alt­fett­ent­sor­gung und-recy­cling GmbH & Co​.KG).

Als Aner­ken­nung für das Enga­ge­ment im Bereich Umwelt­schutz hat Glau­ber der Fir­ma Lesch, Initia­to­rin von „Jeder Trop­fen zählt“, die Teil­nah­meur­kun­de für den Umwelt- und Kli­ma­pakt Bay­ern über­ge­ben. Glau­ber beton­te bei der Urkun­den-Über­ga­be: „Mit dem pro­fes­sio­nel­len Recy­cling von gebrauch­tem Spei­se­fett und Spei­se­öl trägt die Lesch GmbH zum Umwelt­schutz und zur Nach­hal­tig­keit bei. Jeder Schritt in Rich­tung Kreis­lauf­wirt­schaft ist gut. Öko­no­mie und Öko­lo­gie sind Part­ner: Ohne eine star­ke Wirt­schaft gibt es kei­ne Nach­hal­tig­keit. Und ohne Nach­hal­tig­keit ist auf Dau­er kein wirt­schaft­li­cher Erfolg mehr zu erzie­len. Beson­ders der Kli­ma­schutz ist ein ech­ter Wachs­tums­trei­ber der Zukunft. Mit unse­ren Part­nern im Umwelt- und Kli­ma­pakt wol­len wir gemein­sam Vor­bild sein und zei­gen: Kli­ma­schutz ist für die Wirt­schaft ein Gewin­ner­the­ma.“ Die Lesch GmbH bringt sich mit ambi­tio­nier­ten Zie­len in den neu­en Umwelt- und Kli­ma­pakt Bay­ern ein: So wird durch die Ver­wen­dung von Mau­er­zie­geln mit Fül­lung aus natür­li­chem Vul­kan­ge­stein Ener­gie ein­ge­spart oder durch die Nut­zung einer Zister­ne für 20.000 Liter Regen­was­ser die wert­vol­le Res­sour­ce Was­ser geschont. Lade­säu­len für Elek­tro­fahr­zeu­ge lei­sten einen wich­ti­gen Bei­trag zur umwelt­freund­li­chen Mobilität.

Bür­ger­mei­ster Bene­dikt Graf von Bent­zel stellt fest: „ Für unse­rer Kanal­sy­stem wird die Sam­mel­mög­lich­keit von häus­li­chem Spei­se­fett lang­fri­stig eine Ver­bes­se­rung brin­gen, da das kal­te Fett die Was­ser­roh­re im Bereich der Haus­an­schlüs­se aber auch in der Kana­li­sa­ti­on leich­ter ver­stop­fen lässt.

Ich gehe davon aus, dass unse­re Bür­ger die­se umwelt­freund­li­che Alter­na­ti­ve der Fett-Ent­sor­gung vor­zie­hen wer­den und wir eine hohe Akzep­tanz in der Gemein­de für die­ses Pro­jekt erfah­ren werden.

Mit der Samm­lung von Spei­se­fet­ten und ‑ölen sol­len u. a. die öffent­li­chen Kanal- und Abwas­ser­sy­ste­me geschützt und ein wert­vol­ler nach­hal­ti­ger Roh­stoff zur Redu­zie­rung der Treib­haus­gas-Emis­sio­nen genutzt wer­den. Aus den Alt­fet­ten und ‑ölen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wird Bio­kraft­stoff mit einer über 90 % bes­se­ren CO2-Bilanz als kon­ven­tio­nel­ler Die­sel her­ge­stellt. Für das Pro­jekt wer­den an jeden Haus­halt in Herolds­bach ein 1,2 Liter fas­sen­der Sam­mel­be­häl­ter und ein Infor­ma­ti­ons­fly­er ver­teilt. Die Behäl­ter sind anspre­chend gestal­tet, wer­tig und leicht hand­hab­bar, hit­ze­re­si­stent und haben eine Füll­stand­an­zei­ge, sowie eine Beschrif­tung zur Hand­ha­bung und sind sogar mit Blin­den­schrift ver­se­hen. Die vol­len Behäl­ter kön­nen dann am dau­er­haft zugäng­li­chen Sam­mel­au­to­ma­ten kosten­los und direkt gegen lee­re Behäl­ter aus­ge­tauscht wer­den. Dadurch kön­nen die Haus­hal­te leicht an dem Pro­jekt teil­neh­men und mit sammeln.

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