Cobur­ger MdB Johan­nes Wag­ner zu der Ände­rung am Infektionsschutzgesetz

Johannes Wagner © Grüne im Bundestag / S. Kaminski
Johannes Wagner © Grüne im Bundestag / S. Kaminski

„Die vier­te Wel­le brem­sen – SPD, Grü­ne und FDP schaf­fen wirk­sa­me und rechts­si­che­re Grund­la­ge für Corona-Schutzmaßnahmen“

Zum heu­te im Bun­des­tag beschlos­se­nen Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen von SPD, Bünd­nis 90/​Die Grü­nen und FDP zur Ände­rung des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes, erklärt Johan­nes Wag­ner, grü­ner Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter für Coburg/​Kronach:

„Wir befin­den uns in einer dra­ma­ti­schen Lage. Die wei­ter­hin stark stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len und die mit Über­la­stung kämp­fen­den Inten­siv­sta­tio­nen berei­ten uns tie­fe Sor­gen. Wir haben har­te Wochen vor uns. In die­ser schwie­ri­gen Situa­ti­on gilt es, jetzt kon­se­quent und gemein­sam zu han­deln. Bund, Län­der und Kom­mu­nen müs­sen alles dar­an set­zen, die­ser vier­ten Wel­le wirk­sa­me Maß­nah­men ent­ge­gen­zu­set­zen. Mit den jetzt ver­ein­bar­ten Maß­nah­men im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz schaf­fen wir Rege­lun­gen, die recht­lich mög­lich und wis­sen­schaft­lich sinn­voll sind. Wir bau­en damit einen star­ken Schutz­wall um alle, die geschützt wer­den müs­sen, vor allem um Kin­der und Jugend­li­che, Inten­siv­sta­tio­nen und Pflegeheime.

Unser Geset­zes­pa­ket umfasst weit­rei­chen­de­re und ver­bind­li­che­re Rege­lun­gen, als es sie bis­her gege­ben hat. Den Län­dern steht damit ein grö­ße­rer Instru­men­ten­ka­sten mit ver­bind­li­chen 2G, 2G+ und 3G-Rege­lun­gen, Abstands­ge­bo­ten, Mas­ken­pflicht, Ober­gren­zen in Ein­rich­tun­gen und Kon­takt­per­so­nen­nach­ver­fol­gung zur Ver­fü­gung. Es liegt in den Hän­den der Län­der, die­se kon­se­quent anzu­wen­den und zu han­deln. Auf Bun­des­ebe­ne sor­gen wir mit kon­se­quen­tem 3G am Arbeits­platz für Sicher­heit für Beschäf­tig­te, Arbeitgeber*innen und Kund*innen. Die Home-Office­Pflicht ver­deut­licht, dass auch in der Arbeits­welt Kon­tak­te wie­der redu­ziert wer­den müs­sen. Wir ver­schär­fen die Rege­lun­gen im Arbeits­be­reich auch, damit Schu­len und Kitas offen blei­ben kön­nen. Mit 3G im ÖPNV und Fern­ver­kehr machen wir Pen­deln und Rei­sen sicherer.

Wir küm­mern uns auch um die sozia­len Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie. Eben­falls Bestand­teil des Geset­zes­pa­kets ist die Ver­län­ge­rung von Maß­nah­men vie­ler Rege­lun­gen zur Abfe­de­rung sozia­ler Här­ten der Pan­de­mie, die an die epi­de­mi­sche Lage gekop­pelt waren, etwa wie der ver­ein­fach­te Zugang zur Grund­si­che­rung, die Son­der­re­ge­lung zum Kin­der­kran­ken­geld oder die Aus­set­zung der Min­dest­ein­kom­mens­gren­ze in der Künstlersozialversicherung.

Mit dem Geset­zes­pa­ket stel­len wir die Pan­de­mie­be­kämp­fung auf recht­lich siche­ren Boden. Die effek­ti­ve Gefah­ren­ab­wehr brin­gen wir wie­der zurück ins Zen­trum der Demo­kra­tie: ins Parlament.

Um jeder­zeit gut und ange­mes­sen reagie­ren zu kön­nen, wer­den wir die Gesprä­che in der Ampel über nöti­ge Maß­nah­men fort­set­zen und ste­hen in engem Aus­tausch mit Expert*innen aus der Wis­sen­schaft und Vertreter*innen der Zivil­ge­sell­schaft sowie den Bun­des­län­dern. Für uns ist klar: Wir ste­hen jetzt alle in der Ver­ant­wor­tung, gemein­sam und ent­schlos­sen die Pan­de­mie zu bekämpfen.“

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