Bam­berg: ETA-Ensem­ble bril­lier­te mit Pre­mie­ren­vor­stel­lung von „Herr Bel­lo und das Blaue Wunder“

v.li. Stefan Herrmann, Florian Walter, Eric Wehlan / Foto: Martin Kaufhold

v.li. Ste­fan Herr­mann, Flo­ri­an Wal­ter, Eric Wehlan / Foto: Mar­tin Kaufhold

Bam­berg (ah) – Es war ein­mal mehr eine gran­dio­se Pre­miè­re, die das ETA Hoff­mann Thea­ter am ver­gan­ge­nen Sams­tag auf die Büh­ne des alt­ehr­wür­di­gen Gebäu­des „zau­ber­te“. Mit dem Stück „Herr Bel­lo und das Blaue Wun­der“ konn­te das kom­plet­te Thea­ter­en­sem­ble brillieren.

Die Geschich­te von Paul Maar und Ulrich Lim­mer „Herr Bel­lo und das Blaue Wun­der“ fin­det man in der Buch­ver­si­on in vie­len hei­mi­schen Kin­der­zim­mern. Gespannt durf­te man im Vor­feld sein, wie das Thea­ter-Ensem­ble des ETA Hoff­mann Thea­ters die­se Geschich­te umsetzte.

Zum Inhalt: Der Apo­the­ker Stern­heim (gespielt von Flo­ri­an Wal­ter) betreibt eine klei­ne Apo­the­ke. Er liebt die Ruhe und Beschau­lich­keit des klei­nen Dörf­chens. In der Abge­schie­den­heit lebt der allein­er­zie­hen­de Vater gemein­sam mit sei­nem Sohn Max (Ste­fan Herr­mann). Über­ra­schend zieht nun Frau Licht­blau (Lara Hel­ler) in die dar­über­lie­gen­de Woh­nung und been­det das bis­her er tri­ste Leben der Stern­heims, denn der Apo­the­ker und Frau Licht­blau emp­fin­den gleich eine gewis­se Zunei­gung zuein­an­der. Doch Sohn Max gefällt die­se Vor­stel­lung, dass er schon bald eine „neue Mut­ter“ bekommt, so über­haupt nicht. Mäch­tig an Tur­bu­lenz gewinnt die Geschich­te als eine alte, geheim­nis­vol­le Frau eine Karaf­fe mit blau­er Flüs­sig­keit in der Apo­the­ke abgibt. Ach ja; ab die­sem Zeit­punkt tritt der Haupt­ak­teur der Geschich­te in den Vor­der­grund, der Bern­har­di­ner Bel­lo (gespielt von Eric Wehlan), der in einem unbe­ob­ach­te­ten Moment das Behält­nis mit der blau­en Flüs­sig­keit umwirft und zu allem Über­fluss auch noch davon trinkt. Es war ein Zau­ber­trank, denn aus dem Hund Bel­lo, wird der Mensch Herr Bel­lo. Das Unheil nimmt sei­nen Lauf, denn als auch noch die Hüh­ner des Hau­ses von der Flüs­sig­keit nip­pen, ist das Cha­os per­fekt. Dani­el Diet­rich schlüpft im Stück gleich in meh­re­re Rol­len. Er spielt die geheim­nis­vol­le alte Frau, einen Poli­zi­sten und Frau Huhn. Ob es am Ende der Geschich­te ein Lie­bes­glück zwi­schen Apo­the­ker Stern­heim und Frau Licht­blau gibt und ob der Hund Bel­lo nun ein Leben lang im Kör­per eines Men­schen steckt, soll an die­ser Stel­le nicht ver­ra­ten werden.

Vor­züg­li­che schau­spie­le­ri­sche Gesamt­lei­stung mit hohem Unterhaltungswert

Zusam­men­fas­send muss man aber sagen, dass aus einer vor­züg­li­chen schau­spie­le­ri­schen Gesamt­lei­stung des Teams beson­ders Flo­ri­an Wal­ter und Eric Wehlan her­vor­sta­chen. Regis­seu­rin Jana Vet­ten hat­te alles rich­tig gemacht und die Geschich­te des weit­hin bekann­ten Kin­der­bu­ches vor­züg­lich umge­setzt. Best­no­ten hat­ten sich auch Euge­nia Leis für das Büh­nen­bild und die Kostü­me ver­dient und auch das Tech­nik-Team mit Mat­thi­as Neu­bau­er an der Spit­ze, tat das Übri­ge dazu, dass es eine gelun­ge­ne Pre­mie­ren­vor­stel­lung wurde.

Wei­te­re Auf­füh­run­gen am 04.12., 05.12. und 26.12.2021

Wer die Pre­miè­re am 13. Novem­ber ver­passt hat, der hat noch Gele­gen­heit das Stück am 04.12. um 15.00 und 17.00 Uhr, am 05.12. um 15.00 und 17.00 Uhr, sowie am 26.12.2021 um 16.00 Uhr zu sehen. Wer sei­nen Kin­dern etwas Gutes tun und sich als Eltern‑, oder Groß­el­tern­teil selbst gut unter­hal­ten sehen möch­te, der soll­te sich für die vor­ge­nann­ten Ter­mi­ne Tickets sichern. „Dan­ke“ an den Bam­ber­ger Kin­der­buch­au­tor Paul Maar für die Geschich­te von Herrn Bel­lo und „Dan­ke“ an das gesam­te Ensem­ble für eine gelun­ge­ne Umset­zung. Alex­an­der Hitschfel

Dau­er der Vor­stel­lung: 60 Minu­ten. Geeig­net für Kin­der ab 5 Jahren

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