Ober­frän­ki­sche Poli­zei zieht erste Bilanz zu Corona-Kontrollen

symbolfoto polizei

OBER­FRAN­KEN. Auf­grund unver­än­dert hoher und nach wie vor stei­gen­der Coro­na-Fall­zah­len inten­si­vier­te die ober­frän­ki­sche Poli­zei in enger Abstim­mung mit den Ord­nungs­be­hör­den ihre ziel­ge­rich­te­ten Kon­trol­len. Nach rund einer Woche fällt die erste flä­chen­decken­de Bilanz durch­wach­sen aus.

Die bun­des­wei­te 7‑Ta­ge-Inzi­denz erreicht auch am heu­ti­gen Mitt­woch, am zehn­ten Tag in Fol­ge, ein besorg­nis­er­re­gen­des Rekord­hoch. Der Frei­staat Bay­ern zählt zu den drei am stärk­sten bela­ste­ten Bun­des­län­dern. Ein ober­frän­ki­scher Land­kreis über­trifft mit einem Inzi­denz­wert von weit über 700 den Lan­des- und Bun­des­durch­schnitt erheb­lich. Vor dem Hin­ter­grund der mit den Fall­zah­len immer wei­ter anstei­gen­den Kran­ken­haus­be­la­stung und der immer knap­per wer­den­den Inten­siv­bet­ten ist es daher uner­läss­lich, der wei­te­ren unkon­trol­lier­ten Virus­aus­brei­tung durch ziel­ge­rich­te­te Maß­nah­men und deren Kon­trol­len Ein­halt zu gebieten.

Nach­dem bei den ersten poli­zei­li­chen Kon­trol­len, die in Zusam­men­ar­beit mit den Ord­nungs­äm­tern statt­fan­den, rund zehn Pro­zent der kon­trol­lier­ten Betrie­be bean­stan­det wer­den muss­ten, ver­än­der­te sich die­se Quo­te in den letz­ten Tagen kaum. Nach wie vor stel­len die Ord­nungs­hü­ter vor­wie­gend in Gastro­no­mie­be­trie­ben und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen täg­lich Ver­stö­ße, vor allem gegen die gel­ten­den „2G-“, „3G‑“ und „3G-plus“-Regeln und gegen die Mas­ken­pflicht fest. Ins­be­son­de­re das im Ein­zel­fall zur Schau getra­ge­ne Unver­ständ­nis über die Kon­troll­maß­nah­men stimmt dabei nach­denk­lich. Ein 51-jäh­ri­ger Betrei­ber eines Bam­ber­ger Wett­bü­ros setz­te sich sogar kör­per­lich bei der Über­prü­fung zur Wehr und muss sich nun zusätz­lich zum Ver­stoß gegen das Infek­ti­ons­schutz­ge­setz wegen Wider­stan­des gegen Voll­streckungs­be­am­te verantworten.

In der ver­gan­ge­nen Woche zähl­te die ober­frän­ki­sche Poli­zei weit über 100 Ver­stö­ße gegen die gel­ten­den Regeln, die nahe­zu in ihrer Gesamt­heit auch zur Anzei­ge gebracht wur­den. Die Bean­stan­de­ten müs­sen hier mit teils emp­find­li­chen Buß­gel­dern rechnen.

Poli­zei­vi­ze­prä­si­dent Armin Schmel­zer sen­det in Bezug auf die Kon­trol­len eine kla­re Bot­schaft: „Im Fall der Virus­aus­brei­tung ist die ziel­ge­rich­te­te Kon­trol­le von mög­li­chen Infek­ti­ons­her­den ein tra­gen­der Bau­stein. Ver­stö­ße gegen die Bestim­mun­gen wer­den die kon­trol­lie­ren­den Beam­ten daher kon­se­quent ver­fol­gen und ahnden“.

Gleich­zei­tig dankt die ober­frän­ki­sche Poli­zei allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, die sich an die gel­ten­den Bestim­mun­gen hal­ten, für ihr rück­sichts­vol­les Han­deln und ihr Ver­ständ­nis, soll­ten sie von einer poli­zei­li­chen Kon­trol­le betrof­fen sein.

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